Freitag, 8. März 2019

Ausgezeichnetes Interview durchgeführt von dem renommierten Argentinischen Tageblatt. Excelente entrevista realizada por el Tageblatt

Buenos Aires (AT) - Es gibt wohl keinen
anderen Film, der den Holocaust so intensiv
darstellt, wie Steven Spielbergs „Schindlers
Liste“. 1200 jüdische KZ-Häftlinge be￾wahrten der deutsche Unternehmer Oskar
Schindler und seine Frau Emilie während der
NS-Diktatur mit ihren Listen vor dem Tod.
Der Film wurde 1994 in Hollywood als bes￾ter Film ausgezeichnet. Deutschlandpremie￾re war am 1. März 1994, in Argentinien am
24. Februar. In diesem Jahr wird Spielbergs
Holocaust-Film 25 Jahre alt. Mit dem Film
hat der Regisseur gezeigt: Der Holocaust ist
verfilmbar - und das, ohne den Schrecken
zu mindern.
Drehbuch. Szene 13. Rudi versucht die
Affäre seines Kollegen Oskar Schindler
zu decken. Er wendet sich an dessen Frau:
„Oskar muss noch außerhalb arbeiten.“ Frau
Schindler entgegnet trocken: „Sie müssen
nicht für ihn lügen. Ich ahne, wo er ist.“
Rudi zögert, bevor er antwortet: „Es tut mir
leid. Ich fürchte, ich habe Sie unterschätzt.“
Das letzte Wort trifft es auf den Punkt:
„unterschätzt“. Denn es spiegelt die Rolle
wider, die Emilie Schindler Zeit ihres Lebens
zugeschrieben wurde. Und so steht es auch
schwarz auf weiß im Drehbuch. Aber nicht
in dem Drehbuch, das 1993 die Grundlage
für Spielbergs Verfilmung „Schindlers Lis￾te“ lieferte - und Oskar Schindler weltweit
bekannt machte. Nein, es steht in dem Ori￾ginaldrehbuch von 1964.
Was Spielbergs preisgekrönte Verfil￾mung nämlich nicht zeigt, ist der Anteil von
Schindlers Ehefrau Emilie an der Rettung der
Juden. Dabei hätte man sie fragen können:
Bis 2001 lebte Frau Schindler unweit von
Buenos Aires. Hierzulande war sie keine Un￾bekannte - 1995 wurde ihr die argentinische
Ehrenbürgerschaft verliehen. Doch Emilie
Schindler ging es zu Lebzeiten vor allem
darum, dass ihre Geschichte wahrheitsge￾mäß erzählt und ihr Kampf für die Juden
nicht unterschlagen wird. Medaillen und
Auszeichnungen waren ihr weniger wichtig.
Die hat sie nach Erscheinen von Film und
Biografie zur Genüge bekommen. „Ich habe
mit vielen Überlebenden gesprochen - in
Israel, Europa, Australien. Diese Menschen
haben gesagt, dass Frau Schindler die ganze
Zeit dabei gewesen wäre. Deswegen ist es
eine ganz andere Geschichte“, sagt Erika
Rosenberg, Biografin und Nachlassverwal￾terin der Schindlers.
Eine andere Geschichte
Erika Rosenberg wollte 1990 ein Buch
über die Einwanderung in Argentinien ver￾fassen. Bei ihrer Recherche stieß sie - dank
des Argentinischen Tageblatts - auf Frau
Schindler. Denn bereits 1963 hatte sich der
damalige Chefredakteur Peter Gorlinsky
für die persönliche Geschichte von Emilie
Schindler interessiert. Oskar Schindler reiste
damals nach Israel, worüber die Medien be￾richteten. Doch: kein Wort über seine Frau.
Gorlinsky titelte schließlich am 30. Januar
1964 im Tageblatt „Vater Courage bleibt
unvergessen - aber wie steht es mit „Mutter
Courage“? In seinem Artikel mahnte er an,
dass Frau Schindler an allem, das zum Gelin￾gen der Rettungsaktion beitrug, den gleichen
Anteil hatte wie ihr Mann.
Und eigentlich wäre Emilie Schindlers
Biografie daraufhin anders verlaufen: Fast
hätte man ihr ihren Verdienst an der Rettung
der Juden zugestanden. So scheint es zu￾mindest, wenn man die ersten 30 Seiten des
Drehbuchs von „To the last hour“ liest. „Bis
zur letzten Stunde“ sollte die ursprüngliche
