Freitag, 14. Dezember 2018

Vortrag in der Naabtal-Realschule, Naaburg. Conferencia en la Escuela Superior Naabtal, Nabburg, Baviera

Dank den lieben Fr. Gerda Bayer und Herrn Josef Götz erhielt ich heute die wunderschönen Fotos der Veranstaltung in der Naabtal-Realschule in Nabburg, wohin ich jahr ein und aus im November eingeladen bin.

Es war wieder ein  gewonnener Vormittag mit sehr gut vorbereiteten Schüler/innen. Während des Vortrags tauchten auch viele interessante Fragen und die 90 Minuten vergingen wie im Nu.

Es war meine vorletzte Veranstaltung des Jahres und ich werde sie lange in Erinnerung behalten. Nochmals herzlichen Dank für das nette Zusammensein nach dem Vortrag im Lehrerzimmer mit Kafffee und Kuchen und die schönen Blumen.

Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Jahr 2019! Aus dem Tagebuch einer Autorin, die zwischen den Welten pendelt.












Donnerstag, 13. Dezember 2018

Berichte und Grüße aus Südamerika, aus Buenos Aires, die Stadt am Rio de la Plata. Wiege der Tango Musik. Informes y saludos désde Buenos Aires.

Buenos Aires, 7 Uhr morgens. Es donnert und dicke, graue Wolken drohen mit Regen. Es zieht ein Gewitter über den Himmel der Hauptstadt.Angesagt ist auch Hagel und südlicher Wind. Die Temperaturen sanken in der Nacht um die 10 Grad Celsius. So wie es aussieht, wird es kein schöner, gleichmäßiger Sommer sein. Mal zu heiß, warm, wieder kalt, sonnig, gewittrig. Alles in einem einem und wie die Welt selbst konfus, verworren.

Erst heute habe ich etwas Zeit um meinen Blog zu aktualisieren. Bis jetzt war ich jeden Tag seit unserer Ankunft hier "am Ende der Welt" sehr beschäftigt. Viele Aktivitäten warteten auf mich, dazu kamen neue, ganz unerwartet wie z.B. unseren Enkelsohn Facundo im Deutsch und Englisch für seine Prüfungen zu unterstützen. Ihn vorzubereiten war sehr mühsam, denn in Kürzer Zeit mussten wir das ganze Pensum des Schuljahres durcharbeiten, und es wurde halt wiederholt, was uns die Zeit auch erlaubte. Es waren 7 Tage hintereinander und am jeden Tag fast 6 Stunden zusammen lernen. Und zum Glück hat es alles funktioniert!

Am letzten Montag wurde ich beauftragt eine Gruppe  nach Montevideo wegen Verhandlungen als Dolmetscherin zu begleiten. Mit einem sehr früheren Flug sind wir zur Stadt an der anderen Seite des La Plata Flusses geflogen und mit dem letzten am spät Abend zurück. Es war wirklich mühsam und stressig. Aber mir hat es auch Spaß gemacht. Das ist mein Job und wenn man die Arbeit nicht schätzt ist wirklich undankbar.

Nun arbeite ich an meinem Buch über Don Gilberto Bosques weiter. Auch muss ich ein Exposé für ein neues Schindler Projekt verfassen, diesmal get es um eine ultimative wissenschaftliche Arbeit. 

Viele Termine stehen noch für FJ und Herbst 2019/20 an, die ich bereits bestätigt habe. 

Während ich tief in Gedanken versunken diese Zeilen schreibe, regnet es kräftig, es donnert und blitzt. Die Kraft der Natur lässt sich mit überwältiger Intensität spüren. Regen und Gewitter ist heute für den ganzen Tag angesagt. Intellektuelles Wetter, Zeit zum Schaffen.

Herzliche Grüße aus der Stadt der guten Lüfte, Winde. . .

Dienstag, 4. Dezember 2018

Ankunft in Buenos Aires. Llegada a Buenos Aires..l

Nach einem 13.stündigen langen Flug landete die LH Maschine in Buenos Aires.Einige Minuten schaute ich die Stadt am Rio de la Plata aus der Luft . Im Vergleich zu dt. Städten sieht hier alles wirklich "monströs" aus. Ganz andere Dimensionen und auch Verhältnisse. Zum Glück ging die Passkontrolle, Gepäckausgabe und Zoll relativ schnell. Die Autobahn vom Flughafen zur Innenstadt war auch außergewöhnlich frei. Gegen 10 Uhr morgens standen wir vor unserer Haustür.Ich atmete tief ein und dachte: Wieder zu Hause... aber was bedeutet wieder zu Hause sein? nämlich schnell putzen, auspacken  Wäsche waschen, aufräumen ...während dessen ging auch das Telefon, Whatsapp und alles möglich. Hier Freunde  die sich meldeten, da unsere Schwiegertochter Myriam,  die fragte ob ich Facundo für zwei Prüfungen vorbereiten könnte ...ja selbstverständlich ...

Um 16 Uhr holten wir Madame Daphne ab..Wieder mitten im Feierabendverkehr... also die Fahrt dahin und zurück dauerte eine Ewigkeit. Aber es hat sich sehr gelohnt  denn die Freude war riesig  von uns und von ihr.

Und heute Dienstag geht das Leben weiter ..Jet lag? nicht wirklich.  Wir sind schon sehr geübt .An allen Freunden




ganz liebe südamerikanischen Grüsse und bis auf bald wieder.


Freitag, 30. November 2018

Veranstaltung über die unbesungenen Helden Emilie und Oskar Schindler im Leibniz Gymnasium Altdorf..Conferencia sobre Emilie y Oskar Schindler en El bachillerato Leibniz en Altdorf.

Wieder mal ein gewonnener Vormittag .Eingeladen von dem.Geschichtslehrer Herr Christof Böhm hielt ich heute morgen einen Vortrag für Schüler und Schülerinnen des Leibnis Gymnasiums Altdorf .Es waren sehr interessante 90 Minuten,  wobei die Zuhörer auch viele Fragen stellten.

Sehr konzentriert lauschten sie die 2 Unterrichtseinheiten. Sie waren auch super vorbereitet.  Herzlichen Dank lieber Christof Böhm für die Einladung und den leckeren Lebkuchen aus Nürnberg. 


Mittwoch, 28. November 2018

Veranstaltung in der Naabtal Realschule, Nabburg über Emilie und Oskar Schindler. Conferencia en La Escuela Superior.de Naaburg.

Obwohl ich etwas angeschlagen war, war der Vortrag heute Morgen an der Realschule ein grosser Erfolg. Super gut vorbereitete Schüler und Schülerinnen.  Sie haben sehr konzentriert meine Ausführungen 90 Minuten gelauscht und auch Fragen gestellt..Wieder ein gewonnener Vormittag.  Herzlichen Dank, liebe Gerda und y Axel. auch Oskarle 

Dienstag, 27. November 2018

Emilie und Oskar Schindler,ein leuchtendes Beispiel für Generationen. Kurze Korrektur zu Herrn Posselt Äußerungen. Emilie y Oskar Schindler. Rutilante ejemplo para generaciones. Breve corrección histórica a declaraciones del Sr. Bernd Posselt.


