Sonntag, 27. August 2017

Beginn der langen Vortragsreihe in Europa und USA. Comienzo del largo ciclo de conferencias en Europa y USA. Beginn of the large Tournee

Wieder in München zu sein, bedeutet für uns eine so  "schöne Gewohnheit". Nichts überrascht uns, nichts stört uns, sogar der lange Flug von 13 Stunden von Buenos Aires nach Frankfurt und dann der Anschluss nach München. Alles verging wie im Nu. Sogar die Zollkontrollen am Flughäfen. Alles wird fast mechanisch durchgeführt. Ab un zu wechselt man ein Wort mit den Beamten oder Kontrolleurs, die normalerweise bei früheren Ankünften und Flügen langweilig gähnen. Ja, ja diesmal war  tatsächlich ein sehr ruhiger Flug, schon in Buenos Aires, was mich auch ein bisschen überraschte, war die Leere vom Flughafen im  Vergleich mit Frankfurt, aber nicht an Zollkontrollen.

Mitten des europäischen Sommers sind wir hier in München gelandet. Hohe Temperaturen für  die Gegend, fast 30 Grad Celsius und bei interkontinentalem Klima ganz schön drückend.
Der Sommer begrüßte uns mit wunderschönen Sonnenstrahlen aus einem nicht ganz so blauen Himmel. Ich dachte in Kürze haben wir einen Regenschauer. ich bin  zwar keine Kennerin der Meteorologie aber manchmal spürt man es.

Heute, zwei Tage später hat es tatsächlich geregnet. Heute Abend fliegen wir nach Edinburgh, wo ich mit meiner Vortragsreihe anfange, dann Glasgow, London, Somerset, Deutschland wieder, Ungarn, Nashville -Tennessee, Österreich. . . Ja, beinahe eine halbe Weltreise mit vielen interessanten Begegnungen, hoffe ich jedenfalls. Von Natur aus bin ich ein überdimensional positiver Mensch, der auf Plus immer wettet und nicht auf Minus. Diese Lebenseinstellung habe ich wahrscheinlich in meiner Genetik und daher kann ich auch nicht richtig begreifen, wie viele Menschen trotz Wohlstand immer wieder thanatische Gedanken haben und es ist als ob sie ständig auf Katastrophen warten würden.

Im Laufe der Vortragsreihe werde ich Euch über meine Erlebnisse weiterhin informieren. Mit herzlichem Gruß noch aus München

Aus dem Tagebuch einer Weltpendlerin


Montag, 7. August 2017

New Books in German Non-Fiction







Rosenberg - cover










The fascinating story of a Swiss bureaucrat who saved thousands of Hungarian Jews.
Like Oskar Schindler and Raoul Wallenberg, Carl Lutz saved a significant number of Jews from mass deportation during the last year of World War Two. A Swiss diplomat, he had previously represented German interests when he worked at the Swiss embassy in Palestine. That past experience helped him in Budapest, where he had a good reputation with Nazi officials. By then, Adolf Eichmann had been transferred to Hungary to implement mass deportations and, like Wallenberg, Lutz began issuing documents to Jews, primarily letters which placed them under Swiss protection. These were taken seriously by Nazi officials and proved effective. Lutz was aided by his wife and a group of allies: young Zionists; Hungarian soldiers and policemen, who were at odds with their government after the pro-German coup of 1944; and Germans, who were open to bribery or wanted to earn some credit before the end of the war. Lutz’s personal life was affected by his work as well: he fell in love with one of his charges and subsequently divorced his wife. His conscience and strong Methodist faith led him to ignore the rules and regulations he had previously adhered to, which earned him a reprimand from his department after the war. He was only rehabilitated after his death.
The result of careful research, this book has great appeal beyond the academic circuit. Rosenberg frequently uses Lutz’s own writing to illuminate his actions and motivations, many of which appear downright heroic. She argues that it was Lutz who came up with the idea of issuing protection documents, and not the more famous Wallenberg. Indeed, Lutz’s quiet, unflashy approach proved to be more effective than the flamboyant Wallenberg’s. Rosenberg firmly believes that Lutz deserves wider recognition for his work than he has received up to now.
This is the fascinating story of a man who to the world appeared a faceless bureaucrat, set on implementing policies for his government, but whose tireless work saved lives. It is also a necessary reminder that it is possible to rise to the challenge when faced with the worst kind of human behaviour.Rosenberg - cover