Verfilmung heißen. „Denn bis zur letzten
Stunde haben Emilie und Oskar um ihre
Juden gekämpft“, sagt Rosenberg. Die Idee
zum ersten Filmprojekt stammte von Poldek
Pfefferberg, einem „Schindlerjuden“. Dieser
riet Oskar Schindler, seine Geschichte nie￾derzuschreiben. Das tat er auch. Es folgte ein
Vertrag mit Metro-Goldwyn-Mayer Studios
Inc. (MGM), den auch Emilie Schindler
unterschrieb. Das Drehbuch wurde 1965
fertiggestellt. Autor war kein Geringerer als
Howard Koch, der bereits für das Drehbuch
zu „Casablanca“ einen Oscar bekommen
hatte. „Für die Hauptrollen - denn die hätte
auch Emilie Schindler gehabt, waren Romy
Schneider und Richard Burton vorgesehen“,
so Rosenberg. Im Dezember 1965 sollte der
Film gedreht werden.
Doch dann kam alles anders. „1967 be￾schloss eine Lobby in Hollywood, das Pro￾jekt auf Eis zu legen. Es war noch nicht die
Zeit gekommen, einen Film über einen guten
Deutschen zu zeigen“, erklärt Rosenberg.
Oskar habe um die Rückgabe des Drehbuchs
gebeten. „Es blieb wie verschollen. Aber vor
zwei Jahren habe ich 30 Seiten ausfindig ma￾chen können“, erzählt Rosenberg. Und diese
ersten 30 Seiten lassen bereits tief blicken.
Denn während Emilie Schindler in Spiel￾bergs mehr als dreistündigem Blockbuster
in nur wenigen Szenen präsent ist, wirkt sie
bei Koch in der Hälfte der ersten Szenen mit.
Wichtiger als die Quantität ihres Beitrags, ist
allerdings die Qualität.
Starke Frauenfigur
In „Schindlers Liste“ wird Emilie Schind￾ler auf die Rolle der gehörnten Ehefrau
reduziert. Sie ist schmückendes Beiwerk
neben ihrem Mann. Ein austauschbares
dramaturgisches, passives Element. „To the
last hour“ startet dagegen mit Schindler in
der Wohnung seiner Geliebten. Als diese
fragt, ob sie zusammen frühstücken würden,
antwortet er: „Ein guter Ehemann frühstückt
bei seiner Frau.“ Das tut er dann auch.
Trotz dieser doch sonderbaren Beziehung,
zeigt sich in den folgenden Szenen schnell,
wie wichtig Schindler die Meinung seiner
Frau ist. So missbilligt diese, dass er der
Abwehr, dem Geheimdienst der deutschen
Wehrmacht, beitritt. Er sagt daraufhin: „Po￾litik interessiert mich null.“ Sie erwidert:
„Politik beeinflusst alles, was wir tun. Auch
die Freunde, die wir machen - selbst, ob wir
leben oder sterben.“ Oskar Schindler ent￾gegnet ihr: „Der Unterschied zwischen uns,
Emilie, ist - und das könnte einiges erklären
- dass du denkst und ich fühle.“
Koch zeichnet hier deutlich das Bild
einer reflektierten, selbstbewussten Frau
an der Seite von Schindler. Und das war
sie auch. So darf nicht vergessen werden,
dass Emilie Schindler im Januar 1945 ei￾nen Transport mit 120 fast verhungerten
Zwangsarbeitern bei sich aufgenommen
hat. Eigenverantwortlich. Hätte sie nicht
gehandelt, hätte den Juden der sichere Tod
gedroht. „Frau Schindler war zuständig für
die geheime Unterstützung und Hilfe bei so
vielen in der Fabrik. Diese Ameisenarbeit.
Was wäre passiert, hätte man sie erwischt?“,
fragt Rosenberg. Auch dieser Mut kommt
im Originaldrehbuch zum Tragen. In einer
Szene fragt Rudi, NSDAP-Mitglied und
Kollege von Schindler: „Sie billigen nicht,
was Oskar tut - ich meine die Abwehr, nicht
wahr?“ Darauf antwortet Emilie Schindler:
„Nein.“ Rudi entgegnet: „Woher wissen Sie,
dass ich Sie nicht melde, dafür dass Sie eine
Behörde des Dritten Reichs verunglimpfen?“
Sie antwortet: „Ich weiß es nicht.“
Im Jahr 1980 verkaufte MGM die Film￾rechte von „To the last hour“. Sie wurden