Leuchtendes Beispiel für Generationen

Oberbayerisches Volksblatt-vor 7 Stunden
Wie die jüdische Autorin Erika Rosenberg in einer im Jahr 2001 erschienenen Biografie herausstellte, hielt die Frau den gemeinsamen Betrieb ...


Mit großer Überraschung habe ich heute morgen den obigen Artikel im Oberbayerischen Volksblatt gelesen, in dem Herr Bernd Posselt sich mit fremden Federn schmückt. . . armer Herr Posselt, von Brüssel hierher ist wirklich ein  Weg nach unten. . .

"Und wie kam die Frau, die die Juden in Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ ehren, nach Waldkraiburg? Emilie Schindler hatte Heimweh, wollte zurück nach Deutschland. Die spanische Sprache, die sie gut beherrschte, habe sie im Alter verloren und nur noch den Dialekt ihrer nordmährischen Heimat gesprochen. So Bernd Posselt, Sprecher und Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft, der Schindler, die damals schon in ihren 90ern stand, in Argentinien begegnete.
Es wurde die Idee geboren, Waldkraiburg komme der Heimat Emilie Schindlers wohl am nächsten. Im Adalbert-Stifter-Wohnheim, das in den 1960er-Jahren Sudetendeutsche gründeten und in dem viele Landsleute lebten, könnte sie sich daheim fühlen. Auch der Münchner Verleger Herbert Fleissner unterstützte diese Initiative. Und im Sommer 2001, als Emilie Schindler in Deutschland war, um mit Bundeskanzler Schröder in Bonn eine Ausstellung zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu eröffnen, zeichnete sich ab, dass die berühmte Frau eine Bürgerin Waldkraiburgs werden könnte."

KORREKTUR von Prof. ERIKA   ROSENBERG

Zu aller nächst ist Herr Poseelt Frau Schindler nie begegnet. Es mag sein, dass er 1990 Argentinien besucht haben sollte aber zu einem Treffen kam ja nie imstande. Er traf sich  sicherlich mit anderen Sudetendeuschten, zu denen Frau Schindler gar keinen Kontakt hatte. Warum, weil sie  einfach von vielen vergessen worden war. Sie war alt, krank, mittellos und das passte nicht in den Rahmen von "würdigen", hochnässigen Herrschaften, die bei jedem Treffen Visentkärtchen tauschen, auf Wohl mit Sekt oder Wein stoßen. . . und wenn sie  zu Hause sind, sortieren die Visitenkärtchen je nach Profit oder Gelegenheit. Der Rest wird entsorgt. Nein, Emilie passte zu dieser Gesellschaft nicht. Und wenn Herr Posselt ihr begegnet wäre, warum hat er sie  nicht finanziell unterstützt.

1990 lernte ich Emilie kennen, sie lebte in einer Ortschaft 60 km südlich von Buenos Aires. Ihr Haus, wovon sie Wohnrecht hatte, war mehr als ärmlich. Sie kam mit ihrer kleinen Rente aus Deutschland von 830 DM und 30 U$D von Israel nicht über die Runde. Sie hatte keine Krankenversicherung. Wie sie lebte, möchte ich auch gerne wissen. Als einzige Begleitung ihre viele Katzen, Chupi, ihr Hund. Eine jüdische Organisation, Bnai Vrit, Besitzer des Hauses, wo sie  wohnte half ihr mit einem monatlichen Beitrag, wovon Emilie die Gehälter von Isabel und Leandro zahlen musste. Einmal im Monat kam sie in die Deutsche Botschaft um ihre Rente  zu beziehen. . . . Und so ging bis 2001. Ja, sicher mit der Zeit wurde die Lage immer schlimmer. Sie wurde älter, kränker und nach einem Unfall zu Hause im November 2000, musste sie an der Hüfte operiert werden. Ich weiß es alles haargenau, weil ich nämlich die EINZIGE WAR, die bei ihr war und alles organisieren musste. Immer mithilfe der Deutschen Botschaft zu Buenos Aires. Denn vorsichtshalber machte ich keinen einzigen Schritt ohne es vorher in der Botschaft Bescheid zu geben.

Es waren sehr harte Jahre, wo ich sogar ihre Gas-Telefon.Stromrechnungen begleichen musste. . .  Nach der Operation im November 2000 im Deutschen Krankenhaus durfte sie nicht mehr nach Hause zurück und erst dann ging sie in ein Seniorenheim. Darum musste ich mich auch kümmern. Besser gesagt, um alles musste ich mich kümmern. Eines Tages sagte sie mir, sie wollte den Lebensabend in Deutschland verbringen nach fast 50 Jahren in Argentinien. Ich habe sofort die Botschaft eingeschaltet, aber auch meinen alten Verleger Dr. Fleissner, aber Herrn Posselt, den kannten wir überhaupt nicht. Ich habe ihn erstmal im Dezember 2001 in München kennen gelernt, als Emilie Posthum von den Sudetendeutschen ausgezeichnet worden war. Er überreichte mir eine Kristallvase, die mir nach der Veranstaltung wieder weggenommen wurde mit der Ausrede, man wolle sie behalten. 

Mit der Sudetendeutschen Gesellschaft habe ich gar keine Verbindung. Wie kam Emilie nach Waldkraiburg? Weil ich die Beerdigung zusammen mit meinem Mann gezahlt habe. Für das Grab in Naturstein, schlicht und einfach habe ich 5000 Euro bezahlt, plus andere Spesen wie Blumen, Kirche. . . Das wollte ich ja niemals erwähnen, aber by the way , sehr geehrter Herr Posselt, wenn Sie nächstes Mal interviewt werden, bitte präsentieren Sie ein anderes speech, das sich der Realität auch  nähert. Ich bin eine leidenschaftliche Verfechterin der Wahrheit und halte kein Blatt vor dem Mund, wenn es um Rechte, Wahrheit, Frieden, Demokratie aber auch Moral geht.

Montag, 26. November 2018

Gegen das Vergessen unbesungener Helden - Emilie und Oskar Schindler. Misceláneas sobre tres conferencias en Kusel


