Mittwoch, 23. September 2015

“Als ich mit dem Papst U-Bahn fuhr” Veranstaltungen KEB Böblingen und in Calw

glauben und fragen / Kirche und Religion

Als ich mit dem Papst U-Bahn fuhr

Jorge Bergoglio aus Buenos Aires

"Jetzt haben Sie alles für das Buch. Ich glaube, jetzt sind Sie damit fertig ..." - nein, hier lobt nicht das Lektorat, diese Worte richtete der Papst an die Autorin. Erika Rosenberg ist Franziskus mehrere Male begegnet, schon als dieser noch Erzbischof von Buenos Aires war. Neben Jorge Bergoglios Engagement für die Armen und Unterdrückten hat sie als Jüdin insbesondere sein Einsatz für den interreligiösen Dialog fasziniert. Erika Rosenberg aus Buenos Aires, Tochter jüdischer Einwanderer und Holocaust-Überlebender, gilt als weltweit führende Expertin für Oskar und Emilie Schindler, die engagierten Judenretter. Für ihre Vorträge, ihr Bemühen, in deutschen Schulen die Schrecken des Holocaust, aber auch das humanitäre Engagement der Schindlers zu vermitteln, wurde sie mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland am Band ausgezeichnet. Dort lernte sie Jorge Mario Bergoglio kennen, den damaligen Erzbischof von Buenos Aires, den späteren Papst Franziskus. Fasziniert von seiner tiefen Menschlichkeit hat sie sich auf den Weg gemacht, in Südamerika ebenso wie in Rom und im Vatikan, um Gespräche mit Familienangehörigen, Freunden, Weggefährten und Mitarbeitern zu führen. Verwoben mit vielen Hintergrundinformationen ist daraus ein ganz persönliches Portrait dieses so ungewöhnlichen Mannes auf dem Stuhl Petri entstanden.

08.10.2015, 19:30
keb Calw Mittwoch, 07.10.2015 um 19:30 Uhr Kirche St. Aurelius, Calw-Hirsau
Prof. Erika Rosenberg-Band, Buenos Aires, Argentinien
Böblingen, Stadtbibliothek ‚Im Höfle‘
Kosten: 8€
Kooperation mit Stadtbibliothek Böblingen

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Dienstag, 22. September 2015

Vortrag/ Lesung in der Sekundarschule am Schillerpark in Dessau. Conferencia en la escuela secundaria en la histórica ciudad de Dessau.

 

Dienstag, 10.30 Uhr. Die Schüler  trudelten in das Klassenzimmer ein, wo ich den Vortrag halten sollte. Zwei 10.Klassen. Von Anfang an machten sie mir alle einen tollen Eindruck. Sie waren ruhig, aufmerksam und stellten  hochinteressante Fragen. Ein Lob für die Schüler, für die Lehrer und für den Schulleiter!

Diese Vortragsreihe wurde von Frau Jana Müller von AJZ Dessau organisiert, vielen lieben Dank , liebe Jana für deine tolle Organisation.

Vielen Dank für das schöne Bild und  den wunderschönen Blumenstrauß! Und auch für das leckere Buffet.

Aus dem Tagebuch  einer Autorin, die diese Woche  Station in der Bauhaus Stadt Dessau macht.

 

Sekundarschule am Schillerpark in Dessau 001    Sekundarschule am Schillerpark in Dessau 002

Sekundarschule am Schillerpark in Dessau 003    Sekundarschule am Schillerpark in Dessau 004

Sekundarschule am Schillerpark in Dessau 005

Montag, 21. September 2015

Lehrerinfo Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultur

Die neue Ausgabe der Zeitschrift

Die neue Ausgabe der Zeitschrift "LEHRERINFO": Zum Lesen einfach auf das Titelbild klicken

Die neue Ausgabe der Zeitschrift LEHRERINFO ist erschienen. Interessierte können sie hier online als E-Paper lesen. Die Titelgeschichte lautet: "Jeder Abschluss mit Anschluss - Bayern verbessert Bildungschancen". Zudem im Heft: "Integration: Mehr Lehrer mit ausländischen Wurzeln" und "Schindlers Liste: Ein Gespräch mit Erika Rosenberg" sowie ein Interview mit Staatssekretär Bernd Sibler

 

Schindlers Liste - VortragsreiseBiografin von Emilie und Oskar Schindler im Interview

Eine engagierte und mutige Frau: Emilie Schindler (li.), hier mit Erika Rosenberg in der Deutschen Botschaft Buenos Aires, im Jahr 2000.