auf Universal Pictures übertragen. Um diese
Zeit traf Pfefferberg zufällig auf den aust￾ralischen Schriftsteller Thomas Keneally.
Er konnte ihn überzeugen, ein Buch über
die „Schindlerjuden“ zu schreiben. 1982
veröffentlichte Keneally dann den Roman
„Schindlers Ark“ (Schindlers Arche), auf
dem Spielbergs Film basiert. Doch während
das Originaldrehbuch auf Gesprächen mit
Oskar Schindler und überlebenden Juden
basiert, hätten weder der Schriftsteller noch
Spielbergs Drehbuchautor Emilie Schindler
für ihre Recherchen gehört, meint Rosen￾berg. Sie vermutet, dass Pefferberg eine
Kopie des Originaldrehbuchs behalten hat
und es Keneally zur Verfügung stellte. Einem
Briefwechsel zwischen Schindler und Pfef￾ferberg konnte sie entnehmen, dass Schindler
das Drehbuch von diesem zurückgefordert
hatte. Bis zu seinem Tod im Jahr 1974 habe
er es jedoch nicht erhalten.
„Hollywood ist machistisch“
Tatsache ist, dass Emilie Schindlers be￾deutender Rolle bei der Rettung der Juden in
Spielbergs Film im Gegensatz zum Original￾drehbuch keine Beachtung geschenkt wurde.
„Hollywood ist durch und durch machistisch.
Da brauchten sie nur einen Herrn Direktor
einbauen, und eine Frau spielt überhaupt
keine Rolle“, schlussfolgert Rosenberg. Die
Filmlandschaft bekräftigt diese Vermutung:
Wie viele einprägsame und starke Frauen￾figuren haben die großen Hollywoodfilme
der letzten 25 Jahre dominiert? Sehr wenige.
Frauen haben vor der Kamera nur selten
unabhängige Charaktere gespielt. Erst die
Oskars 2018 und 2019 haben Hoffnung
geweckt, dass sich bei den Macht- und Ge￾schlechterverhältnissen in der Filmbranche
etwas bewegt. Dank #MeToo und „Time‘s
Up“ wurden dringende Debatten um die
Geschlechtergleichheit aufgeworfen.
Die im Jahr 2001 verstorbene Emilie
Schindler bekommt davon nichts mehr mit.
Zeit ihres Lebens hatte sie sich Anerkennung
und Gerechtigkeit für ihren persönlichen
Beitrag gewünscht. Laut ihren Freundinnen
und Freunden, wie auch Erika Rosenberg
zu einer wurde, lebte sie in Argentinien in
bescheidenen Verhältnissen. Von den Milli￾onen verkauften Büchern wie „Schindler‘s
Ark“ und Spielbergs Film „Schindlers Liste“
haben andere profitiert. Über Spielbergs
Film äußerte sie sich in ihrer Biografie so:
„Obwohl der Film auf einem Buch basiert,
das die Wirklichkeit nicht genau beschreibt,
fand ich ihn hervorragend, und ich glaube,
er hat alle Preise, die ihm verliehen wurden,
zu Recht erhalten. Wahr ist aber auch, dass
ich darin in keiner Weise als Schindlers Frau
anerkannt werde.“
25 Jahre nach Erscheinen des mit sieben
Oscars ausgezeichneten Films - am Internati￾onalen Frauentag - soll deshalb erwähnt sein,
dass es an der Seite von Oskar Schindler auch
eine mutige Frau gegeben hat. Eine Frau, die
lange unterschätzt wurde. Emilie Schindler
hätte verdient, angehört zu werden, um auch
ihren Anteil an der Rettung der „Schindlerju￾den“ wahrheitsgemäß darstellen zu können.
Holocaust-Epos „Schindlers Liste“: Kein Platz für eine starke Frau?
Über die Anerkennung und Rolle, die sich Emilie Schindler gewünscht hätte
Von Antje Waldschmidt
Erika Rosenberg mit den ersten 30 Seiten von “To the last hour“.
Antje Waldschmidt
Auszug aus der Szene 13 des Originaldrehbuchs von Howard Koch.
Antje Waldschmidt
Emilie Schindler hat sich Zeit ihres Lebens gewünscht,
dass ihre Geschichte wahrheitsgemäß erzählt wird.
José Rosenberg / Erika Rosenberg
HINTERGRUND Freitag, 8. März 2019 5