26.11.2018
Kategorie: Geschichte, Startseite 
Von: Josefine Katins, Anja Kaindl/eingestellt von S. Jaqui

„Gegen das Vergessen unbesungener Helden – Emilie und Oskar Schindler“


„Ich hatte mir ein Zeitzeugengespräch immer ganz anders vorgestellt: Eine alte Person sitzt vor den Zuhörern und erzählt bedächtig und leise von längst vergangenen Zeiten. Umso überraschter war ich von der herzlichen und offenen Frau Professor Erika Rosenberg, die mit Hingabe, Aufgeschlossenheit und mit angemessenem Humor ihr Publikum mit auf eine Reise in die Zeit des Nationalsozialismus nahm. Bei ihren Ausführungen standen Oskar und Emilie Schindler im Mittelpunkt und nicht sie selbst. Immer wieder forderte sie ihre Zuhörer dazu auf, nachzufragen, was aufgrund ihrer sympathischen Art gerne in Anspruch genommen wurde. An den Vortrag anschließend gab es Raum für Gespräche und Gedanken, was zumindest mich die Veranstaltung mit einem guten Gefühl verlassen ließ.“
Josefine Katins
Frau Professor Erika Rosenberg, eine Zeitzeugin der zweiten Generation, hielt am Montag, 22.10.2018 sowie am Dienstag, 23.10.2018 drei Vorträge an unserer Schule und vermittelte unseren Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 12 und 13 sowie auch in der Abendveranstaltung einem öffentlichen Publikum einen Einblick in das Leben und Wirken von Emilie und Oskar Schindler.
Sie selbst wurde als Tochter deutscher Juden in Buenos Aires geboren, wo sie 1990 Emilie Schindler kennenlernte, mit der sie bis zu deren Tod 2001 eine innige Freundschaft verband.
Mit anschaulichem Bildmaterial und gestützt auf Auszüge aus ihrer Biografie „Ich- Emilie Schindler“ informierte Frau Professor Rosenberg ihre Zuhörer über die Herkunft und Beziehung der Schindlers, sowie deren Handeln in der Zeit des Nationalsozialismus, mit dem sie 1200 Menschen vor der Gaskammer retteten.
Oskar Schindler, ein deutscher Unternehmer und NSDAP-Mitglied, errichtete nach dem Einmarsch der Deutschen in Polen in Krakau eine Emaillewaren-Fabrik, in der er jüdische Zwangsarbeiter aus dem Arbeitslager in Plaszow beschäftigte.
Die Schikanen, denen die Juden im Arbeitslager Plaszow ausgesetzt waren, wurden insbesondere an der Person des dortigen Lagerkommandanten Amon Goeth illustriert. Bei den Schilderungen seines willkürlichen Mordens, wie zum Beispiel seiner morgendlichen Schießübungen auf die jüdischen Häftlinge, war insbesondere bei den Schülerinnen und Schülern eine tiefe Betroffenheit zu erkennen.
Was passiert mit einem Menschen wie Amon Goeth nach dem Krieg? Diese Frage wurde in allen drei Vorträgen gestellt. Frau Professor Rosenberg informierte ihre Zuhörer über die Rattenlinie, die Fluchtroute führender NS-Verbrecher nach dem II. Weltkrieg und den letztlich gescheiterten Fluchtversuch Amon Goeths.
Nachdem im August 1944 in Berlin der Beschluss gefasst wurde, das Arbeitslager in Plaszow zu schließen und alle Häftlinge nach Auschwitz geschickt werden sollten, nutzte Oskar Schindler seine Kontakte, um eine Rüstungsfabrik in Brünnlitz in Tschechien zu erwerben, um seine Arbeiter dorthin umzusiedeln und sie somit vor dem Konzentrationslager zu retten. Dabei entstand Schindlers Liste.
Knapp 50 Jahre später verwendete Steven Spielberg diese als Titel für seinen Spielfilm, durch den Oskar Schindler international bekannt wurde.
Was aber war mit Emilie Schindler, die in Spielbergs Film weitgehend unberücksichtigt bleibt? Als Biografin und Nachlassverwalterin der Schindlers ist es Frau Rosenberg ein Anliegen, in ihren Vorträgen das Verhältnis von Fiktion und Realität in dem Film „Schindlers Liste“ klar herauszustellen und insbesondere auch die bedeutende Rolle Emilie Schindlers bei der Rettung der Juden aufzuzeigen.
Vom Fachbereich Geschichte möchten wir uns bei Frau Professor Rosenberg bedanken, die mit ihrer freundlichen Art in sehr ansprechender Weise unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur einen Einblick in das Leben und Wirken der Schindlers vermittelt hat, sondern in ihren Vorträgen auch zum Nachdenken anregte.

Sonntag, 25. November 2018

EinigeTage aus dem Gefecht. Meine Geschichte in Trier. Un par de días fuera de combate.. Mi historia en Treveris.

Sonntag, 25.11.18 und  letzter des Monats. Genau 17.12 Uhr und seit gestern Abend wieder in München, unsere zweite Heimatstadt. Ich sitze am Laptop, schreibe an meinem neuen Buch und genieße  einfach ZU LEBEN. Manche werden sich fragen, leben ist  einfach selbstverständlich, logisch. Nein, meine lieben  Leser,ganz und gar nicht. Ich erzähle, was mir in den letzten Tagen passiert ist.

Als ich mit den Veranstaltungen in Nürtingen fertig war, fuhren wir mit dem ersten Zug nach Trier. Vielmals mussten wir umsteigen. Ich gebe es zu, es war geographisch sehr ungelegen und heute sehe ich meinen großen Fehler, die Veranstaltung an der Uni in Trier vor einem Jahr akzeptiert zu haben. Ich sollte einmal lernen auch "nein" sagen zu können. Manchmal ist es viel mehr mit Fahrerei und Zeitverlust verbunden als man finanzielle Profite hinter her hat. Nein, das tue ich bestimmt nicht mehr, das schwöre ich mir!

Wir kamen in Trier an und nach dem Abendessen, blieb nichts anderes als ins Bett zu gehen, denn es war ein sehr langer Tag gewesen mit drei Veranstaltungen, mit der Hetze der Bahn mit Verspätungen, mit dem Streß der letzten Monate. Gegen 22 Uhr fing ich an zu zittern, Schüttelfrost, hohes Fieber, Übelkeit. Ich dachte, ich versuche einzuschlafen, der Schlaf tut immer gut und ist auch erholsam. . . Ich hielt so lange aus bis mein Körper zum erstenmal zu mir sagte: Nein, Erika, diesmal schaffst du es nicht alleine, suche nach Hilfe! Ich spürte, wie ich immer mehr zitterte, sogar klapperten die Zähne. Ich schaute auf die Uhr 2Uhr morgens und das Übel ging ja nicht weg, im Gegenteil  verschlimmerte sich. Mit meiner letzten Kraft griff ich nach meinem dt. Handy und rief  den Notarzt an. Die Stimme auf der anderen Seite fragte mich  nach meinem Befinden, und dann ich sollte eine andere Nummer wählen. Nein, erwiderte ich, das schaffe ich nicht, verbinde Sie mich bitte, tun Sie mir den Gefallen, helfen Sie mir... Die Stimme antwortete, es ginge in Ordnung, dann eine andere Stimme erkundigte sich nach  der Anschrift des Hotels, wo wir uns aufhielten. Der Notarzt würde kommen. Der arme José verfolgte das Gespräch ohne viel zu verstehen. Er selbst war auch fassungslos, weil er mir nicht helfen konnte. Ich sagte ihm, er sollte sich schnell anziehen und runter gehen, das Hotel hatte kein Nachtportier und jemand sollte dem Arzt die Tür aufsperren.

Nach  einer Weile, ich weiß es nicht wie lange, kam José wieder hoch mit dem Arzt. Er untersuchte mich, ich erzählte ihm von der Blasenentzündung, die ich schon seit Tagen hatte .   Er maß Fieber 40 Grad, Blutdruck, Pulsschlag  hoch, Übelkeit.  Der nächste Schritt : Krankenwagen, Krankenhaus. Alles geschieh dann sehr schnell wie im Rausch. José war mit, er wollte mich nicht alleine lassen, aber wie kann er sich dann auch verständigen ohne mich. Und ich war auch nicht in der Lage viel zu sagen.

Liebe Leser, liebe Freunde, ich sah wirklich schwarz vor meinen Augen, alles düster, schrecklich. Trier, eine Stadt aus der Römerzeit , so schön, wo wir immer wieder so gerne sind,wurde uns plötzlich zu einer  Falle, in der wir gefangen wurden. Weg von zu Hause, weg von München, von alles. Ich versuchte nüchtern zu denken,  aber unmöglich ,durch das Fieber war ich wie im Rausch. Wenn man mich fragt, ob ich Angst hatte, nein, nicht um mich, sondern um den schutzlosen und unbeholfenen José.