Dienstag, 1. August 2017

Vergessener Held der Menschlichkeit Erika Rosenbergs Buch „Das Glashaus“ über den Judenretter Carl Lutz Von Marcus Christoph Buenos Aires (AT) - „Die meisten wissen nicht, wer Carl Lutz war.“ Autorin Erika Rosenberg beschreibt ihre Eindrücke von ihrem jüngsten Aufenthalt in der Schweiz, bei dem sie ihr aktuelles Buch „Das Glashaus“ vorstellte. Dabei hat die Hauptperson ihres Werkes etwa 60.000 Juden vor dem Holocaust gerettet. Die Erinnerungskultur ist dem einstigen Diplomaten, der zwischen 1942 und 1945 in Budapest die Abteilung „Fremde Interessen“ an der Schweizer Botschaft leitete, bislang nicht gerecht geworden. Mit einem System von Schutzpässen und Schutzbriefen schaffte er es, die Verfolgten vor der Vernichtung zu bewahren. „Es handelte sich unbestritten um die größte Rettungsaktion im Dritten Reich, und dennoch geriet sie weitgehend in Vergessenheit“, urteilt Rosenberg, die sich bereits in vorangegangenen Büchern mit Judenrettern wie Oskar und Emilie Schindler beschäftigte. Die Autorin, 1951 als Tochter deutsch-jüdischer Eltern in Argentinien geboren, machte sich für ihre Recherchen auf den Weg in die Schweiz, wo sie mit Agnes Hirschi, der Stieftochter von Carl Lutz, ein dreitägiges Interview führte. Rosenberg führte auch Gespräche mit anderen noch lebenden Zeitzeugen wie etwa David Gur, dem Vorsitzenden der Organisation Überlebender des Glashauses, und besuchte die Originalorte in Budapest. Entstanden ist auf dieser Grundlage ein 223 Seiten starkes Buch, in dem die Vita des Judenretters nachgezeichnet und vor allem seine humanitäre Großtat beschrieben wird. Lutz‘ Lebensweg war keineswegs immer gradlinig. 1895 in Walzenhausen (Kanton Appenzell Ausserrhoden) geboren, suchte Lutz in jungen Jahren sein Glück in den USA. Der aus einer Familie frommer Methodisten stammende Schweizer hatte zunächst vor, Pfarrer zu werden. Doch da er zum Predigen zu schüchtern war, änderte er seine Pläne. Er fand als Übersetzer Anstellung bei der Schweizer Gesandtschaft und begann so eine Laufbahn beim diplomatischen Dienst der Eidgenossenschaft. Nach Einschätzung von Erika Rosenberg hat jedoch die frühe religiöse Prägung dazu beigetragen, in Lutz eine ethische Orientierung auf der Grundlage christlicher Nächstenliebe herauszubilden, die sein späteres Handeln beeinflussen sollte. Doch da angesichts der Kriegslage an eine wirkliche Ausreise in den Nahen Osten immer weniger zu denken war, richtete Lutz ein System von 76 „Schutzhäusern“ ein, über denen die Schweizer Flagge wehte. Das wichtigste dieser Art war das sogenannte „Glashaus“, das der jüdische Fabrikant Arthur Weiss in den 1920er Jahren im Bauhaus-Stil entworfen hatte. In dem Gebäude, das durch sein gläsernes Treppenhaus seinen Namen erhielt, waren alleine 4600 Personen untergebracht. Rosenberg beschreibt, wie Lutz mit den Besatzern, vor allem mit dem Reichsbevollmächtigten für Ungarn, Edmund Veesenmayer, aber auch mit Eichmann verhandelte, um Zugeständnisse zu erkämpfen. Sie erläutert auf der anderen Seite die Zusammenarbeit mit zionistischen Organisationen oder anderen Helfern wie dem schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg. Unter dem Strich zeichnet die Autorin das Bild eines Mannes, der sich für seine Mission regelrecht aufopfert. Von 1935 bis 1940 arbeitete Lutz im Schweizer Konsulat in Palästina, damals Völkerbundsmandatgebiet unter britischer Führung. Der Diplomat wurde hier Zeuge der jüdischen Einwanderung und von Konflikten zwischen Juden und Arabern. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde er auch Sachwalter deutscher Interessen in Palästina. Eine Tätigkeit, die ihm einen Vertrauensbonus bei den Deutschen verschaffen sollte, was für spätere Verhandlungen in Budapest nützlich war. In die ungarische Hauptstadt wurde er 1942 versetzt. Dort fiel in seinen Aufgabenbereich die Wahrnehmung britischer und US-amerikanischer Interessen, die aufgrund ihrer Kriegssituation mit dem Deutschen Reich keine eigenen Einrichtungen mehr in Ungarn unterhielten. Das Land der Madjaren stand unter seinem Reichsverweser Miklós Horthy an der Seite Hitler-Deutschlands und beteiligte sich am Krieg gegen die Sowjetunion. Die Autorin beschreibt sehr anschaulich, wie sich die Situation der im Land befindlichen Juden mit zunehmender Kriegsdauer immer weiter zuspitzte. Im März 1944 marschierte die deutsche Wehrmacht in Ungarn ein, da man in Berlin ein Ausscheiden des bisherigen Verbündeten aus dem Bündnis befürchtete. Auch weigerte sich Ungarn, seine jüdischen Einwohner auszuliefern bzw. deren Transport in Lager zuzulassen. Hitler war nicht länger bereit, die - wie er es nannte -„Sabotage der Judenpolitik des Dritten Reichs“ hinzunehmen. Mit der Wehrmacht schickte der deutsche Diktator auch seinen gefürchteten Judenreferenten Adolf Eichmann in die Donaumetropole. Zwischen Mai und Juli 1944 rollten die Züge mit ungarischen Juden nach Auschwitz, ehe Horthy, der noch als Staatsoberhaupt einer Marionettenregierung fungierte, die Transporte auf internationalem Druck hin stoppte. So blieb die jüdische Bevölkerung in der Hauptstadt Budapest noch weitgehend verschont. Doch auch um sie schloss sich die Schlinge immer enger. Spätestens, als sich die faschistische Pfeilkreuzlerpartei unter Ferenc Szálasi im Oktober 1944 an die Macht putschte, waren Juden auf den Straßen der Hauptstadt praktisch Freiwild. Vor dem Hintergrund dieser Schreckenskulisse beschreibt Rosenberg die von Lutz ausgestellten Schutzbriefe als „Licht in dunkler Nacht“. Der Schutz bezog sich formal auf Kontingente jüdischer Auswanderer nach Palästina. Der Schweizer Diplomat Carl Lutz rettete rund 60.000 Juden. ETH Zürich Sonderausgabe zum Schweizer Nationalfeiertag Dienstag, 1. August 2017