Sonntag, 17. Februar 2019

Ein wunderschöner Samstag mit den Kindern und Jose in Buenos.Aires..Un maravilloso sabado con los chicos y Jose aqui en Buenos Aires. A lovely Saturday.

Seit vielen Wochen warteten wir gemeinsame Stunden mit den Kindern. Nach dem Stress erlebt im Krankenhauses kann ich nun sagen, der liebe Gott und die Ärzte vom Deutschem Krankenhaus in Buenos Aires haben uns geholfen..Langsam geht es wieder aufwärts, vorwärts ...u d es muss auch so bleiben . Herzliche Grüsse an alle Freunden und tollen Wochenstart. 


Donnerstag, 31. Januar 2019

Vortragsreihe von Prof. Erika Rosenberg. Termine Frühjahr und Herbst 2019 In Europa und USA. Ciclo de conferencias de la Prof.Erika Rosenberg en Europa y USA 2019. Schedule of lectures of Prof. Erika Rosenberg in the world.

Wie jedes Jahr halte ich zwei lange Vortragsreihen in Europa und USA. Interessierte Veranstalter können mich unter erosenberg24@gmail.com oder erosenberg@fibertel.com.ar oder unter Whats app  

0054911 4420 0506 erreichen

Meine Themen: Emilie und Oskar Schindler, Schindler und seine unbekannte Helfer und Gegner, Die Wahrheit über den Schindlers berühmter durch Yad Vashem beschlagnahmte Koffer, Ausstellung aus dem Schindler Nachlass, Tagungen, Fortbildungsseminare, Workshops. Papst Franziskus, Jorge Mario Bergoglio aus Buenos Aires, Carl Lutz und die Rettung ungarischer Juden vor dem Holocaust, eine Rettungsaktion, Nazis in Argentinien, die Rattenlinie, Che Guevara, die lateinamerikanische Leidenschaft der 60er. u.a.

Lesereihe aus meinen Büchern:1."Ich, Emilie Schindler"2."Ich, Oskar Schindler"3."Oskar Schindler. Seine unbekannte Helfer und Gegner"4."Als ich mit dem Papst U-Bahn fuhr"5."Carl Lutz und die Rettung ungarischer Juden vor dem Holocaust"In Vorbereitung  Leben und Wirken von Don Gilberto Bosques-Saldivar.


Termine kann man noch nach Vereinbarung fest legen zwischen April und Juni und Ende August bis Dezember.



APRIL  2019


29.04/30.04.19  Prag und Brünnlitz

MAI

02.05.19  Maria Ward Schule Neuhaus bei Passau 2 Veranstaltungen

02.05.19  Maria Ward Schule Neuhaus Passau  2 Veranstaltungen 

06.05-  Lahnstein , Pfalz Zeitzeugenreise

07.05.19 Neuerburg, Pfalz

08.05.19  Regina Kino Holzgartenstraße 22 Regensburg

09.05.19  9.40 Uhr -11.10 Uhr Staatliches Berufliches Schulzentrum Regensburger Land, Plattlinger Straße 24, 93055 Regensburg