Die Ärzte, Schwester und Pfleger waren alle super nett und alle haben mir das Gefühl gegeben, ich sei bestens untergebracht. 

Das Schlimmste habe ich schon hinter mir, jetzt muss ich noch die ganze Woche Antibiotikum einnehmen. Es war wie ein Alptraum aber der starke Wille, aus der Hölle heraus zu wollen und  dagegen zu kämpfen hat mir eine neue bis jetzt unbekannte Seite von mir gezeigt. Ich fürchte mich nicht vor dem Tod.

Nun kann ich mit meiner Arbeit, meinen Projekten , mit meinem Leben fortschreiten. Ich bewundere José sehr, der mich in solcher miserablen Situation so sehr unterstützte halt wie er konnte, der mir beistand wie immer. 

Auf diesem Wege möchte ich mich bei allen Freunden und Bekannten, die mich angerufen haben, diejenigen, die auch geschrieben haben. Es tut einem immer gut zu wissen, die anderen haben uns gerne. Das hilft aus einer Hölle herauszukommen einfach zu wissen, man ist nicht allein.

Aus dem Tagebuch einer Autorin, die zwischen den Welten pendelt.

Montag, 19. November 2018

Ausgezeichneter Zeitungsartikel. Excelente Art. de prensa

Montag, 19.November2018 SLZ3-1 Seite 11 LOKALES


Ein Lichtpfad im Holocaust
Unter der Überschrift „Ein
Lichtpfad im Holocaust“
erzählte Erika Rosenberg
die Geschichte des Ehe￾paars Emilie und Oskar
Schindler, sowie des Diplo￾maten Carl Lutz.
Von Jana Henn
Bad Salzungen – Professor Erika Ro￾senberg konnte erneut in Bad Sal￾zungen begrüßt werden. Sie ist mitt￾lerweile ein regelmäßiger und immer
wieder gern gesehener Gast. Auch für
die Schriftstellerin und Schindler￾Biografin selbst ist der Besuch in Bad
Salzungen eine große Freude. Sie
sagt: „Ich fühle mich wie zu Hause,
auch aufgrund der vielen lieben
Menschen, die mich hier schon
lange begleiten.“
Zwei Tage lang arbeitete sie inten￾siv mit Schülerinnen und Schülern
des Dr.-Sulzberger-Gymnasiums in
Bad Salzungen. Als Abschluss hatte
der 1. TSV Bad Salzungen und das Se￾niorenbüro Wartburgkreis in die Au￾la des Gymnasiums eingeladen.
Unter der Überschrift „Ein
Lichtpfad im Holocaust“ erzählt sie
die Geschichte des Ehepaars Emilie
und Oskar Schindler, sowie des Di￾plomaten Carl Lutz. Die Schindlers
betrieben mehrere Fabriken im pol￾nischen Krakau und zuletzt im tsche￾chischen Brünnlitz. Sie verpflichte￾ten jüdische Arbeiter und schenkten
ihnen damit Sicherheit. „Das war
nicht eine Tat an einem Tag. Sie ha￾ben 2000 Tage lang geholfen und da￾bei ihr eigenes Geld investiert. Das
nennt man Zivilcourage.“, sagt die
Biografin. Oskar Schindler wurde mit
einem Film unter der Regie von Ste￾phen Spielberg ein Denkmal gesetzt.
Emilie Schindler war aber ebenso be￾teiligt an der Rettung der Juden und
ihr wird Anerkennung nicht in glei￾chem Maß zuteil.
Stephen Spielberg hat ihre Leis￾tung im Film unberücksichtigt gelas￾sen. Und so betont Erika Rosenberg:
„Ich möchte diesen Film entmystifi￾zieren.“ Carl Lutz war Diplomat in
der Schweizer Legation in Budapest.
Er stellte für 63000 Juden gefälschte
Schutzbriefe und Kollektivpässe aus,
um die Ausreise nach Palästina zu er￾möglichen. Zum Schutz dieser Men￾schen beherbergte er sie auch im le￾gendären Glashaus und in weiteren
Schutzhäusern in Budapest. Leider
blieb ihm nach dem Krieg die Aner￾kennung verwehrt, die er verdient
hätte. Vielmehr musste er sich in sei￾nem Heimatland dafür rechtfertigen
und wurde wegen Kompetenzüber￾schreitung verurteilt. Bis heute ist er
nicht rehabilitiert.
Möglicherweise sind sich Carl Lutz
und Oskar Schindler 1943 in Buda￾pest begegnet. Die unbesungenen
Helden Emilie und Oskar Schindler
sowie Carl Lutz eint aber eins. Sie ha￾ben sich mit Mut und Tapferkeit in
der dunklen Zeit des Holocaust für
ihre jüdischen Mitmenschen einge￾setzt, ohne an sich selbst zu denken.
Im Talmund heißt es: „Wer auch nur
ein Leben rettet, der rettet die ganze
Welt.“ Und das haben alle drei Perso￾nen tausendfach getan. Nach dem
Vortrag führte Erika Rosenberg durch
die Ausstellung in der Aula des Gym￾nasiums. Sie ist die weltweit umfang￾reichste Ausstellung zur Geschichte
des Ehepaars Schindler und über Carl
Lutz. Der ehemalige Gymnasialleh￾rer Burkhard Durner, der schon viele
Jahre mit Erika Rosenberg und ihrem
Mann Jose befreundet ist, würde sich
freuen, wenn auch andere Schulen,
Vereine oder interessierte Personen￾gruppen das Angebot nutzen wür￾den. Eine Führung durch die Ausstel￾lung ist nach Anmeldung bei der
Schulleitung möglich. Die vielen Ta￾feln beinhalten u.a. eine Kopie der
legendären Schindlers Liste, ein
Schreiben des ehemaligen amerika￾nischen Präsidenten Bill Clinton an
Emilie Schindler und Papiere ihrer
Ausreise nach Argentinien. Gezeigt
wird die Geschichte hinter dem Film.
Ebenfalls zu sehen sind Bilder von
Carl Lutz und Zeichnungen und Be￾schreibungen der Zustände im Glas￾haus sowie ein Schutzpass seiner spä-
teren Stieftochter Agnes Hirschi. Mit
der Ausstellung bleibt die Leistung
der Schindlers und von Carl Lutz als
fotografisches Gedächtnis erhalten.
Ein literarisches Denkmal hat Erika
Rosenberg diesen Helden bereits mit
den Autobiografien von Emilie und
Oskar Schindler und mit dem Buch
über Carl Lutz „Das Glashaus“ ge￾setzt.
Während Erika Rosenberg noch im
Gespräch mit den Gästen ist, bleibt
die letzte Folie ihrer Powerpoint-Prä-
sentation wie ein Mahnmal einge￾blendet. Darauf steht: „Nie wieder
Krrieg! Für Demokratie, Toleranz, Zi￾vilcourage, Menschenrechte.“ Erika
Rosenberg wird sicher wieder den
Weg nach Bad Salzungen finden. Bis
dahin sollte ihr Einsatz für Gerech￾tigkeit und Verständigung unter den
Völkern ein Auftrag an alle sein.
Erika Rosenberg hielt einen Vortrag unter der Überschrift „Ein Lichtpfad im Holocaust“ über die unbesungenen Helden
Emilie und Oskar Schindler sowie Carl Lutz und führte anschließend durch die Ausstellung in der Aula des Dr.-Sulzberger￾Gymnasiums. Fotos (2): Jana Henn
.
Wie die Ratten nach Argentinien kamen
Auf den „Rattenlinien“ ge￾langten zahlreiche Nazi￾Kriegsverbrecher wie Adolf