in der Schweiz erntete Lutz Kritik und Tadel wegen „Kompetenzüberschreitung“. Eine Kränkung, die Lutz nie verwunden habe, wie Rosenberg festhält. Statt Lob und Anerkennung zu erfahren, schiebt man ihn aufs berufliche Abstellgleis. Erst 1995, 20 Jahre nach seinem Tod, wird Lutz rehabilitiert. „Carl Lutz ist in der Schweiz weitgehend vergessen, weil das Land lange Zeit seine eigene Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus nicht aufgearbeitet hat“, meint Rosenberg. Das Buch ist nun ihr Beitrag, einen von der Geschichte zu Unrecht vergessenen Helden der Menschlichkeit zu würdigen. „Das Glashaus“ ist in deutscher Sprache im Herbig-Verlag erschienen. In Argentinien ist es bislang nicht im Handel erhältlich. Interessierte können sich unter Tel. (011) 4823 1217 oder per Mail erosenberg@fibertel.com.ar direkt an die Autorin wenden. Zu Ehren von Carl Lutz hat die Schweizer Botschaft eine Wanderausstellung organisiert, die bereits in Buenos Aires (Juristische Fakultät und Gemeindehaus Amijai), La Plata und San Juan zu sehen war (wir berichteten). Als nächste Ausstellungsorte sind Concordia (Entre Ríos) und das Holocaust-Museum in Buenos Aires geplant.

Schweizerischer Nationalfeiertag. Empfang in der schweizerischen Residenz. Fiesta Nacional de Suiza. Recepción en la Residencia Suiza del Embajador Hanspeter Mock

Wie in den letzten zwei Jahren lädt uns der Schweizer Botschafter Herr Hans Peter Mock zum Empfang anlässlich des schweizerischen Nationalfeiertages zu seiner Residenz im vornehmen Barrio Parque ein.
Gäste aus der Welt der Politik, der Diplomatie,  auch der Regierungskreisen waren  anwesend und genossen die wunderbare Freundlichkeit der Gastgeber: Botschafter Hans Peter Mock und seine Ehegattin Karin.
Die Hymnen der zwei Länder Argentinien und der Schweiz wurden interpretiert.
Nach einer sehr bewegenden Rede vom Botschafter und dem argentinischen Vize-Kanzler, wurden die Gäste mit schweizerischen kulinarischen Spezialitäten verwöhnt. Dazu eine große Auswahl an Getränken.
Es war ein eine sehr schöne Möglichkeit, um sich mit vielen Bekannten zu treffen und auch zu plaudern.
Lieber Herr Botschafter, herzlichen Dank für die Einladung!!!


