Montag, 20. Mai 2013

Eine tolle Geburtstagsfeier im Schoß der Familie

 

Es war ein verregneter und kalter Sonntag im südlichen Buenos Aires aber in unserem Herzen schien die Sonne. Mein Mann Josecito hatte gestern Geburtstag und wir feierten im Schoß unserer kleinen Familie. Ich habe ihn und unsere Gäste, Eric mit Familie mit kulinarischen Leckerbissen verwöhnt. Alle waren sehr zufrieden und glücklich. Mein Mann hatte beinahe seine Handoperation vergessen, die ihn einige Wochen aus den Gefecht gezogen hat. Gott sei  Dank geht es ihm jetzt wesentlich besser!!!

Die letzten Wochen  waren ein ständiges auf und ab. Berufliche Verpflichtungen aller Art, Projekte, die am Anfang wie ein ganz einfacher Wunsch entstanden sind, wurden plötzlich zur Realität. Im Wort “Realität” ist  dessen Verwirklichung implizit. . . d.h. ich muss es auch  realisieren.

Am neuesten Werk schreibe ich auch, wenn es mir die spärliche Freizeit, die ich habe, erlaubt. Jedenfalls werde ich  noch in diesem Jahr vor meiner Vortragsreihe im europäischen Herbst damit fertig sein.

Meine Arbeit im argentinischen Auswärtigen Amt mit den Stipendiaten nimmt mir auch viel Zeit in Anspruch, sowohl auch die Organisation aller Veranstaltungen in Europa. Mittwochs nachmittags gehören Facundo, denn ich will ihm bei dem Schulpensum helfen. Wir machen zusammen im Klub Hausaufgaben und wenn er brav ist, spielen wir eine Tennis Partie als Belohnung. Samstags gehören ihm auch, denn es ist “unser gemeinsamer” Sporttag.

Viele Stunden widme ich auch unseren drei Pudeln. Die Mamá Danza ist schon eine betagte Dame mit fast 18 (Hunde) Jahren. Ein großes Wunder wie alle Tierärzte behaupten. Der liebe Gott meint mit ihr gut und will sie noch eine Weile bei uns lassen.

Josecitos Geburtstag mit viel Gesundheit und Glück 001  Josecitos Geburtstag mit viel Gesundheit und Glück 002

v.l.n.r Josecito, Myriam, Matthias,Facundo, Eric und auf dem zweiten Bild ich.  Hoch sollst du leben, hoch sollst du leben, drei Mal hoch!!!

Josecitos Geburtstag mit viel Gesundheit und Glück 003

Nach dem Abendessen waren alle zufrieden und selig.

Luego de la cena estaban todos felices y contentos

 

Aus dem Tagebuch einer Autorin aus der Südhalbkugel

Samstag, 18. Mai 2013

Schindlers unbekannte Helfer und Gegner aufgedeckt

imageIn diesem Buch wird erstmals an die 32 mutigen Helfer des in Mahren geborenen Unternehmers Oskar Schindler (1908-1974) erinnert, ohne die er die historische, couragierte Tat, 1200 in seiner Fabrik angestellte Juden vor dem sicheren Tod in den Gaskammern zu bewahren, nicht hätte ausführen können. Der Film "Schindlers Liste" machte diese Geschichte weltweit bekannt. Mit der unglaublichen Summe von umgerechnet 26 Millionen Euro allein hätte er keinen Erfolg gehabt. Ein eigenes Kapitel dieses Werkes porträtiert seine jüdischen Helfer. Doch hatte er auch zahlreiche Gegner. Selbst nach dem Krieg stieß er auf vielfältigen Widerstand. Mit den unbekannten nicht-judischen Helfern, zum Teil Nazis, die teilweise unwissentlich zur Rettung dieser Juden beitrugen, befasst sich das Buch. Also gerade auch den Gegnern widmet es sich. Schindler hatte sein Vermögen und sein Leben eingesetzt. Von "Schindlerjuden" in Israel unterstützt, starben er und seine Frau Emilie dennoch verarmt. Die Autorin Erika Rosenberg, geboren als Tochter überlebender deutscher Juden, legte bereits zwei Biografien zu Oskar und Emilie Schindler vor. Mit letzterer verband sie bis zu deren Tod 2001 eine intensive Freundschaft. Ihre Forschungen zu den Schindlers rundet Erika Rosenberg mit diesem Buch ab. Es ist in sehr gut lesbarem Stil mit vielen Originalzitaten geschrieben. ag Erika Rosenberg, Oskar Schindler - Seine unbekannten Helfer und Gegner, LIT Münster 2012, 200 S., ISBN 978-3-643- 11884-4, 24,90 €.