Eichmann mit Unterstüt￾zung durch Institutionen
der katholischen Kirche
nach Argentinien und an￾deren südamerikanischen
Staaten.
Von Werner Kaiser
Bad Salzungen – An zwei Projektta￾gen am Dr.-Sulzberger-Gymnasium
Bad Salzungen setzten sich Schüler
der 10. und 12. Klassen im Rahmen
des Geschichtsunterrichts mit den
Themen Demokratie, Toleranz und
Zivilcourage sowie Erinnerungskul￾tur auseinander.
40 Gymnasiasten des Geschichts￾kurses der 12. Klassen erlebten die
Historikerin, Autorin und Übersetze￾rin Prof. Erika Band de Rosenberg aus
Argentinien. Ihr Thema an diesem
Vormittag waren die sogenannten
Rattenlinien. Dieser Begriff bezeich￾net ein ganzes System von Fluchthil￾fen für faschistische Führungskräfte.
Vorbereitet wurde das Ganze durch
den kroatischen Franziskanerpater
Krunoslaw Draganovic zunächst für
die von Ante Pavelic geführte, eng
mit Nazideutschland kooperierende
Ustascha, die während der deut￾schen Okkupation ab 1941 in Kroa￾tien bis zu deren Zusammenbruch
ein Terrorregime ausübte.
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges
retteten sich viele Nazigrößen auf
diesen Wegen nach Südamerika.
Amerikanische Zutat
Der Name „Rattenlinien“ (rat li￾nes) war freilich eine Zutat amerika￾nischer Geheimdienstler, als sie sich
das hier versammelte antikommu￾nistische Potenzial zunutze machen
wollten. Darauf ging die Referentin
allerdings nicht weiter ein, da sie die
ohnehin komplizierte Materie nicht
zu sehr überladen wollte.
Die ursprüngliche Bezeichnung
Klosterroute deutete auf frühere,
ebenso schwerwiegende Zusammen￾hänge: Neben dem Internationalen
Roten Kreuz und seinen österrei￾chischen und italienischen Landes￾organisationen machte sich beson￾ders die katholische Kirche um die
Fluchthilfen „verdient“, namentlich
der aus Österreich stammende Bi￾schof Alois Hudal, der in Rom ein
Priesterkolleg leitete. Involviert war
auch der Heilige Stuhl, etwa durch
die Beglaubigung von Personaldoku￾menten.
Bekannte Namen
Erika Rosenberg konnte bekannte
Namen auflisten: Zu den Benutzern
der Rattenlinien gehörten unter an￾derem der SS-Führer Erich Priebke,
der später in Italien verurteilt wurde,
der KZ-Arzt Josef Mengele und der
vom Ehepaar Klarsfeld dingfest ge￾machte ehemalige Gestapochef von
Lyon Klaus Barbie. Eine führende
Rolle spielte das hochdekorierte
Luftwaffenidol Hans-Ulrich Rudel
dem die bundesdeutsche Fußballna￾tionalmannschaft 1978 noch einmal
große Aufmerksamkeit bescherte, als
sie ihn während der Fußball-WM in
Argentinien in ihr Trainingslager
einlud.
Und schließlich Adolf Eichmann,
der Organisator der Todestransporte
nach Auschwitz, der als Ricardo Cle￾ment bei Buenos Aires lebte, dann
vom israelischen Mossad entführt, in
Jerusalem vor Gericht gestellt und
zum Tode verurteilt wurde.
Erika Rosenberg, die unter ande￾rem durch ihre Biografien von Oskar
und Emilie Schindler hervortrat, hat
einen durchaus persönlichen Bezug
zu der Thematik. Ihre jüdischen El￾tern – die Mutter war Ärztin, der Va￾ter Jurist – verließen Deutschland
unter dem Eindruck der 1935 erlasse￾nen Nürnberger Rassengesetze und
erreichten nach abenteuerlicher
Flucht, unter anderem von den USA
abgewiesen, und einem illegalen
Grenzübertritt schließlich Argenti￾nien.
Dort spielten neben italienischen
vor allem deutsche Einwanderer eine
wichtige Rolle und entwickelten gro-
ße Sympathien für die Naziideologie.
Die freundliche Haltung des argenti￾nischen Staates gegenüber Hitler￾deutschland wurde von Letzterem in
den 1930er Jahren durch ein beson￾deres Geschenk gewürdigt: einen in
der Hauptstadt errichteten gewalti￾gen Obelisk.
Unter dem autoritär regierenden
Präsidenten Juan Perón setzte sich
diese argentinische Politik auch
nach der deutschen Niederlage fort.
Aber nicht die persönlichen Erlebnis￾se der Eltern, über die eisern ge￾schwiegen wurde, bestimmten die
Themen von Erika Rosenberg, die
1951 geboren wurde und somit eine
Zeitzeugin der zweiten Generation
ist, sondern ihre wissenschaftliche
und publizistische Arbeit.
Ihr Anliegen ist es, bei der Ausein￾andersetzung mit der eigenen Ge￾schichte die Erinnerungskultur zu
bewahren und zugleich nach Versöh￾nung zu streben.
Die Salzunger Gymnasiasten ver￾folgten den Vortrag mit großer Auf￾merksamkeit und Anteilnahme. In
der anschließenden Aussprache be￾wies vor allem Steven Leimbach, dass
er sich schon länger intensiv mit der
Problematik und überhaupt mit der
deutschen Geschichte auseinander￾gesetzt hatte.
Genutzt wurde der Besuch – Erika
Rosenberg kommt übrigens schon
seit etlichen Jahren regelmäßig in
diese Schule – auch, um etwa sach￾kundige Informationen über das ar￾gentinische Bildungssystem einzu￾holen und es mit den in Deutschland
gebotenen, von demokratischen
Grundsätzen geprägten Möglichkei￾ten zu vergleichen.
Von den Gymnasiasten war es vor allem Steven Leimbach (mit Mikrofon), der die argentinische Professorin Erika Rosen￾berg mit seinen Fragen zuweiteren Auskünften und Positionsbestimmungen anregte. Foto: Werner Kaiser
AmAbend hatte Erika Rosenberg mit den Senioren aufmerksame Zuhörer und in￾teressierte Gesprächspartner.

Veranstaltung und Ausstellungseröffnung über Emilie und Oskar Schindler in der Wirtschaftsschule Deggendorf. Conferencia e inauguracion de la exposicion sobre Emilie y Oskar Schindler en la Escuela de Comercio.de Deggendorf

Der Tag startete heute sehr früh, genau um 5 Uhr morgens. Herr Schneider , Geschichtslehrer in der Wirtschaftsschule wollte un kurz nach 7 Uhr abholen. Die Veranstaltung fand tatsächlich um 8 Uhr an. Sehr interessierte Schüler und Schülerinnen lauschten 90 Minuten meine Ausführungen und stellten zwischendurch viele Fragen..Danach folgte die Führung durch die Ausstellung . Der Schulleiter eröffnet Sie mit einer sehr bewegenden Rede und unerreichte mir einen wunderschönen Blumenstrauß.  Um etwa eine Stunde erklärte ich wieder vor einer Klasse die Thematik an den Tafeln.