09.05.19  11.20 Uhr-12.50 Uhr Staatliches Berufliches Schulzentrum

13.05.19  Abendveranstaltung in Sangerhausen  Emilie und Oskar Schindler   KAS  Magdeburg

14.05.19  Halle Schulveranstaltung  Emilie/Oskar Schindler

14.05.19 Halle  Mittagsgespräch   Papst Franziskus

14.05.19  Halle  Abendveranstaltung  Carl Lutz

15.05.19  Wernigerode  Vormittagsschulveranstaltung

15.05.19  Wernigerode  Schulveranstaltung (mittags)

15.05.19  Wernigerode  Abendveranstaltung

17.05.19  Burglengenfeld  Gymnasium

20.05.19  Dessau-Roßlau  Ausstellungsprojekt an einer Schule Tag 1

21.05.19  Dessau-Roßlau  Ausstellungsprojekt aus dem Schindler Nachlass Tag.2

23.05.19  Bad-Ems Projekt an einer Schule

23.05.19  Bad-Ems  Ausstellungsprojekt Tag. 2

27.05.10  Stockerau/Österreich  Ausstellungsprojekt an einer Schule Vortrag

28.05.19 Stockerau  Ausstellungsprojekt Tag 2 Workshop

29.05.19 Vortrag Handelsakademie Korneuburg 8 bis 9.30 Uhr Österreich

29.05.19 Vortrag Mittelschule Korneuburg 10 Uhr bis 11.30 Uhr Österreich

JUNI 

03.06-07.06  Pflaz Zeitzeugenvortragsreihe im Auftrag des Landespädagogisches Institut  Rheinland-Pfalz

04.06.19 Vortrag in Kusel

05.06.19 Ausstellungsprojekt mit Schüler/innen in Kusel

14.06.19 Lions Club Vulkaneifel  Abendveranstaltung

24.06.19 Dr. Johanna-Decker-Gymnasium Amberg 9.50 Uhr-11.20 Uhr  Ausstellungseröffnung

26.06.19 Hettstedt

Juli/August   Buenos Aires und USA

SEPTEMBER

23.09.19   KAS   Stuttgart

24.09.19  KAS  Stuttgart

30.09.19 Katholische Bildungswerk Salzburg, Österreich

Vortragsreihe in Salzburg bis 4.10.19


OKTOBER

10.10.19  Pforzheim

11.10.19  Bad Karlshaken


NOVEMBER

4.11.19/8.11.19  Vortragsreihe in der Pfalz

18.11.19 /20.11.19  Katholische Akademie Magdeburg


Mittwoch, 30. Januar 2019

Die Realschule in Maisach gewann einen Preis mit dem vom mir vorgeschlagenen Projekt: Ausstellung aus dem Schindler Nachlass. La escuela superior en Maisach recibió un premio por el proyecto propuesto y guiado por mi.

+
So sehen Sieger aus: Die Realschule Maisach (v.l.) Geschichtslehrerin Hannah Laritz, Laura Oberauer, Lisa Schöll, Schulleiterin Doris Lux, Landrätin Martina Drechsler sowie knieend Hannes Gebhart und Deniz Ciftci .
GERMERING/MAISACH

Schüler machen der Demokratie Hoffnung

Die Fachoberschule (FOS) Germering und die Realschule Maisach sind mit dem ersten Preis des Prämienprogramms des Landkreises ausgezeichnet worden. 
Germering – Beide Schulen haben mit gesellschaftspolitischen Projekten überzeugt und durften sich über eine Prämie von je 2500 Euro freuen des Sponsors Spardabank freuen. Seit zehn Jahren zeichnet der Landkreis Schulen für Projekte aus den unterschiedlichsten Bereichen aus. Energiesparen kann dabei ebenso eine Rolle spielen wie Müllvermeidung, Gesundheit oder Soziales. Die Spardabank stellt jedes Jahr 10 000 Euro zur Verfügung, die an die 14 teilnehmenden Schulen aufgeteilt werden. Es gab zwei erste Plätze (je 1500 Euro plus 1000 Euro Sonderprämie), einen zweiten Platz (1200 Euro), drei dritte (800 Euro), vier vierte (500 Euro) und vier fünfte Plätze (350 Euro).
+
Von der FOS Germering: (v.l.) Judith Liebsch, Sophie Schützendoppel, Schulleiter Holger Wirth, Veronika Saalfrank und Charlotte Schulenburg 
Die stellvertretende Landrätin und Jury-Mitglied Martina Drechsler berichtete bei der Preisverleihung am Freitag in der Aula des Carl-Spitweg-Gymnasiums, dass die Entscheidung über die Sieger nicht leicht gefallen sei. Die Vielfalt der eingereichten Projekte sei sehr groß gewesen. Die Entscheidung sei auf die beiden Schulen gefallen, die sich mit politischer Bildung und aktuellen Entwicklungen der Demokratie beschäftigt hätten. Aber auch alle anderen Teilnehmer hätten hervorragende Projekte eingereicht.