Eine engagierte und mutige Frau: Emilie Schindler (li.), hier mit Erika Rosenberg in der Deutschen Botschaft Buenos Aires, im Jahr 2000.

Erika Rosenberg aus Buenos Aires war eine enge Vertraute von Emilie Schindler. Als Zeitzeugin der zweiten Generation hat sie über Oskar Schindler und seine Frau Biografien verfasst. Auch 2016 hält sie an bayerischen Schulen Vorträge. Im Interview spricht sie über ihre Zielsetzungen und Erfahrungen.
Nicht nur durch den Kinofilm „Schindlers Liste“ sind Oskar und Emilie Schindler den meisten Schülern ein Begriff: Das Ehepaar rettete während der Zeit des Nationalsozialismus 1.200 Juden das Leben. Noch interessanter für junge Menschen ist aber, wenn jemand von diesen herausragenden Persönlichkeiten erzählt, der sie gekannt hat.

Professorin Erika Rosenberg

Professorin Erika Rosenberg

Frau Professorin Rosenberg, auch Ihre Familie durchlebte während des Holocaust ein bewegtes Schicksal. Inwiefern hat dieses Sie beeinflusst in Ihrem Engagement?
Erika Rosenberg: Mein Vater war Jurist in Berlin und meine Mutter Ärztin – und nach den Nürnberger Gesetzen durften sie aufgrund ihrer jüdischen Abstammung den Beruf nicht mehr ausüben. 1936 waren sie gezwungen, nach Südamerika auswandern. Über Paraguay sind sie illegal nach Buenos Aires eingereist. Ich wurde 1951 geboren und habe diese Zeit daher nicht mehr miterlebt, aber erzählt haben sie mir von ihrer Geschichte auch nichts. Das Thema Holocaust war ein Tabu. Das hat mich sehr beeinflusst, denn ich hätte gerne von meinen Eltern alles gehört – vor allem über ihre Kindheit, Familien, Jugend, über ihre Heimat. Aber: Sie haben es nicht getan, sie haben es einfach verschwiegen. Das hat mich immer sehr geschmerzt.
Mein Vater starb, als ich 9 Jahre alt war und meine Mutter 1990. Kurz darauf lernte ich Frau Schindler kennen. Das war kein Zufall. Es war eine Kausalität, wie Albert Einstein es immer benannt hat. Emilie und ich, waren die Fügung. Ich fand Emilies Geschichte so faszinierend und interessant, dass ich sie,  bis sie gestorben ist, betreut und begleitet habe. Bevor sie gestorben ist, versprach ich ihr, ihre Geschichte so zu vermitteln, wie sie sie mir erzählt hatte. Und diesem Versprechen fühle ich mich verpflichtet.

Sie waren mit Emilie Schindler eng vertraut, Ihr Wissen über das Ehepaar Schindler ist also aus erster Hand. Was zeichnete deren Persönlichkeiten aus?
Erika Rosenberg: Emilie war viel mehr als eine „Heldin“. Sie war eher eine Art Mutter für ihre Arbeiter. Bei jeder ihren Handlungen erkannte man den Spruch: „Hilf deinem Nächsten“: Sie war engagiert, mutig, einsatzbereit. Sie hatte ein großes Herz und hat geholfen, wo sie helfen konnte. Leider war ihre Geschichte nicht anerkannt. Die Filmindustrie hatte sie  übergangen, denn ihre Rolle in Schindlers Liste  entspricht auch die der Realität. Bis zu ihrem Tode machte sie selbst Vorwürfe nicht mehr Juden gerettet zu haben.
Auf meine Frage, ob sie eine Heldin gewesen sei, antwortet sie spontan: „Wir waren keine Helden. Wir haben nur getan, was wir als Menschen tun mussten“.

Sie leben in Buenos Aires und bilden für das argentinische Auswärtige Amt die zukünftigen Diplomaten aus. Wie kam es dazu, dass Sie Vorträge über Oskar und Emilie Schindler an deutschen Schulen halten?
Erika Rosenberg: Meine früheren Tätigkeiten an der Goethe Schule in Buenos Aires, im Goethe Institut und an der Katholischen Universität zu Buenos Aires musste ich nach langen Jahren aufgeben, weil ich derzeit an vielen Projekten und Recherchen arbeite: Im nächsten Jahr kommt mein Werk „Schindlers Helfer“ in Deutschland heraus – das nimmt wirklich viel Zeit in Anspruch.
Aber ich bin von Beruf eben immer noch Lehrerin und mag sehr die Vermittlung von Geschichte als etwas Lebendiges. Auf diesem Wege können die Schüler noch viel mehr als geschichtliche Fakten lernen – auch wichtige Werte, wie Zivilcourage, Moral, Menschheit, Solidarität, Freiheit, Einsatz bekommen sie eher mit. Das ist eine der höchsten Aufgabe eines Lehrers und mein ständiges Anliegen. Und wo könnte man sich besser mit deutscher Geschichte auseinandersetzen als in Deutschland mit den jungen Menschen?