Rezensionen zu” Oskar Schindler. Seine unbekannten Helfer und Gegner”


Oskar Schindlers Geschichte wurde weltbekannt- aber wer war dieser charismatische Mann wirk-
Iich? Schindler hatte den Mut, 1.200 Juden vor dem sicheren Tod in den Gaskammern zu retten. Er
brachte 2.460.000 Reichsmark (das waren nach heutiger Währung 26 Millionen Euro) auf, um
diese Rettung zu verwirklichen. Doch ohne 32 mutige Helfer wäre er erfolglos geblieben. Solche gab
es sowohl auf deutscher als auch auf jüdischer Seite. An sie wird hier erstmals erinnert.
Dazu gehörten GLt Maximilian J. Schindler, der Leiter der Rüstungsinspektion im Generalgouvernement Polen, etliche Wehrmachtsoffiziere und auch Sturmbannführer
Dietrich Rehder. Nicht unerwähnt bleiben dürfen Schindlers zahlreiche Gegner.
Erstaunlicherweise stiel3 er auch nach dem Krieg auf vielfaltigen Widerstand. Seine couragierte
Tat wurde ihm kaum gedankt. Schindler und seine Frau Emilie, die ihn tatkräftig unterstützt hat,
starben verarmt. Die Autorin erlaubt auch einen Blick hinter den Film "Schindlers Liste" und seines Produzenten Branko Lustig. Die Story wurde geändert, um der Witwe Schindlers keine Tantiemen bezahlen zu müssen. nach eigenen Angaben wurde der Film "nur für die Juden gemacht, die waren die
Heiden. Schindler war nur ein braver Mann". Aber das hat die Geschichte verfälscht. Die Autorin hat u.a. Biografien Uber Oskar und Emilie Schindler verfasst. 1990 lernte sie Emilie Schindler in Buenos Aires persönlich kennen und betreute sie bis zu ihrem Tod im Jahre 20 II.
imageErika Rosenberg: Oskar Schindler. Seine unbekannten Helfer und Gegner. LIT Verlag, Berlin 2012.
197 Seiten, zahlreiche s/w-Abbildungen. ISBN 978-3-643-11884- 4. Broschur, Preis € 24,90.

Montag, 29. April 2013

“Zivilcourage und Mut”. Vortrag in Göppingen

 

„Zivilcourage und Mut.”

Wie Emilie und Oskar Schindler 1200 Menschen vor der Gaskammer
retteten. Eine Zeitzeugin der zweiten Generation berichtet“
Frau Prof. Erika Rosenberg ist als Tochter von nach Argentinien geflohenen Juden, als
Freundin und Vertraute von Emilie Schindler, der Frau des durch den Film „Schindlers Liste“
weltbekannt gewordenen Retters von 1200 Menschen vor der Gaskammer, und als
Biografin von Oskar und Emilie Schindler Zeitzeugin der zweiten Generation in mehrfacher
Weise. Sie lebt und arbeitet in Argentinien, hat u. a. Biografien über das Ehepaar Schindler
verfasst, hat über deren Helfer und Gegner bei der Rettungstat recherchiert und ist die
Kuratorin einer Ausstellung mit Dokumenten, Bildern und Originalexponaten aus dem
Schindler-Nachlass.
Leben
Erika Rosenberg wurde am 24. Juni 1951 als Tochter deutscher Juden in Buenos Aires,
Argentinien, geboren. Ihre Eltern, ein Jurist und eine Ärztin, flohen 1936, noch vor dem
Holocaust, über Paraguay nach Argentinien.
1990 lernte sie Emilie Schindler kennen. Ihre intensiven Gespräche führten nicht nur zu
einer Freundschaft, sondern auch zu über 70 Stunden Tonbandaufnahmen, aus denen
Rosenberg 1997 die Biografie „In Schindlers Schatten“ fertigte.
Als Emilie Schindler am 5. Oktober 2001 starb, wurde Erika Rosenberg eine ihrer Erben.
Zuvor veröffentlichte sie die überarbeitete Biografie der Schindler-Witwe unter dem Titel
„Ich, Emilie Schindler“ und die ihres Mannes als „Ich, Oskar Schindler“.
Erika Rosenberg ist tätig im argentinischen Auswärtigen Amt, wo sie zukünftige Diplomaten
ausbildet.
Veranstaltet von Kath. Erwachsenenbildung in Zusammenarbeit mit Ev.
Erwachsenenbildung, VHS und Haus der Familie/Villa Butz, Göppingen.
Dienstag, 26. November 2013, 20:00 Uhr
Göppingen, Evang. Stadtkirche
Prof. Erika Rosenberg-Band
€ 5,00 (Schüler/innen bis 16 Jahre frei)

