Mittwoch, 17. Oktober 2018

Tolles Projekt mit 270 Schüler und Schülerinnen in der Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Hollabrunn über Emilie und Oskar Schindler. Excelente proyecto en la Escuela Superior de Comercio en Hollabrunn, Austria

Die Bahnfahrt von Cham über Regensburg nach Hollabrunn in Österreich war lang und anstrengend aber zum Glück kamen wir relativ pünktlich dort an. Etwas verspätet aber zeitlich. Der Tag begann heute wieder sehr früh aber die ganze Mühe hat sich im wahren Sinne des Wortes gelohnt.  270 Schüler und Schülerinnen warteten in der riesigen Turnhalle..Alle sehr gut vorbereitet  mit Blick und Kuli









zum Aufschreiben der wichtigsten Punkte meiner Ausführungen, um.danach anhand der Dokumentation aus dem Schlinder Nachlass die Ausstellung aufzubauen.  Und es hat alles wunderbar funktioniert.  Herzlichen Dank und Hut ab an die Organisatoren und Teilnehmern. Alle haben beigetragen, dass der Vormittag wie im Nu verging. Nach den Begrüssungswortern von Herrn Leopold Meyer, Schulleiter, und danach von Fr.Cornelia Künstler machten wir uns an die Arbeit . Auch meinen herzlichsten Dank an Herrn Mag..Alex Thomasitz, der seit Monaten mit mir in Kontakt war wegen der Organisation des Projekttages. Er hat mir sogar die Fahrkarten per Post zugeschickt!!! 8hne seine Bemühung wäre das Ganze nicht so gut verlaufen.

Herzlichen Dank auch für die schönen Geschenke: Mozartkugeln und eine wunderschöne Orchidee!🌹

Dienstag, 16. Oktober 2018

Ausgezeichnete Veranstaltung in Mädchen Realschule In Cham..Excelente conferencia en la ESC.. de Srtas. de la Ciudad de Cham en El Alto Palatino en Baviera..Great lecture at a College in Cham.

Am Bahnsteig in Cham wartete die l7ebe Frau Hecht, Geschichtslehrerin an der Mädchen Realschule in Cham . Wir kennen uns schon seit einigen Jahren und sie uns schon sehr vertraut. Cham zu sagen bedeutet für mich sofort an sie und ihre Schule zu denken. Als wir in den großen Raum reinkamen, sassen schon die Schülerinnen dort. Um die 150 insgesamt! 

Nach den Begrüssungswortern von Herrn Stellvertreter Schulleiter Herr Dickmann fing ich mit meinen Ausführungen über Emilie und Oskar Schindler an.

Ich merkte wie immer mehr fragende Augen auf mich blickten und viele auch wagten sogar Fragen zu stellen. Es war wieder mal ein sehr bereichernder Vormittag, an dem ich wieder Hoffnung hatte, dass ausgerechnet diese Jugend eine bessere Welt machen.

Montag, 15. Oktober 2018

Vortrag in der Swiss International School , Regensburg. Conferencia en la Escuela Internacional Suiza de Regensburg

In der gemütlichen Bibliothek der Swiss International School herrschte heute Morgen eine tolle Stimmung. Kinder  drei Klassen spielten , lasen Bücher da. Es war wirklich sehr gemütlich in dem großen und hellen Raum, wo viele interessante Bücher in Deutsch und Englisch warten ausgeliehen zu werden. Viele Flaggen aus Ländern der ganzen Welt hingen von Wand runter. 

Kurz vor 8.30 Uhr  gingen die kleinen und kamen die großen. Um die 20 Schüler/innen nahmen Platz und bereiteten sich meine Ausführungen über die unbesungenen Helden, über den 1. und  2. Weltkrieg,über die K und K Monarchie, über den Nationalsozialismus. . . Sie  horchten konzentriert, stellten auch Fragen, lasen die Texte  in den Folien der PPS. 

100 Jahre Geschichte in 2 Unterrichtseinheiten und sogar gut angekommen! Herzlichen Dank für das Geschenk des Rotweines! Und vielleicht bis auf ein baldiges Wiedersehen.