Welche Denkanstöße möchten Sie den jungen Menschen an deutschen Schulen bei Ihren Gesprächen liefern?
Erika Rosenberg: Vor allem ist mir wichtig: Nie die Hoffnung verlieren, egal in welchen Zeiten. Außer der Vermittlung von historischen Hintergründen möchte ich die Jugend anspornen zu Zivilcourage, Mut, Einsatz, Solidarität und Liebe. Ich glaube, diese Werte sind die Säulen des Lebens.
Und die Jugend ist die Hoffnung der Zukunft. Ich bin mir sicher, meine Botschaft wird von ihnen gut verstanden.

Welche Erfahrungen machen Sie, wenn Sie mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt treten und über die Biographien von Emilie und Oskar Schindler reden?
Erika Rosenberg: Bis jetzt habe ich immer die besten – und oft sehr rührende Erfahrungen gesammelt. Mit vielen jungen Menschen, die sich nach meinen Vorträgen meine E-Mail-Adresse aufgeschrieben haben, bin ich in Kontakt. Sie schreiben mir, manche stellen Fragen, manche wollen sogar eine Arbeit oder Dissertation über das Thema Schindler schreiben. Diese Motivation ist mir viel, viel wert. Trotz der geographischen Entfernung habe ich so die Möglichkeit, Brücken zu bauen und ich bin dank elektronischer Post immer für die jungen Menschen da.

Vortragsreise 2016

Zu Zivilcourage, Mut und Einsatz anspornen: Erika Rosenberg beim Gespräch mit Schülern in Regensburg

Zu Zivilcourage, Mut und Einsatz anspornen: Erika Rosenberg beim Gespräch mit Schülern in Regensburg

Erika Rosenberg hat bereits im Rahmen früherer Reisen mehrfach vor bayerischen Schulen gelesen. Auch 2016 wird sie sich im März und April sowie von Ende August bis Mitte Dezember in Europa, bzw. Deutschland aufhalten und sich in dieser Zeit gerne den Schulen als Biographin von Emilie und Oskar Schindler und als Zeitzeugin der zweiten Generation zur Verfügung stellen.

Vorträge mit anschließender Diskussionsmöglichkeit
Die Vorträge dauern zwei Unterrichtsstunden inklusive einer Power-Point-Präsentation mit aussagekräftiger Dokumentation aus dem Schindler-Nachlass. Auch für Fragen der Schüler und eine Diskussion ist Zeit. Schwerpunkt ist dabei nicht nur die Geschichte vor, während und nach dem 2.Weltkrieg, sondern auch die Diskussion der Werte Zivilcourage, Einsatz und Mut.
Frau Rosenberg bittet bei Interesse oder bei Fragen um direkte Kontaktaufnahme per Mail. Nähere Informationen finden sich im Netz unter rosenbergerika.blogspot.com.

Stand: 11. März 2011, aktualisiert: 21. September 2015 // Fotos: Erika Rosenberg

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Sonntag, 20. September 2015

Oktoberfest 2015. Tradition in München. Oktoberfest, Fiesta de la cerveza en Munich.

 

Wie jedes Jahr zu dieser Zeit  gehen wir auf das Oktoberfest. Es ist schon eine Tradition in unserem Leben und wir  wollen  gar nicht darauf verzichten, uns in die Menschenmenge unterzutauchen, gebrannte Mandeln und ein Würstchen zu essen und warum nicht, auch ein Maß Bier im Zelt zu trinken.

Wir ließen uns heute auch  ein bisschen von dem Getümmel anzustecken. Uns dies hat uns sehr gut getan. Morgen  geht meine Vortragsreihe in Dessau weiter, aber heute, heute waren wir auf  der Wiesn. Es war wieder ein Erlebnis!

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Samstag, 19. September 2015

Letzte Veranstaltung in Ried im Innkreis am Freitagvormittag. Diesmal kam ein anderes Publikum, Schüler eines Gymnasiums in der österreichischen Stadt. Ultima conferencia matinal en Austria para bachilleres de una escuela local. Last conference in Austria.

