Freitag, 6. September 2013

"Den Hass begraben"

Schindlers Liste - was ist Wahrheit und was Hollywood? Darüber haben 130 Schüler des Traben-Trarbacher Gymnasiums mit Professorin Erika Rosenberg aus Argentinien gesprochen: Sie ist die Biografin von Emilie und Oskar Schindler, Emilies Erbin und als Zeitzeugin der zweiten Generation momentan auf Vortragsreise durch Europa.

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Professorin Erika Rosenberg gibt Schülern Einblicke in das Leben der Schindlers. TV-Foto: Claudia Szellas      
Traben-Trarbach. Bei Ebay ist sie gerade wieder aufgetaucht: Schindlers Liste mit den über 1200 Namen der Juden, die der Fabrikbesitzer Oskar mit Ehefrau Emilie vor den Nazis gerettet hat.
"Viel Geld soll sie bringen, das ist schlimm! Denn so ein Zeitdokument gehört ins Archiv und nicht in Ebay", sagt Professor Erika Rosenberg.
Auf ihrer Tour durch Europa war sie auch zu Gast bei 130 Schülern des Traben-Trarbacher Gymnasiums. Rosenberg gilt als enge Vertraute von Emilie Schindler und räumte mit manchem Hollywood-Mythos bei ihrem Vortrag auf.
Dabei ist es zunächst ihre eigene Geschichte, die den Kontakt zu Emilie brachte: "Mein Vater war Jurist und meine Mutter Ärztin. 1936 wanderten sie aus, da sie als Juden ihren Beruf nicht mehr frei ausüben durften und sie Verfolgung fürchteten. Ohne Geld, ohne der Sprache mächtig zu sein, flohen sie zuerst nach Paraguay, später nach Argentinien, wo ich 1951 geboren wurde", erzählt sie den Schülern.
Ideelles Vermächtnis
Rosenbergs Eltern haben mit ihr nie über die Zeit der Verfolgung geredet - "deshalb wollte ich nach ihrem Tod ein Buch über die vielen Einwanderer in Argentinien verfassen." Bei den Recherchen hierzu begegnete sie Emilie. "Sie erzählte mir alles. Das war ergreifend, erschreckend und mein eigenes Buchprojekt legte ich ad acta, um ihre Biografie zu schreiben." Rosenberg macht klar: "So wie im Film war es übrigens nicht: Emilie Schindler hat auch unter Einsatz ihres Lebens bei der Rettung der über 1200 Juden mitgeholfen."
Im Winter 45 habe sie zudem 120 Juden in der tschechischen Fabrik ihres Mannes aufgenommen, die auf der Suche nach Zuflucht drei Wochen verzweifelt unterwegs waren.
Details aus dem Privatleben
Auch Details aus dem Privatleben der Schindlers gibt sie preis: "Oskar hat seine Frau betrogen, wo er nur konnte. Seine Geliebte nahm er mit auf dem Schiff nach Argentinien. Als Emigrant fühlte er sich dort nie wohl. Deshalb ging er 1957 nach Deutschland." Vom Tod ihres Mannes erfuhr Emilie erst durch die Todesanzeige. "Ein Nazi, der Juden rettete", stand hier geschrieben. "Warum haben die zwei getrennt gelebt, wo sie so viel mitgemacht haben?", will die 18-jährige Franziska wissen. "Weil sie sehr unterschiedliche Menschen waren: Emilie war fromm und Oskar liebte das Leben."
Vinh (16) fragt: "Was ist dran am Streit ums Erbe?" Rosenberg schüttelt den Kopf: "Emilie war mittellos, in Argentinien lebte sie von unbekannten Spendern."
Die passenden Beweise wirft die Vertraute per Beamer an die Wand. "Als sie nach Deutschland kam, habe ich sie begleitet, alles bezahlt, auch ihre Beerdigung."
Ihr ideelles Vermächtnis will Rosenberg so lange es geht, in die Welt tragen. "Emilie wollte, dass die Menschen ihren Hass begraben: Mut, Courage und Liebe im Leben sind das Wichtigste und auch die Fähigkeit zu vergessen."
Extra
Wie Schindlers Liste entstand: Oskar Schindler hatte zunächst eine Emaillefabrik in Krakau - dort waren hauptsächlich Juden beschäftigt, die aus dem Konzentrationslager Plaszow stammten. Schindler stand seit seiner Jugend den jüdischen Mitschülern und seinen jüdischen Freunden immer positiv gegenüber. Bereits 38 schmuggelte er immer wieder Juden in seinem Kofferraum im Auto über die Grenze. Gleichwohl er seit 35 als Agent der Abwehr für das Deutsche Reich ausländische Agenten enttarnte, arbeitet er quasi als Doppelagent auch im Widerstand: Als ihm zu Ohren kam, dass seine Arbeiter nach Auschwitz zur Endlösung deportiert werden sollten, kaufte er schnell ein Werk in Tschechien, für das er Arbeiter brauchte - diese sollten benamt auf eine Liste kommen: 799 Männer und 299 Frauen bilden die Grundlage dieser verfilmten und legendären "Schindlers Liste", die im Übrigen nicht vom ihm selbst, sondern vom "Ordnungsmann" Marcel Goldmann erstellt wurde.