Sonntag, 18. November 2018

Interessanter Zeitungsartikel in Bad Salzungen. Art. de prensa en Bad Salzungen


Abendveranstaltung im Dr. Sulzberger Gymnasium Bad Salzungen über Ehepaar Schindler und Carl Lutz. Ultima conferencia de la semana en Bad Salzungen

Wie versprochen berichte ich über die letzte Veranstaltung am Freitagabend in Bad Salzungen über das Ehepaar Schindler und Carl Lutz.

Pünktlich um 18 Uhr  trudelten um die 20 Zuhörer in die große Aula des Gymnasiums ein. Sie wollten nicht nur meinen Vortrag zuhören, sondern auch dass ich eine Führung durch die Ausstellung mache. Die Ausstellung habe ich mit Schülern des Gymnasiums vor 2 Jahren aufgebaut. Es war ein sehr schöner Abend, mit Fragen, Antworten und vielen historischen Fragezeichen und als ich auch informierte, ich recherchiere  intensiv weiter über  ein  noch sehr unbekanntes Kapitel im Leben von Oskar Schindler, wollten alle sofort wissen. Geduld, bitte, meine Herrschaften. Bald  kann ich Näheres  davon berichten!

Gestern Samstag um 9.56 Uhr fuhren wir von Eisenach direkt nach München. Die liebe Sabine Lange hat uns mit dem Auto  nach Eisenach gebracht und mit großer Melancholie verabschiedeten wir uns  von ihr am Bahnsteig mit dem festen Versprechen uns wieder bald zu sehen. Auch Familie Mackensen und Mike Noack, die schon wie zur Familie zu uns gehören!

Dann, nach 4 Stunden Fahrt kamen wir in unsere 2.Heimatstadt: München an. In München-Pasing stiegen wir aus und mit Koffer, Tasche, Flaschen gingen wir zu Rewe zum Einkaufen. Gegen 17.30 Uhr waren wir schon zu Hause. Wie immer ankommen, auspacken, Ordnung schaffen, aufräumen, heute Morgen Wäsche waschen. Banalitäten? Überhaupt nicht, das gehört zum Leben. . . Einmal habe ich von jemand gehört, das sei keine hierarchische Arbeit. Mein Gott, welch ein Blödsinn!!!

Heute Sonntag, ein wunderschöner Münchner sonniger Sonntag aber für  uns sehr kalt und windig. Aus den vielen Fenstern, die wir in der neuen und sehr gemütlichen Wohnung haben, sehe ich  das Grüne im Garten, auch die hohen Tannen mit ihren Ästen, durch die Sonnenstrahlen drängen.  Ein paar Eichhörnchen klettern an  den Baumstamm und wie Akrobaten im Cirkus springen von Ast zu Ast. Der Winter ist da! Kalt  aber sehr schön! Im Radio  habe ich gehört, in den nächsten Tagen  wird es auch schneien und Berge, Wälder, Täler, Dächer werden  ein weißes Kleidchen bekommen. So viel werden wir auch nicht davon bekommen, denn in zwei Wochen fliegen wir nach Hause zurück. Auf uns wartet in Buenos Aires Sommer, viel Arbeit aber auch dort sind die Kinder auch Madame Daphne. . . und so geht es weiter im Leben. Immer viel Action, immer ein Wechsel, immer schöne und angenehme Überraschungen! 

Heute fahren wir nach Deggendorf , wo ich morgen eine Veranstaltung habe und auch eine Ausstellungseröffnung, danach Nürtingen. . .  immer weiter, immer mit dem Zug. Unter Arm meine Aufgaben, meine Berufung: eine Art Botschafterin der Versöhnung und Erinnerung. An Alle einen schönen Sonntag und bis morgen!

 

Freitag, 16. November 2018

Sechs Veranstaltungen im Sulzberger Gymnasium, Bad Salzungen am 15. und 16.11.18. Seis eventos y conferencias en el bachillerato de Bad Salzungen

Freitag, den 16.11, 16.17 Uhr in Bad Salzungen. Hinter mir sechs Veranstaltungen an zwei Tagen. Noch die letzte heute Abend und dann Feierabend, morgen Samstag fahren wir früh nach München zurück. Es war eine sehr "intensive" Woche, es sind intensive Monate. . .

Große Genugtuung nach getanerArbeit: ganz lieber Empfang der Schulleitung und Lehrer, Schüler/innen. Die angeschnittenen Themen: Emilie, Oskar Schindler, Carl Lutz, Erinnerungskultur, Rattenlinie, Nazis in Argentinien.

Herlichen Dank , lieber Herr Schulleiter Mike Noack, liebe Sabine Lange, Burkhard Durner!!!








Dienstag, 13. November 2018

Veranstaltung in dem Karl-Schiller Berufskolleg, Dortmund. Evento en Dortmund

Reichspogromnacht. Neben den Zeitzeugen Erika Rosenberg-Band und Bert Woudstra, die über ihre persönlichen Fluchterfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus berichteten, kamen  Schüler zu Wort, die sehr emotional über ihre Gedanken und Gefühle während ihrer Kursfahrt nach Auschwitz berichteten. Bewegender Abschluss dieses Veranstaltungsteils war der Auftritt des Chores der Jüdischen Gemeinde Dortmund.
Im Vordergrund des zweiten Teils stand die Eröffnung der Ausstellung „Gegen das Vergessen“ durch den Beauftragten für ‚Schule ohne Rassismus’ am Kolleg, Herrn Höffner. Einige Schüler des KSBK hatten beeindruckende Rollup-Plakate zum Themenkreis „Auschwitz“ oder Schaufenster zum Thema „Judentum“ mit regionalen und aktuellen Bezügen gestaltet.
Andere hatten sich auf die Spurensuche begeben und die Lebenswege im Nationalsozialismus ermordeter Dortmunder Bürger jüdischen Glaubens nachgezeichnet.
Mit der anschließenden Workshop-Phase mit einem Comic-Workshop des Künstlers Nils Oskamp zum Thema Antisemitismus sowie einem interreligiösen Abschlussgebet endete der Gedenktag an der Brügmannstraße.
Über der Veranstaltung, die in Zusammenarbeit des KSBK mit dem Jugendring, der Jüdischen Gemeinde Dortmund und dem Multikulturellen Forum stattfand, stand der Appell, eine klare Haltung gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung 

Montag, 12. November 2018

Veranstaltung über Papst Franziskus. "Als ich mit demPapst U-Bahn fuhr". Conferencia sobre el Papa Francisco.



detail - Auslandsbüro Chile



GESPRÄCH
AUSGEBUCHT

„Erika Rosenberg: Als ich mit dem Papst U-Bahn fuhr”

Ein ganz persönlicher Blick auf den Papst: Ob in Rom bei einer Audienz oder beim U-Bahn-Fahren in Buenos Aires: Erika Rosenberg ist Papst Franziskus mehrere Male begegnet.