Samstag, 29. Juli 2017

Samstagvormittag in der Stadt der guten Lüfte , Buenos Aires. Sábado por la maniana en la city portenia.

. . . und nach einer sehr stressigen Woche kam das viel ersehnte Wochenende. Samstagvormittag in Buenos Aires, kurz  vor meiner Turnstunde. Wenn ich die ganze Woche zusammenfassen würde, bliebe mir nur  eines, nur chaotisches Durcheinander in der Politik, unglaubliche und undenkbare  Korruptionsaffäre, die    die Fiktion verblassen  kann.  Zwei Wochen vor den Wahlen haben die Politiker ihre Wahlkampagnen. Alle reden, alle versprechen, alle versuchen ihre Opponenten  mit tausend und einem Argument zu vernichten. Alle, alle lügen! Währenddessen  leidet das Volk unter einer  unaufhaltsamen Inflation, Arbeitslosigkeit, Kriminalität, die selbstverstänlich  Produkt ist von  den letzten Kirchner Regierungen. Aber immer hin unternimmt die neue Regierung auch nicht viel mit Taten, nur mit schönen Worten redet rum herum.
Das ist die Lage vor Ort und so geht es un Argentinier. Die Gesellschaft völlig gespalten, anstatt alle gemainsam für eine bessere Zukunft zusammen zu arbeiten, damit dieses wunderschönes und überreiches Land nun mal endlich aus dem Schlamm heraussteigt wie ein Phönix. Wann wird es geschehen?  Bleibt mein Wunsch nur als unrealisierter Wunsch? Ist aber zu viel was ich verlange???

Aus  dem Tagebuch einer Autorin

Mittwoch, 26. Juli 2017

Veeranstaltung in der Klosterschule Roßleben am 13.September 2017. Conferencia en el Internado Roßleben. New conference in Germany


Roßlebener Gespräche

Die Klosterschule Roßleben

lädt zur Veranstaltung im Rahmen der Roßlebener Gespräche mit

Professorin Erika Rosenberg
aus Buenos Aires, Argentinien

zu dem Thema:           Emilie und Oskar Schindler, die unbesungenen Helden
                                               und ein Licht in der dunklen Nacht

am Mittwoch, dem 13. September 2017 um 19.00 Uhr

in die Klosterschule Roßleben ein.

„Wer ein Menschenleben rettet, der rettet die ganze Welt“.

Emilie und Oskar Schindler haben das Leben von 1200 Juden vor dem sicheren Tod in den Gaskammern der Nazi-Maschinerie gerettet. Ihr ständiger Mut, Einsatz, ihre Zivilcourage war ein Pfad der Gerechtigkeit in der dunklen Nacht des Holocaust. Ihre Fabriken in Polen und Tschechien waren eine sichere Zuflucht für viele Juden, Polen und Tschechen.

Ihre grandiose Leistung erbrachten sie 2000 Tage lang, von 1939 bis 1945.

Freuen Sie sich auf ein außergewöhnliches Gespräch mit anschließender Diskussion mit Frau Prof. Erika Rosenberg!

Für geladene Gäste findet im Anschluss in der Erbadministratur ein Empfang statt.

Bitte geben Sie uns bis zum 01.09.2017 Nachricht, per E-Mail info@klosterschule.de oder birgit.wilke@klosterschule, telefonisch unter 034672-98200, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten.

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend und auf Ihr Kommen!

Mit freundlichen Grüßen


Kjell Eberhardt
Staatssekretär a.D.