Datum: 06. September 2013 | Mehr aus diesem Ressort: Heute in der Mosel Zeitung

Autor: Claudia Szellas Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Traben-Trarbach







Abendveranstaltung im Karolinen-Gymnasium in Frankenthal


Die Bahnfahrt von Alzey über Worms nach Frankenthal betrug etwas mehr als eine Stunde. Eine relativ kurze Strecke, wenn man mit den anderen Fahrten vergleicht.
Das herrliche Wetter begleitet uns die ganze Woche in Rheinland-Pfalz und gestern, als wir einen Spaziergang hier in Frankenthal gemacht haben, haben wir sogar einen wunderschönen Sommernachmittag genossen mit Temperaturen von 30° Grad Celsius.
Die Abendveranstaltung im Karolinen-Gymnasium fing pünktlich um 19 Uhr an. Die Zuhörer waren meistens Gymnasiasten, die den Abend opferten, um sich über die Thematik zu informieren. Alle hörten sehr interessiert zu und stellten dementsprechend wichtige Fragen. Frau Langhans-Glatt und Kollegen hatten die Schüler ausgezeichnet vorbereitet. Nach 21 Uhr war ich fertig und langsam stand das Publikum auf. Es war ein schöner Abend, den ich lange in Erinnerung halten werde.
Heute geht es weiter nach Schifferstadt, wo ich in einer Salierschule den letzten Vortrag dieser Woche halten werde.

 
 
 

Donnerstag, 5. September 2013

Veranstaltung in der Realschule Ludwig Erhard in Alzey

 

Die liebe Frau Eva Glaser hat uns gestern vom Bahnhof in Alzey abgeholt und zum Hotel gebracht. Es war ein schöner Abend, wo ich mich etwas  von den zwei Vorträgen in Trier und von  der vierstündigen Bahnfahrt erholen konnte. Mails wurden geschrieben, mit der Betreuerin unserer drei Pudeln telefoniert, ihr manches über jeden einzelnen erklärt, u.s.w.

Heute fand die Veranstaltung an der Realschule statt und das machte mir viel Spaß. Es waren viele interessierte Schüler, die auch  wichtige Fragen stellten. Vielen Dank, liebe Frau Glaser und Herrn Direktor Dyill zusammen mit den anderen Kollegen, die  die Veranstaltung beiwohnten.

 

Azley Realschule 001    Azley Realschule 002

 

Azley Realschule 003   Azley Realschule 004

Vorträge in Trier und Trier Ehrang


Mit großem Erfolg verliefen die Vorträge am Humboldt-Gymnasium in Trier und in der Realschule Ehrang.
Herr Brüning vom Humboldt-Gymnasium hat seine Schüler  ausgezeichnet vorbereitet und viele haben sehr interessante und kluge Fragen gestellt. Alle waren sehr aufmerksam. Für die  exzellente Vorbereitung von Herrn Brüning und seinen Kollegen bedanke ich mich rechtherzlich!
Dr. Ruf-Haag von der Realschule hatte auch seine Schüler sehr gut auf den Vortrag vorbereitet, daher entstanden auch wichtige Fragen während des Vortrags.
Trier Humboldt Gymnasium, Ehrang Realschule 001   Trier Humboldt Gymnasium, Ehrang Realschule 002
Im Humboldt-Gymnasium mit Herrn Brüning
 
Trier Humboldt Gymnasium, Ehrang Realschule 003  Trier Humboldt Gymnasium, Ehrang Realschule 004
Wunderschöne Geschenke   In der Realschule mit Dr. Ruf-Haag
Eine Flasche Wein, ein Buch
und Blumen, wie glücklich ich
bin alles in meinen Händen halten
zu können!
 