Mittwoch, 24. April 2013

Die argentinischen Diplomaten der Promotionen 45. und 46. legten gestern einen Eid aufs Vaterland im Regierungshaus ab. Unter denen auch viele meiner ehemaligen Stipendiaten. Es war mir eine große Ehre eingeladen zu werden. Los diplomáticos argentinos de las promociones 45 y 46 prestaron ayer juramento en la Casa de Gobierno. Entre ellos se encuentran algunos de mis becarios. Fue un gran honor ser invitada para esta ocasión.

 

 

Mit einer wunderschönen Zeremonie und ausgezeichneten Rede der argentinischen Präsidentin Frau Dr. Cristina Fernández de Kirchner legten die Promotionen 45 und 46 des Auswärtigen Amtes ihren Eid aufs Vaterland ab.

 

Con una maravillosa ceremonia y excelente discurso de la Presidenta prestaron juramento a la Patria  las promociones 45 y 46 del Servicio al Exterior.

 

Regierungshaus 9            Regierungshaus 8

Der Maiplatz in den Abendstunden  Das Regierungshaus

Regierungshaus 7  Josecito         Regierungshaus 2

José  vor dem Regirungshaus       Ein Augenblick bei dem wunderschönen Umtrunk nach der Zeremonie

Regierungshaus 6        Regierungshaus 5

Die Präsidentin Frau Dr. Kirchner       Ein Grenadier

Regierungshaus 3      Regierungshaus 4

v.l.n.r F.Hirsch,S.Bellavigna, Erika Rosenberg, Sebastian Kobaru

 