Schule erst eineinhalb Jahre alt

FOS-Leiter Holger Wirth sprach als Gastgeber voller Stolz über eine unglaubliche Entwicklung seiner Schule, die es erst seit eineinhalb Jahren gibt. Seine Schüler haben mit ihrem Projekt „Demokratie in der Krise? Demokratie geht uns alle an“ aus Sicht von Wirth gerade in Zeiten von wachsendem Populismus, drohendem Brexit und einer Weltmacht, die sich nur noch um sich selbst kümmern will, äußerst wichtige Arbeit geleistet. Die Schüler haben unter anderem die Grundlagen der Demokratie und ihrer Geschichte erarbeitet, eine Demokratie-Messe durchgeführt, eine Podiumsdiskussion mit Politikern veranstaltet und ein Landtags-Planspiel durchgeführt. Selbstbewusstes Fazit der Jugendlichen, die ihr Projekt am Freitag noch einmal vorstellten: „Mit uns ist die Demokratie nicht in der Krise.“
Die Sieger der Maisacher Realschule haben sich in ihrem Projekt intensiv mit der NS-Zeit beschäftigt. Sie haben mit Hilfe der Historikerin Erika Rosenberg das Leben des Ehepaars Schindler erforscht, das im Dritte Reich mehr als 1200 Juden das Leben gerettet hat. Bekannt gemacht hat das Ehepaar der Film „Schindlers Liste“ von Regisseur Stephen Spielberg, der vor 25 Jahren in den Kinos lief – wobei ein Ergebnis der Schülerrecherchen war, dass sich Spielberg nicht immer an die historischen Tatsachen gehalten hat.
Realschulleiterin Doris Lux bewertete die Arbeit ihrer Schüler auch vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse im Bayrischen Landtag als sehr wertvoll. Da verließen fast alle AfD-Abgeordneten im Protest die Gedenkfeier für NS-Opfer.

Und nach langen Wochen bin ich wieder da! Luego de semanas de ausencia estoy nuevamente aquí! and I am again here!

Nach mehr als einem Monat  bin ich wieder für meine Blog-Freunde da. Es tut mir leid, dass ich bis heute keine Zeilen schreiben konnte. Aber nun bin ich wieder mit meinen Berichten, Vortragsreihen, Term9inen im Frühjahr und Herbst, neuen Projekten. . .  So ist halt das Leben, der Mensch denkt und Gott lenkt!

La heroína antinazi que salvó de la muerte a más de mil judíos

La albacea de Oskar Schindler aseguró que en la película se omite que Emilie Schindler participó junto a su marido en la salvación de 1.200 judíos de las ejecuciones nazis «por no pagarle derechos» y por «el machismo de Hollywood»

Oskar y Emile Schindler
Oskar y Emile Schindler
Actualizado
Steven Spielberg «no fue el inventor» de la película «La lista de Schindler», sino que el propio Oskar Schindler intentó que Fritz Lang rodara su historia y llegó a firmar un acuerdo con la Metro-Goldwyn-Mayer para escribir un guión con Romy Schneider y Richard Burton como protagonistas.
Así lo contó hace años la heredera y albacea de Oskar Schindler, la escritora y periodista argentina Erika Rosenberg, explicando que «por no pagarle derechos» y por «el machismo de Hollywood», se omite que Emilie Schindler participó junto a su marido en la salvación de 1.200 judíos de las ejecuciones nazis.
Según la confesión que le hizo en 2011 Branko Lustig, el productor de «La lista de Schindler», la figura de Emilie Schindler, quien ayudó a su marido y llegó a salvar en 1945 la vida a 120 personas que viajaban en un transporte para ser ejecutados, «no era rentable» para Hollywood, «que siempre ha necesitado presentar un hombre en la pantalla».