Artikel von Frau Heintzen
 
Am 3. September 2013 durften die Jahrgangsstufe 11 und die Leistungskurse Geschichte 12 MSS und 13 MSS eine außergewöhnliche Persönlichkeit kennen lernen. Frau Professor Erika Rosenberg-Brand besuchte im Rahmen einer Vortragsreihe unser  Gymnasium Traben-Trarbach. 
Frau Professor Rosenberg, geboren  1951 in Argentinien, ist die Tochter deutsch- jüdischer Eltern, die 1936 aus Hitler-Deutschland flohen und sich schließlich in Argentinien ansiedelten. Sie, als Jüdin, lernte - wie sie sagte - "nicht durch Zufall sondern aufgrund von Kausalität"  Emilie Schindler, als Nichtjüdin,  kennen, die ihre beste Freundin wurde, und verfasste dann Biografien über Emilie Schindler und ihren Mann Oskar.
Oskar Schindler ist, dank "Schindlers Liste" von Regisseur Steven Spielberg, vielen Menschen ein Begriff. Emilie Schindler, die gleichen Anteil an der Rettung von über 1300 Jüdinnen und Juden hatte, taucht im Spielberg-Film nur marginal auf. Hollywood und somit Spielberg "brauchte einen Helden" - so Frau Professor Rosenberg.
Spannend erzählte Frau Rosenberg über ihre Freundschaft zu Emilie Schindler und ihre Recherchen zu Oskar Schindler, wie er wirklich war. Hoch brisant auch ihre Recherchen zu Dokumenten im Zusammenhang mit verschiedenen "Nazigrößen".
Frau Professor Rosenberg ließ jederzeit Fragen zu und band damit unsere Schülerinnen und Schüler aktiv in ihren Vortrag ein. Das waren sehr spannende Stunden. Es hat ihr so gut am Gymnasium Traben-Trarbach  gefallen ( siehe rosenbergerika.blogspot.de), dass sie nächstes Jahr wiederkommen und uns eine von ihr konzipierte Ausstellung zu den behandelten Themen als Dauerleihgabe überlassen möchte. Außerdem sind alle Schülerinnen und Schüler eingeladen, noch offene Fragen über mich weiterzuleiten. Sie wird sie gerne beantworten
Mein Dank gilt zunächst  Herrn Eymann vom Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz (Koordinationsstelle für Zeitzeugengespräche),  dass er unser Gymnasium für den Rosenberg- Vortrag ausgewählt hat.
Vor allem gilt mein Dank aber Erika Rosenberg, die ich im Vorfeld,  innerhalb unseres längeren  eMail - Kontaktes, und dann persönlich mit ihrem Ehemann als sehr warmherzigen, offenen Menschen kennengelernt habe, der jungen Menschen sehr viel zu sagen hat, weil er so viel erlebt und durchgestanden hat.   Unsere Schulgemeinschaft, liebe Frau Professor Rosenberg, dankt Ihnen für Ihre Aufforderungen an uns alle: "Kein Hass, keine Ressentiments und niemals aufgeben!" und ihren Antworten auf die Frage , wo Sie hingehören:  "Ich bin keine Argentinerin, ich bin keine Deutsche, ich bin Mensch." So haben wir Sie auch kennengelernt und freuen uns auf nächstes Jahr.
Anette Heintzen (Fachkonferenzleiterin Geschichte)

Dienstag, 3. September 2013

Veranstaltungen in Cochem, Traben-Trarbach, Trier


Der Arbeitstag hat heute sehr früh angefangen. Um 7.30 Uhr war ich schon an der BBS in Cochem. Auf dem Lift traf ich zufällig den Schulleiter. Wir fuhren zur Aula im dritten Stock, wo auf uns Frau Kaufmann wartete. Pünktlich fing der Vortrag an. Die Schüler hörten sich meine Aufführungen und Lesung sehr interessiert an. Als ich damit fertig war, holte mich  Frau Heintzen ab und fuhren wir  zum Gymnasium in Traben-Trarbach. Hier wartete auf mich auch ein hochinteressiertes Publikum. Die Gymnasiasten stellten  von Anfang an, hochinteressante Fragen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa mit Frau Heintzen und einem Kollegen von ihr, fuhr sie uns nach Wittlich, wo wir in den Zug nach Trier einstiegen. Liebe Frau Heintzen, herzlichen Dank für Ihre Mühe!!!
Cochem- Traber-Tranbach-Trier 001    Cochem- Traber-Tranbach-Trier 003
BBS in Cochem
 