Regierungshaus 1

Das Museum der Bicentenario, wo  der Umtrunk nach der Zeremonie statt fand

Donnerstag, 11. April 2013

Neue Vortragsreihe

Zeitzeugenreise Prof. Erika Rosenberg (02. – 06.09.2013) „Zivilcourage und Mut. Wie Emilie und Oskar Schindler 1200 Menschen vor der Gaskammer retteten. Eine Zeitzeugin der zweiten Generation berichtet“ Frau Prof. Erika Rosenberg ist als Tochter von nach Argentinien geflohenen Juden, als Freundin und Vertraute von Emilie Schindler, der Frau des durch den Film „Schindlers Liste“ weltbekannt gewordenen Retters von 1200 Menschen vor der Gaskammer, und als Biografin von Oskar und Emilie Schindler Zeitzeugin der zweiten Generation in mehrfacher Weise. Sie lebt und arbeitet in Argentinien, hat u. a. Biografien über das Ehepaar Schindler verfasst, hat über deren Helfer und Gegner bei der Rettungstat recherchiert und ist die Kuratorin einer Ausstellung mit Dokumenten, Bildern und Originalexponaten aus dem Schindler-Nachlass. Im Rahmen Ihres Deutschland-Aufenthalts in der zweiten Jahreshälfte 2013 hat sich Frau Prof. Rosenberg in der Zeit vom 02. bis 06.09. 2013 für eine Veranstaltungsreihe in rheinland-pfälzischen Schulen zur Verfügung gestellt. Möglich sind Vorträge und Gespräche mit Schülerinnen und Schülern zum Ehepaar Schindler, zu ihrer Rettungstat und dem noch immer weitgehend unbekannten Anteil Emilie Schindlers daran, zum Schicksal des Ehepaars Schindler nach Ende des Zweiten Weltkriegs, zum Verhältnis von Fiktion (Film „Schindlers Liste“) und Realität, aber auch zu ihrer eigenen Lebensgeschichte. Diese umfassen in der Regel zwei Unterrichtsstunden. Dabei wird auch eine Power Point Präsentation mit aussagekräftigen Dokumenten, Texten und Bildern gezeigt. Die entstehenden Kosten für die Veranstaltungsreihe trägt das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur. Lediglich die Unterkunft für Frau Prof. Rosenberg muss durch die jeweilige Schule organisiert und finanziert werden. Falls Sie Interesse an einer Veranstaltung in diesem Rahmen haben, bitte ich bis zum 28.05.2013 um eine kurze Anmeldung mit der Angabe eines bevorzugten Wochentages, aber auch von Ausweichterminen, um eine möglichst sinnvolle Reiseroute für Frau Prof. Rosenberg erstellen zu können. Weitere Informationen zur Person von Frau Prof. Rosenberg finden Sie im Internet unter folgenden Links: : http://www.dhm.de/lemo/forum/kollektives_gedaechtnis/379/index.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Erika_Rosenberg







. . . Und es regnet wieder ununterbrochen über Buenos Aires. Alarmzustand. Y llueve copiosamente sobre Buenos Aires.

 

Es ist kaum eine Woche nach der schrecklichen Unwetterkatastrophe in Buenos Aires vergangen und  es regnet wieder ununterbrochen. 60 Tote, Tausende von Evakuierten, 350.000 Beschädigten und Millionen Verluste. Menschen, die sich nie davon erholen werden, denn meisten  sind die Opfer keine Reichen, ganz im Gegenteil, Arme und Bedürftige.

Die Mutter Natur klagt! Die Mutter Natur  gibt uns Zeichen, wir Lebewesen tun vieles Falsches. Wir selbst kontaminieren die Luft, Flüsse, Meere, Erde. . . und Geld und Interessen wegen merken wir uns nicht, wir sind selbst die Betroffenen, denn die Mutter Natur rächt sich weltweit. Hier ein Unwetter, da ein Meteorit! Wohin will der Mensch mit allen seinen Fortschritten, mit seiner verheerenden Arroganz, sich überall durchzusetzen.

Ich habe vorige Woche die apokalyptischen Szenen vor Augen gehabt, wie Menschen in Strömungen wie in einem Hauch verschwanden, wie innerhalb von Minuten viele  die Arbeit vom  ganzen Leben, Auto, Haus, Haushaltsgeräte, Haustiere verloren. Sie kamen daraus mit nackten Leben. Die Szene des Horrors habe ich noch vor meinen Augen.

Die Katastrophe hat in einer Art  die gespaltene argentinische Gesellschaft solidarisch wieder geeignet. Es haben sich Sammelstellen mit Lebensmitteln, Chlor, Matratzen, Wäsche, Schuhe. . .in fast alles Stadtteilen gebildet, alles spontan, improvisiert, wie in meinem Fall. Es ist eine riesige Mühe, aber es lohnt sich und das erfreut die Seele und das Herz. Es ist ein wunderschönes Gefühl zu “geben”, zu “spenden”, zu arbeiten für die Anderen, die es nicht machen können. Machen wir es bitte dann “anonym” und beschildern wir nicht unsere verlogene Solidarität. Am Sonntag stritten sich zwei Gruppen, eine gehört der Regierung, wer eine  bessere Rolle in der Öffentlichkeit und den Medien dadurch errungen hat. Sie wollten sich profilieren. Ob es aus solcher Notlage man Profite herausholen sollte. . .

Aus dem Tagebuch einer Autorin, die vor Ort das Verhalten der Gesellschaft beobachtet.