Veranstaltung über Emilie, Oskar Schindler und Carl Lutz. Die unbesungenen Helden, organisiert in der Sekundarschule J.W. Goethe Ilsenburg. Conferencia en la Escuela Secundaria Goethe de la ciudad de Ilsenburg, en el Harz

Wie ist es schon  Tradition lädt uns jedes Jahr Dr.Stefan Kuechler, Schulleiter an der Sekundarschule J.W. Goethe, Ilsenburg zu  einem Vortrag über die unbesungenen Helden ein. Diesmal ging es um das Leben und Wirken von Emilie /Oskar Schindler und Carl Lutz. 

Tief beeindruckt über die ausgezeichnete Vorbereitung und Vorentlastung der Thematik , was nicht immer der Fall sein sollte, hielt ich den Vortrag. Die Schüler/innen stellten Fragen, nahmen an Diskusionen teil. Es war ein reger Austausch zwischen "Menschen", unabhängig vom Alter, Staatangehörigkeit, Sozialschicht, Religion und vor allem gab es keinen besonderen Status oder Hierarchie. Alle gleich zur Stunde des Gemeinsamdenkens.

Herzlichen Dank, liebe Schüler/innen, lieber Herr Prof. Alf Breitenstein und Herrn Schulleiter Dr. Stefan Kuechler für die große Mühe und die Geschenke.

Jetzt sitzen wir noch im ICE nach München und ich denke darüber nach. Lange werde ich den heutigen Vormittag in Erinnerung behalten. Bis zum nächsten Jahr in Ilsenburg!!!






  

Sonntag, 11. November 2018

Preis für die Maisach Realschule für die Ausstellung aus dem Schindler Nachlass. Premio por la exposición del acervo Emilie y Oskar Schindler


„Vergangenes verstehen – für die Zukunft lernen“

Im Rahmen der historischen und politischen Bildung wurde ein dreiteiliges Projekt an der Realschule Maisach für die gesamte neunte Jahrgangsstufe durchgeführt.
Zunächst hielt Frau Professor Erika Rosenberg einen Vortrag.  Die Zeitzeugin zweiter Generation, die als Tochter deutscher Juden in Buenos Aires, Argentinien, geboren wurde, berichtete über  Oskar und Emilie Schindler, das Ehepaar, das im Dritten Reich mit großem persönlichen Einsatz mehr als 1200 Juden das Leben rettete und durch Spielbergs Film „Schindlers Liste“ in aller Welt bekannt wurde.  Mit Emilie Schindler, die sie 1990 in Argentinien kennenlernen durfte, verband sie bis zu deren Tod eine innige Freundschaft. Sie schrieb Biographien über Oskar und Emilie und ist auch Nachlassverwalterin, was ihr – und damit uns –  den  Zugang auch zu nicht veröffentlichten Quellen ermöglichte. Die Schüler erhielten hier – über den Geschichtsunterricht hinaus – einen vertieften Einblick in die Geschichte des Nationalsozialismus. Zudem regte Frau Rosenberg aber auch Diskussionen an, etwa über Zivilcourage.
Am nächsten Tag durften zwei besonders interessierte Klassen an einem intensiven Projekttag mit Frau Rosenberg teilnehmen: sehr engagiert und zielstrebig erstellten die beiden Klassen an einem Vormittag eine Ausstellung über die Lebensstationen der Familie Schindler. Sie recherchierten selbständig, bearbeiteten die zahlreichen Quellen, die ihnen zur Verfügung gestellt wurden und erstellten eindrucksvolle Plakate, die sie zum Abschluss im Plenum vorstellten.  Die Ausst ellung wurde über mehrere Wochen in der Aula der Schule zur Verfügung gestellt, wo sie zum Beispiel am Elternsprechtag viele interessierte Besucher fand.
Darüber hinaus war es Ziel des Projektes, einen Gegenwartsbezug herzustellen. Aus diesem Grund stellte Felix Benneckenstein, ein Aussteiger aus der Neonazi-Szene, seine Biographie vor, beantwortete Fragen und diskutierte ebenfalls mit der gesamten Jahrgangsstufe über sein Leben, seine Beweggründe, der Neonazi-Szene beizutreten bzw. für seinen Ausstieg aber auch über brandaktuelle  politische Ereignisse.
Die Schülerinnen und Schüler begriffen an diesen Tagen, dass Geschichte nicht nur vergangen ist, sondern auf unser heutiges Leben großen Einfluss hat und es an ihnen ist, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und ihre Zukunft aktiv zu gestalten.


Traducción de la actualización anterior

Reconocimiento y premio por tema "Cultura de la Memoria". Tales galardones son un nutrido alimento para el alma y el corazón. El resto, el resto es historia. Atrás quedan aquellos días de tristeza. Hoy brilla el sol en nuestros corazones. Tanto José como yo estamos muy orgullosos de haber  cultivado tantos  buenos amigos en Alemania, Austria y Suiza y el resto del mundo. He hecho el camino de retorno a Alemania, el camino  de la reconciliación y aquí y ahora me siento tal vez en el mejor momento de mi vida, luego de haber conocido a José, haber tenido a mi querido hijo Eric y de tener una muy pequenia familia, pero muy valiosa. Elevo mi copa por mi esposo Josecito Rosenberg, Dr. Eric Rosenberg, Myriam Cavalieri, Facundo y Matthias Rosenberg. Buen domingo para todos. Y no nos olvidemos de MADAME DAPHNE.

Preisauszeichnung Westfalenkolleg und Droste-Hülshoff-Realschule, Dortmund. Premio en Dortmund : Cultura de la Memoria.

Westfalenkolleg und Droste-Hülshoff-Realschule werden für ihr Engagement in der Erinnerungskultur ausgezeichnet