 

Wer freut sich nicht auf das  bevorstehende Wochenende, aber diesmal freute ich mich dann am  letzten Freitag  dann doppelt, als  die Schüler eines Gymnasiums in den großen Raum des St. Franziskus Bildungszentrums eintrudelten. Von 10.30 bis 12 Uhr haben sie  sehr konzentriert und aufmerksam meine Ausführungen über das Thema Schindler gelauscht. Manche haben  Fragen gestellt.

Es war ein sehr bereichernder Vormittag. Um 13 Uhr  bestiegen wir den Zug  in Richtung Simbach, von dort aus nach Mühldorf und dann  nach München. Wenn man sich sehr früh  freut, freut man sich umsonst, denn unterwegs ist  ein Rad des Koffers kaputt gegangen und  wir mussten im Kofferladen  am Stachus Station machen, um zu reklamieren, denn es war ein  nagelneuer Koffer. Gott sei Dank hat mich die Verkäuferin  erkannt und lässt den Koffer ohne Garantie reparieren, denn wer läuft schon in der Welt rum mit Koffergarantien? Wir mussten einen neuen Koffer besorgen, alles im Laden umpacken. . . nun haben wir  anstatt zwei , drei Koffer. Die LH freut sich um so mehr, denn für ein drittes Gepäck muss man zusätzlich  zahlen.

Heute Samstag  wird es  ein bisschen gearbeitet und danach ab zum Schwimmen!!! Morgen ist das Oktoberfest  im Programm!!!

An alle  Besucher meines Blogs wünsche ich ein schönes Wochenende und bis  Morgen mit mehr Berichten.

Aus dem Tagebuch einer Autorin an  diesem Samstag in München

 

Ried Vortrag für die Schule 001      Ried Vortrag für die Schule 002

 

Ried Vortrag für die Schule 003     Ried Vortrag für die Schule 004

Ried Vortrag für die Schule 005

Freitag, 18. September 2015

Schindler Ausstellungseröffnung im St.Franziskus Bildungszentrum in Ried. Inauguración de la exposición sobre Schindler. Schindler Exhibition in Austria

 

Im Rahmen eines sehr  bereichernden Abend eröffnete ich gestern die Ausstellung aus dem Schindler Nachlass im St. Franziskus Bildungszentrum in Ried im Innkreis. Ein sehr interessiertes Publikum  horchte fast zwei Stunden meine Ausführungen und stellten auch viele Fragen.  Ein sehr  schöner musikalischer Rahmen mit Gitarre Musik machte die Veranstaltung auch noch beeindruckender. Ein  leckeres und üppiges Buffet machte den Rest. Interessante Gespräche bei einem Glas Wein bis fast 23 Uhr!

Vielen lieben Dank!  Heute geht es  mit einem  Vortrag für Schüler der 8.Klasse eines Gymnasiums weiter.

Ausstellungseröffnung 002    Ausstellungseröffnung 003

Ausstellungseröffnung 004   Ausstellungseröffnung 006

Aus dem Tagebuch einer Autorin, die sich heute auf das Wochenende freut!

Donnerstag, 17. September 2015

Ausstellungsaufbau und Vortrag über das Papstbuch in Ried im Innkreis, Österreich. Exposición y conferencia en Austria. Exhibition and conference in Austria.

 

Auf Einladung von Herrn Mag. Josef Schwabeneder von dem Bildungszentrum St. Franziskus in Ried im Innkreis weilen wir hier einige Tage. Gestern baute ich die Ausstellung  mit den vielen Dokumenten, Begleittexten und Bildern in  9 langen Stunden auf. Es war wieder viel zu viel Arbeit von morgen bis abends. Die Zeit reichte kurz  um mich für den Vortrag um 20 Uhr umzuziehen.

Ried im Innkreis, Österreich 001   Beim Ausstellungsaufbau

 

Kurz vor 20 Uhr trudelten die ersten Zuhörer in den großen Raum des Bildungszentrums. Alle wollten  durch meine Ausführungen etwas mehr über Papst Franziskus  wissen. Und so war der Abend : locker, bereichernd, nett, interessant. Es ergaben sich  auch sehr nette Gespräche mit dem Publikum. Vielen Dank, Herr Mag. Schwabeneder, Frau Michaela Bangerl und liebe Gäste!

 

Aus dem Tagebuch einer Autorin, die  zur Zeit in dem Land  der Komponisten, Dichter, Künstler, Denker weilt.

Ried im Innkreis, Österreich 004   Ried im Innkreis, Österreich 005

Ried im Innkreis, Österreich 006    Ried im Innkreis, Österreich 007

Ried im Innkreis, Österreich 008   Ried im Innkreis, Österreich 009

Ried im Innkreis, Österreich 011