«Hasta la última hora»

La escritora entiende que la esposa del industrial alemán «no sirviera» para los objetivos de la producción estadounidense «porque era demasiado católica, decente y buena», si bien ha garantizado que el contrato que el matrimonio Schindler firmó en 1963 con la MGM para hacer la película originaria, que debió llamarse «Hasta la última hora» y de la que percibirían el cinco por ciento de sus derechos, daba un papel relevante a Emilie.
Tanto era así, ha destacado, que la MGM escogió a una «diva» como Romy Schneider para que encarnara a Emilie Schindler y a Richard Burton para que hiciera de Oskar.

Los Schindler no cobraron

A pesar de lo avanzado que estaba el proyecto, «se cayó» en 1967 por causas que Rosenberg desconoce y sin que el matrimonio llegara a «recibir ni un centavo». Sin embargo, en su intento por recuperar el guión que había escrito, que consideraba «un pequeño triunfo en su vida» Oskar Schindler contactó en repetidas ocasiones por carta con la persona que mediaba entre él y la MGM para tratar las cuestiones relativas a la fallida película.
Oskar Schindler murió en 1974 y el guión y los derechos del contrato se vendieron a espaldas de Emilie Schindler, su heredera universal, y fue a parar a manos de uno de los judíos de la lista, llamado Pfefferberg, que era la persona que mediaba entre Schindler y la MGM.

Los derechos, para uno de la lista

Rosenberg explicó que Pfefferberg vivía por entonces en Los Ángeles, donde regentaba un negocio de cuero. Un día entró en su tienda Thomas Keneally, el autor de «La lista de Schindler», al que le propuso hacer un libro con los datos del guión que poseía, algo que aceptó el escritor australiano, aunque «manipuló» algunos datos, al dar a entender que Emilie Schindler había muerto cuando se terminó de escribir la publicación.
Sin embargo, Emilie, que nunca se divorció de Oskar, fue invitada en 1993 por Steven Spielberg a asistir al rodaje de la última escena de «La lista de Schindler», pero en calidad de «sobreviviente judía que fue salvada por Oskar Schindler».
Estando en Jerusalén, adonde en un principio no quiso viajar por la indignación que le causó esta invitación, aunque finalmente acudió acompañada por Erika Rosenberg, Emilie fue reconocida en una gala previa al rodaje por «el doctor Dresner», uno de los judíos de la lista, «como la salvadora de su madre», uno de los 120 judíos que viajaban en el transporte que la esposa de Schindler «salvó de la muerte segura en 1945».

La sonrisa de Spielberg

Cuando supo quién era, Spielberg se acercó unos metros a la mesa donde se sentaba Emilie, le sonrío y se dio media vuelta, ha aseverado hoy Rosenberg.
De vuelta de su viaje a Israel, y dados sus problemas económicos, Emilie decidió reclamar sus derechos a Spielberg y a la Universal al enterarse del éxito de «La lista de Schindler».
Ayudada por una consultoría de Estados Unidos, que puso a su disposición gratuitamente a sus abogados, inició un proceso en 1996, al que los demandados respondieron en 1999 alegando, con pruebas, que la película arrojaba unas pérdidas de 13 millones de dólares y que Emilie no tenía derecho a ninguna ganancia porque se había divorciado de Oskar, cosa que no era verdad.
Ante ello, la esposa decidió no seguir con el juicio porque le hubiera costado 100.000 dólares que no tenía y el 5 de octubre de 2001 murió con la última voluntad de ser enterrada en Alemania, según consta en su testamento, del que Erika Rosenberg es albacea.
Hace ocho años, la albacea de los Schindler coincidió en un evento literario celebrado en Braunau am Inn (Austria), donde nació Hitler, con Branko Lustig, el productor de «La lista de Schindler», quien le confesó que habían filmado la escena de cómo Emilia salvó a las 120 personas que viajaban en el transporte, «pero que la habían sacado porque no era rentable».