Cochem- Traber-Tranbach-Trier 004   Cochem- Traber-Tranbach-Trier 007
Gymnasium in Traber-Tranbach   Mit Frau Heitzen
Traber-Transbach 3    Traben-Tranbach 5
 
Cochem- Traber-Tranbach-Trier 009  Cochem- Traber-Tranbach-Trier 012
Trier                                  Vor dem Porta Nigra

Montag, 2. September 2013

Vortrag in Hachenburg

 

Organisiert von Herrn Ulrich Eymann vom Pädagogischem Landesinstitut Rheinland-Pfalz halte ich diese Woche eine Vortragsreihe in der Region. An erster Stelle kam  die Realschule Hachenburg. Ein wunderschöner Empfang war von den Geschichtslehrerinnen Frau von Hessen und Frau Fiedler, die uns zum Abendessen eingeladen haben.

Die Veranstaltung an der Schule war ein Erfolg an sich. Mehr als 90 Minuten  hörten sich  die Schüler sehr aufmerksam den Vortrag an. Interessante Fragen wurden gestellt.

Nach dem Vortrag hat uns der Ehegatte von Frau von Hessen mit dem Auto nach Cochem an der Mosel gefahren.

Gegen 14 Uhr ist es uns gelungen eine stündige Schiffahrt zu machen. Das Wetter und die  Landschaft haben aus dem Tag etwas Unvergessliches gemacht.

Aus dem Tagebuch einer Autorin, die heute ein bisschen Touristin gewesen ist.

 

Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 001   Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 002

Vor dem Vortrag, Frau von Hess und ich

Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 003  Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 004

                                          In Cochem an der Mosel

 

Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 005   Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 006

 

Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 007   Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 008

Unser Hotel Villa Vinum  Josecito genießt die wunderschöne Sonne

Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 009  Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 012

                                                              Während der Schiffahrt

Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 014  Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 019 

 

Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 021   Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 026 

Das wunderschöne Schloss  In der Fußgängerzone

 

Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 027       Hachenburg-Cochem an der Mosel-Schiffahrt 029

Sonntag, 1. September 2013

Veranstaltung in Köthen, Sachsen-Anhalt, organisiert von der Kolpingfamilie

 

Organisiert von  der Leiterin der Kolpingfamilie in Köthen Frau Henrike Northoff durch Vermittlung unseres lieben Freund Georg Kuropka von Lions Club in Bitterfeld verlief die Veranstaltung am Freitag, den 30.08 im Rahmen feierlichen und sehr interessanten Abendstunden.

Ein hochinteressiertes Publikum belauschte den Vortrag mit großer Aufmersamkeit. Fragen wurden gestellt und die Fragestellung und entstandene Debatte prima von Herrn Kuropka moderiert.

Ein Büchertisch stellte man auch zur Verfügung und Bücher habe ich  sehr gerne signiert. Der Abend  ist mit einem  gemeinsamen Abendessen im Restaurant “Caruso” abgeklungen, wo außer dem köstlichen Essen  interessante Themen angeschnitten wurden. Danach fuhren wir mit Barbara und Georg Kuropka nach Bitterfeld, wo am Samstag auf uns ein wunderschönes Einschulungsfest ihrer Enkelin Laura wartete. Es waren wunderschöne Tage! Jetzt ruft der Dienst weiter und wir sitzen im Zug Richtung Hachenburg in Rheinland Pfalz, wo ich eine lange Vortragsreihe die ganze Woche halte.

 

Köthen - Kuropka 001   Köthen - Kuropka 002

Mit dem Pfarrer der Marienkirche und Georg Kuropka

Köthen - Kuropka 006   Köthen - Kuropka 008

Bei Büchersignierung

Köthen - Kuropka 007    Köthen - Kuropka 004