Samstag, 13. Oktober 2018

Besichtigung von den Gedenkstätten Mauthausen und Gusen in Sankt Georg. Visita a Mauthausen y Gusen


Es waren zwei sehr intensive Tage. Am Freitag fand eine Tagung im Katholischen Bildungswerk Salzburg über Erinnerungskultur von 16 Uhr bis 21.30Uhr statt. Gestern sind wir schon am frühen Morgen mit 25 Teilnehmern nach Mauthausen mit einem Exkursionsbus gefahren. Hochinteressante die Fahrt, aufschlussreich aber auch  traurig. Denn  durch diese Wege der Elend, Gewalt, Leiden zu transitieren, erschüttert einen bis zum Kern. Das sage ich nicht nur als Jüdin, wenn ich auch in dieser Hinsicht vollbetroffen bin, denn meine Familienangehörige sind alle in KZs umgekommen. Das sage ich  einfach als Mensch. So viel Leiden, so viel  Horrortaten in dieser Welt, nicht nur Holocaust in dem Sinne, des jüdischen Volkes,sondern wieviele Völkermorde wurden in der Geschichte verübt? Eine ganze Menge und hier geht es nicht um Relativieren: Leiden ist Leiden.

Die Besichtigung des Lagers Mauthausen mit seiner Kategorie 3 hat mich  wieder mal sehr erschüttert. Schon von außen sieht die Festung aus, wie ein Ort der Vernichtung aus, und so war es auch. Wieviele Menschen haben hier hart gearbeitet, wurden gefoltert, ermordet? Quasi  kann man sagen aus allen Ecken Europas: vor Franco fliehende Spanier, Italiener, Franzosen, Deutsch-Juden, Sozialdemokraten, Tschechen, Polen, Russen. . . . 

Als ich dadurch lief, dachte ich immer wieder, ich gehe hinter "ihren Schritten" 78 Jahren danach und noch heute spüre ich im Innern ihr Leiden. Daher ist meine große Aufgabe im Leben weiterhin Bücher zu schreiben über unbesungene Helden. Menschen, die alles riskiert haben, um Unterdrückten und Leidenden zu helfen. Tapfere und mutige Menschen, die alles wagten und die sich nicht unter Vorschriften decken wollten. Menschen, die immer wieder einen Ausweg gefunden haben, Mensch zu sein.

Nach Mauthausen kam Gusen 1 und 2, Bergkristal. Ein Kapitel für sich, worüberich  nächstes Mal berichtet. Jetzt  fährt unser Zug nach Regensburg ab und den müssen wir erreichen. Dort wartet auf mich weiter hin  meine Lebensaufgabe. . .


Freitag, 12. Oktober 2018

Seminar zum Thema "Erinnerungskultur" in Salzburg organisiert von dem Katholischen Bildungswerk. Seminario sobre la Cultura dela Memoria organizado por laAccion Católica de Salzburgo en Austria.

Freitag, 23 Uhr im Hotel "Elefant" in Salzburg. Es war ein sehr langer Tag. Einreise von München in Salzburg um 13Uhr. Der Salzburger Hauptbahnhof war brechenvoll. Am Bahnsteig wartete auf uns Dr. Andreas Weiß von dem Katholischen Bildungswerk der zusammen mit Direktor Andreas Gutenthaler  die Tagungen hier in Salzburg über das Thema "Erinnerungskultur oder Schlussstrich" organisierte.  Zwei andere Referenten und Experten waren auch eingeladen, Prof. Dr. Roland Cerny und  Mag. Benedikt Löw. Hochinteresante Ausführungen und Perspektiven wurden vorgetragen. Ein sehr interessiertes Publikum lauschte, stellte Fragen, erwiderte.  Das Seminar fing um 16 Uhr an und kurz nach 21.30 Uhr endete.Morgen geht es weiter mit einer Exkursion nach Mauthausen.









Mittwoch, 10. Oktober 2018

Frankfurter Buchmesse 2018. Feria del Libro de Frankfurt. Book Fair

Die Frankfurter Buchmesse ist ein großes Anliegen für alle Schriftsteller und auf der Messe mit Terminen zu sein auch ein Erlebnis. Dort trifft man die Welt. Man sagt, man  geht hin  um zu sehen und gesehen zu werden. Aber das ist nicht der Grund, warum wir jahrein jahraus auf der Messe präsent sind.

Es ist nun mehr  eine innere Genugtuung einige Stunden Kontakt aufzunehmen mit der Buchwelt, mit Verlegern und Verlagen aus allen geographischen Ecken, mit Autoren aller Coleur, Literaturagenten, internationaler Presse. 

In diesem Jahr 2018 ist Gastland Georgien. Aber auch sehr interessante Publikationen bei Planeta und Alfaguara, zwei erstrangige spanischen Verlage, die auch in Argentinien vertreten sind und publizieren Werke von argentinischen Autoren. 