Freitag, 14. Dezember 2018

Vortrag in der Naabtal-Realschule, Naaburg. Conferencia en la Escuela Superior Naabtal, Nabburg, Baviera

Dank den lieben Fr. Gerda Bayer und Herrn Josef Götz erhielt ich heute die wunderschönen Fotos der Veranstaltung in der Naabtal-Realschule in Nabburg, wohin ich jahr ein und aus im November eingeladen bin.

Es war wieder ein  gewonnener Vormittag mit sehr gut vorbereiteten Schüler/innen. Während des Vortrags tauchten auch viele interessante Fragen und die 90 Minuten vergingen wie im Nu.

Es war meine vorletzte Veranstaltung des Jahres und ich werde sie lange in Erinnerung behalten. Nochmals herzlichen Dank für das nette Zusammensein nach dem Vortrag im Lehrerzimmer mit Kafffee und Kuchen und die schönen Blumen.

Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Jahr 2019! Aus dem Tagebuch einer Autorin, die zwischen den Welten pendelt.












Donnerstag, 13. Dezember 2018

Berichte und Grüße aus Südamerika, aus Buenos Aires, die Stadt am Rio de la Plata. Wiege der Tango Musik. Informes y saludos désde Buenos Aires.

Buenos Aires, 7 Uhr morgens. Es donnert und dicke, graue Wolken drohen mit Regen. Es zieht ein Gewitter über den Himmel der Hauptstadt.Angesagt ist auch Hagel und südlicher Wind. Die Temperaturen sanken in der Nacht um die 10 Grad Celsius. So wie es aussieht, wird es kein schöner, gleichmäßiger Sommer sein. Mal zu heiß, warm, wieder kalt, sonnig, gewittrig. Alles in einem einem und wie die Welt selbst konfus, verworren.

Erst heute habe ich etwas Zeit um meinen Blog zu aktualisieren. Bis jetzt war ich jeden Tag seit unserer Ankunft hier "am Ende der Welt" sehr beschäftigt. Viele Aktivitäten warteten auf mich, dazu kamen neue, ganz unerwartet wie z.B. unseren Enkelsohn Facundo im Deutsch und Englisch für seine Prüfungen zu unterstützen. Ihn vorzubereiten war sehr mühsam, denn in Kürzer Zeit mussten wir das ganze Pensum des Schuljahres durcharbeiten, und es wurde halt wiederholt, was uns die Zeit auch erlaubte. Es waren 7 Tage hintereinander und am jeden Tag fast 6 Stunden zusammen lernen. Und zum Glück hat es alles funktioniert!

Am letzten Montag wurde ich beauftragt eine Gruppe  nach Montevideo wegen Verhandlungen als Dolmetscherin zu begleiten. Mit einem sehr früheren Flug sind wir zur Stadt an der anderen Seite des La Plata Flusses geflogen und mit dem letzten am spät Abend zurück. Es war wirklich mühsam und stressig. Aber mir hat es auch Spaß gemacht. Das ist mein Job und wenn man die Arbeit nicht schätzt ist wirklich undankbar.

Nun arbeite ich an meinem Buch über Don Gilberto Bosques weiter. Auch muss ich ein Exposé für ein neues Schindler Projekt verfassen, diesmal get es um eine ultimative wissenschaftliche Arbeit. 

Viele Termine stehen noch für FJ und Herbst 2019/20 an, die ich bereits bestätigt habe. 

Während ich tief in Gedanken versunken diese Zeilen schreibe, regnet es kräftig, es donnert und blitzt. Die Kraft der Natur lässt sich mit überwältiger Intensität spüren. Regen und Gewitter ist heute für den ganzen Tag angesagt. Intellektuelles Wetter, Zeit zum Schaffen.

Herzliche Grüße aus der Stadt der guten Lüfte, Winde. . .