Professor Erika Band de Rosenberg war bei der Preisübergabe und mehreren Schulen zu Gast.
Professor Erika Band de Rosenberg war bei der Preisübergabe und mehreren Schulen zu Gast.
Von Gerd Wüsthoff
Für ihr Engagement in der Erinnerungsarbeit und den unermüdlichen Einsatz gegen Rassismus, dafür, eine Haltung zu haben und diese auch zu zeigen, haben die Droste-Hülshoff-Realschule und das Westfalenkolleg den schul.inn.do-Award 2018 erhalten. Die Überreichung des Preises, verbunden mit einem Preisgeld von jeweils 1.500 Euro, fand in der Bibliothek der Droste-Hülshoff-Realschule statt. Dr. Wanda Klee, Schulleiterin des Westfalen Kolleg, und Dr. Anja Wieber vom Kolleg und Heike Fortmann-Petersen, Schulleiterin der Realschule, nahmen den Preis von Maria Backhaus-Görges, Vorstand schul.inn.de e.V., entgegen.
Die Projekte „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und „Races“ wurden prämiert
Mit dem Film „Races“, erarbeitet und gedreht durch und mit Schülern im Westfalenkolleg, zeigen die Mitwirkenden die Sorgen, Ängste und Wünsche. Die Akteure verknüpfen diese mit den Epochen deutscher Diskriminierungsgeschichte und den schmerzhaften Erfahrungen von Ausgrenzung und Gewalt. Diesen Erfahrungen setzen die Kolleg-SchülerInnen in dem Film die heilsame menschliche Begegnung entgegen. Der Film „Races“ wird an einem internationalen Filmfestival zu dem Thema Rassismus teilnehmen.
Seit 2007 ist die Droste-Hülshoff-Realschule in der europäischen Jugendinitiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ intensiv engagiert. Eine Initiative, die angesichts des zunehmenden Nationalismus und der daraus resultierenden Problematik von Ausgrenzung und Rassismus, notwendiger denn je ist. Diese Initiative setzt sich für den Respekt der Kulturen und Religionen untereinander ein. Darüber hinaus betreibt das Schulzentrum Kirchlinde in einer Schulformen übergreifenden AG eine ständig wachsende, international weit beachtete Ausstellung „Weil Hannelore Jüdin war“.
Nach einer kurzen Retrospektive der Arbeiten der Preisträger 2018 durch Backhaus-Görges, übergab sie mit Dieter Baier, Vorstand schul.inn.de e.V., die Preistrophäen und die Schecks an die SchulleiterInnen. Im Anschluß folgten kurze Ansprachen zu den preisgekrönten Arbeiten der Schulen von Fortmann-Petersen, Schulleiterin der Realschule, Heinz Höhne, Projektleiter in der Realschule, Klee und Wieber, beide vom Westfalenkolleg.
Familie Rosenberg entkam dem Nazi-Terror und dem Holocaust durch eine Emigration nach Argentinien
Die SchülerInnen des Westfalenkolleg konnten leider nicht anwesend sein, da sie nach ihrem Abschluss am Kolleg, im Sommer 2018, über die verschiedenen Universitätsstandorte in Deutschland verteilt sind. Die Projektteilnehmenden SchülerInnen, vorwiegend aus der Realschule, konnten jedoch teilnehmen, wie auch einige ehemalige SchülerInnen anwesend waren. Ebenso war Erika Rosenberg-Band, geboren 1951, bei der Preisübergabe anwesend.
Rosenberg, eine Historikerin, Autorin und Professorin aus Argentinien, ist Tochter deutscher, jüdischer Emigranten. Ihre Eltern konnten dem Holocaust entkommen und emigrierten nach Argentinien, weil dort schon relativ viele Deutsche jüdischen Glaubens lebten. Rosenberg hat eine Biographie über Emilia Schindler geschrieben, die in weiten Teilen der Erzählung von Steven Spielberg in seiner Verfilmung „Schindlers Liste“ widerspricht.
„Die Erzählung des Films ist typisch Hollywood, zu platt, zu stereotyp und damit verfälschend“, sagt Rosenberg enttäuscht. „Emilia wird falsch dargestellt, wie auch ihr Anteil am Werk ihres Mannes zu kurz kommt.“ Rosenberg berichtet in dem Gespräch nach der Verleihung über ihre Arbeit als Historikerin und im speziellen ihre historischen Forschungen zur Shoa. „Es hat schon zuvor, 1967, ein Projekt in Hollywood gegeben, „To the last Hour“, mit Romy Schneider und Richard Burton in den Hauptrollen“, erklärt Rosenberg. „Aber damals konnte man in Hollywood noch keinen Film mit einem ,guten Deutschen‘ machen. Das Projekt schlief ein.“
Professor Rosenberg gab hintergründige, zum Teil verstörende und erhellende Einblicke
Rosenberg konnte noch einiges erhellendes, und für das Projekt der AG im Schulzentrum Kirchlinde, wichtiges den im Projekt involvierten Lehrern mitteilen. „Oskar und Emilia Schindler hatten eine Verbindung mit Admiral Canaris“, teilte Rosenberg den erstaunten LehrerInnen mit. „Im Filmabspann heißt es, die Schindlers hätten sich scheiden lassen, was nicht stimmt. Denn Emilia war gemeinsam mit ihrem Mann nach Argentinien gegangen. Das war nur möglich, weil sie als nach 1945 Staatenlose, von Israel 1947 Papiere bekommen hatten.“
Die Überraschungen, die Rosenberg weiter mitteilte, bezogen sich auf die Kenntnisse der Alliierten über die Konzentrationslager, die erhaltenen und nicht beachteten Warnungen des Jüdischen Weltkongress, und dass die Briten genau wussten wer sich auf den Schiffen in der Lübecker Bucht befand. „Sie haben wissentlich die KZ-Insassen, die auf der Cap Arcona, der Thielbeck und der Athen unter unmenschlichen Bedingungen zusammengepfercht worden waren, bombardiert“, berichtete Rosenberg mit eigenem Entsetzen.
Das erste Kriegsziel der Alliierten war es, das Nazi-Regime, beziehungsweise Nazi-Deutschland militärisch zu besiegen. Dabei waren keine anderen Kriegsziele beachtet worden. So auch die Befreiung der KZ Insassen, vorwiegend Menschen jüdischen Glaubens, oder die Verhinderung der Transporte in die Vernichtungslager. Eine zutiefst verstörende Erkenntnis, die aufzeigt wie weit Rassismus und Antisemitismus in der Welt grassierten, grassieren, und Handlungen und Entscheidungen beeinflussten und leider auch heute noch allzu oft beeinflussen.
Arbeitsstelle „Zukunft braucht Erinnerung“ des Jugendrings Dortmund organisierte Zeitzeugengespräche
Bert Woudstra berichtete unter anderem im Polizeipräsidium, und im Käthe-Kollwitz- Gymnasium von seinen Erfahrungen.
Bert Woudstra berichtete unter anderem in Dorstfeld, im Polizeipräsidium, und im Käthe-Kollwitz- Gymnasium von seinen Erfahrungen.
Erika Rosenberg war nicht der einzige Gast, der auf Einladung der Arbeitsstelle „Zukunft braucht Erinnerung“ des Jugendrings in Dortmund, um Zeitzeugengespräche in Schulen zu machen. Bert Woudstra wurde am 19. Februar 1932 als Sohn jüdischer Eltern in Enschede geboren. Der heute 86jährige überlebte den Krieg nur, weil er mit seiner Mutter und seinem Bruder untertauchen konnte. Seinem Bruder gelang die Flucht nach England. Sein Vater wurde ermordet.
Am 14.9.1941 sah er ihn zum letzten Mal. 13 Türen öffneten sich zwischen 1940 und 1945 für ihn und seine Familie. Bert Woudstra erzählt sehr eindrücklich von seinen Erfahrungen und Erlebnissen im Versteck und schlägt auch einen Bogen in die heutige Zeit. Bert Woudstra berichtete unter anderem im Polizeipräsidium, und im Käthe-Kollwitz- Gymnasium von seinen Erfahrungen. Er war zudem bei den Holocaust-Gedenkfeiern in Dorstfeld und am Platz der Alten Synagoge dabei.
Rosenberg berichtete den SchülerInnen des 9. Jahrgangs der Droste-Hülshoff-Realschule sowie in der Gesamtschule Gartenstadt über ihre Freundschaft zu Emilie Schindler. Gemeinsam mit BotschafterInnen der Erinnerung und dem Regisseur Cem Arslan gestaltet Erika Rosenberg zudem am Paul-Ehrlich-Berufskolleg den Projekttag „Zukunft braucht Erinnerung“. Nach einem Vortrag über das Ehepaar Schindler präsentierte der Jugendring seinen preisgekrönten Film „HOPE“.