Viele amerikanische Autoren mit ihren Bestsellern. Mir fällt immer wieder sehr auf, dass die Amerikaner ihre Werke auch  in andere Sprachen übersetzen lassen, kaufen aber niemals Lizenzen von ausländischen Verlagen.




Oskar Schindler, ein stiller und unbesungener Held, der zusammen mit seiner Frau Emilie das Leben von 1200Juden vor dem sicheren Tod in den Gaskammer rettete. Recordando a Oskar Schindler quien salvara la vida de 1200 judíos de las cámaras de gas nazis.

Wer erinnert sich heute noch an Oskar und Emilie Schindler? Wer denkt heute gerne an die Vergangenheit, an die Geschichte, an stille und unbesungene Helden, die sich in trostlosen, dunklen Zeiten mutig und zivilcouragiert einsetzten um andere zu retten? Ist es Undankbarkeit oder einfach Belanglosigkeit, Egoismus was uns Menschen heute treibt, so zu handeln? Gute Frage! Aber diese Frage stelle ich mir immer wieder. Tag für Tag! Vor allem, wenn ich mich umsehe, wie die Welt sich gewandelt hat.

Ich  bin nicht eine, die gern sagt: Früher war alles viel besser. Nein, ganz im Gegenteil. Immer hat die Menschheit Auf und Abs gehabt. Überall Kriege, Vernichtung, sei es in vorigen Jahrhunderten, aber auch in modernen Zeiten. Aber irgendwie  , was heute geschieht, geht manchmal schon zu weit. Die meisten Menschen leben in den Tag hinein, ohne sich viel um die Vergangenheit oder Zukunft zu kümmern und eben, das Leben ist ALLES. . . und wenn man nicht weiß, woher man kommt, weiß man auch nicht wohin man geht und wenn man auch keine Vorbilder hat, was dann???

Mit diesen Gedanken beschäftigte ich mich sehr auch gestern, als ich einen Vortrag an einer Realschule hielt. Gestern war auch ein besonderer Tag, denn genau vor 44 Jahren ist Oskar Schindler mit kaum 66 Jahren in Hildesheim gestorben. Über sein Leben in den letzten Jahren in Deutschland wusste Emilie nicht viel zu berichten. Nur dass er  noch einige Monate vor seinem Tod schrieb ihr einen Brief und versprach ihr nach Argentinien zurückzukehren. Daher als er am 9.10.1974  starb und die letzte Geliebte von Oskar, Annemarie Staher zusammen mit ihrem Gatten Dr. Staher   Emilie nicht von Oskars Tod informierten, verstand sie nichts . Die Witwe erfuhr es zufällig in einer argentinischen Zeitung. Dubiöse Geschichten hätte mein alter Verleger Dr. Herbert Fleissner gesagt und noch dazu. . . "Erika du "musst" noch drüber recherchieren!"

Und das habe ich weiterhin gemacht, und das mache ich heute noch. Als 1999 der berühmte Schindlers Koffer mit fast 10000 Dokumenten in einem Versteck der Wohnung der Familie Staher auftauchte, war wieder eine Pressesensation in der Welt. Emilie, als einzige Erbin von Oskar, wollte das Erbstück belegen, aber es wurde ihr verweigert. Einmal mit dem Argument, der Koffer gehöre ihr NICHT, einmal mit dem Argument Schindler schenkte Annemarie Staher den Koffer vor seinem Tod, einmal mit dem Argument Emilie und Oskar seien geschieden.  Weder noch!

Der Koffer, nachdem die Stuttgarter Zeitung 13  Folgen der Geschichte herausbrachte, wurde von den Stahers nach Yad Vashem als "Geschenk" geschickt. Es gibt keine Unterlagen, es gibt kein Testament von Oskar. Er hat kein Testament erlassen. Und ein Brief von Annemarie an einen Überlebenden beweist, dass sie den Koffer nach Oskars Tod aus seiner Wohnung in Frankfurt am Main heimlich heraus geholt hatte. . .

Kein Museum hat die vielen Auszeichnungen von Oskar, Yad Vashem stellt die Dokumentation aus dem Koffer nicht aus. Nirgendwo steht, dass Oskar sich  gewünscht hatte in Jerusalem bestattet zu werden. Ja, ja viele Fragen und keine richtige oder vernünftige Antwort. Ich recherchiere weiter, weiter und habe auch Yad Vashem  verklagt. Vielleicht, der liebe Oskar und die liebe Emilie, von da, wo sie sind, werden für Gerechtigkeit sorgen. . .