Geschäftsführer

Mittwoch, 19. Juli 2017

Veranstaltung über Carl Lutz FES , Meiningen /Thüringen. Conferencia en Meiningen organizada por la FES



Prof. Erika Rosenberg lernte Frau Emilie Schindler 1990 in Buenos Aires kennen und verfasste - tief beeindruckt von Emilies Geschichte -mehrere Biographien über sie und Oskar Schindler. Sie wurde Schindlers Erbin und Nachlassverwalterin und begleitete Emilie bis zu ihrem Tod am 5.Oktober 2001. Prof. Erika Rosenberg, selbst Nachfahrin deutscher Juden, die nach Argentinien ausgewandert sind, ist Schriftstellerin, Dolmetscherin, Journalistin und Dozentin im Auswärtigen Amt in Buenos Aires. Sie hat eine Biographie über Papst Franziskus verfasst. Ihr aktuellstes Werk "Das Glashaus" - Carl Lutz und die Rettung ungarischer Juden vor dem Holocaust" erschien 2016 im Herbig Verlag. 
LESUNG & GESPRÄCH 
 „Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt“  „Das Glashaus - Carl Lutz und die Rettung ungarischer Juden vor dem Holocaust“ von Prof. Erika Rosenberg 

In Kooperation mit: 


15.09.17 – Meiningen – „Das Glashaus“ 
Freitag, 15. September 2017, 18:30 Uhr Meiningen, Volkshochschule 
„Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt“ „Das Glashaus - Carl Lutz und die Rettung ungarischer Juden vor dem Holocaust“ von Prof. Erika Rosenberg 
Ein raffiniertes System von Schutzbriefen und Kollektivpässen war es, das ihnen die Ausreise nach Palästina ermöglichte. Seit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht im März 1944 waren die ungarischen Juden der Mordmaschinerie Adolf Eichmanns ausgeliefert. Doch im Sommer 1944 wurde das Glashaus, ein ehemaliges Büro- und Wohngebäude in Budapest, zum Schauplatz dramatischer Ereignisse.  
Dort hatte der Schweizer Vizekonsul Carl Lutz eine Abteilung mit der nüchternen Bezeichnung "Auswanderungssektion" eingerichtet und zusammen mit ungarischen Widerstandskämpfern gelang es ihm, über 60 000 Menschen vor den Vernichtungslagern zu bewahren. Den Verdienst an dieser Rettungsaktion schrieb die Nachwelt dem Schweden Raoul Wallenberg zu, Carl Lutz wurde zum "vergessenen Helden".  
Erika Rosenberg hat sich auf Spurensuche begeben, in Budapest und in der Schweiz, hat Zeitzeugen des Holocaust befragt und die historischen Hintergründe recherchiert. Man ist wieder mittendrin in der dunklen Zeit und wird doch auftauchen mit dem Gefühl einem "guten Menschen" begegnet zu sein. Prof. Rosenberg wurde mit dem Bundesverdienstkreuz und Austrian Holocaust Award ausgezeichnet 
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der vhs "Eduard Weitsch" Schmalkalden-Meiningen statt. 
DAS PROGRAMM 




18:30 Uhr Begrüßung  Friedrich-Ebert-Stiftung Thüringen 

18:35 Uhr Lesung und Gespräch   
 Prof. Erika Rosenberg 
„Das Glashaus - Carl Lutz und die Rettung ungarischer Juden vor dem Holocaust“ 


20:00 Uhr  Ende der Veranstaltung 







Organisatorische Hinweise  

Wir freuen uns über Ihr Interesse und begrüßen Sie herzlich als Gast zu unserer Veranstaltung. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist kostenfrei. Kosten für die Anreise können nicht erstattet werden. Bei Fragen zur barrierefreien Durchführung der Veranstaltung wenden Sie sich bitte an uns.  
Die Veranstalter behalten sich vor, von Ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien und Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische oder antisemitische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu Veranstaltungen zu verwehren oder von diesen auszuschließen. 
Gerne können Sie diese Einladung an Interessierte weiterreichen. Sie erleichtern unsere Planung, wenn Sie sich bis zum 11. September 2017 anmelden. Herzlichen Dank. 
Onlineanmeldung: 
http://www.fes.de/de/veranstaltung/veranstaltung/de tail/217156/  

Ihre Ansprechpartner in unserem Büro:   Dr. Paul Pasch  Torsten Halbauer  

LESUNG & GESPRÄCH „Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt“ „Das Glashaus - Carl Lutz und die Rettung ungarischer Juden vor dem Holocaust“ von Prof. Erika Rosenberg 

Freitag, 15. September 2017, 18:30 Uhr Volkshochschule "Eduard Weitsch" SchmalkaldenMeiningen, Klostergasse 1, 98617 Meiningen 

Die Veranstaltungen des Landesbüros Thüringen der Friedrich-Ebert-Stiftung werden durch Zuwendungen des Bundes