Freitag, 17. Juli 2026

Pressebeitrag in der Fuldaer Zeitung

 Organisiert wurden Vernissage und Ausstellung von der Point-Alpha-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Frauen-Union aus dem Wartburgkreis und der aus dem Landkreis Fulda. Schirmherrin der Ausstellung ist Professorin Erika Rosenberg-Band, die mit den Biografien über Oskar und Emilie Schindler internationale Bekanntheit erlangte und dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

Mittwoch, 8. Juli 2026

Über Glauben, Hingabe, Opferbereitschaft, Beharrlichkeit und Hoffnung. Gedanken nach einem Fußballspiel,

 Über Glauben, Hingabe, Opferbereitschaft, Beharrlichkeit und Hoffnung .

Gedanken nach einem Fußballspiel.

Wie prägend ein Spiel einer Fußball-Weltmeisterschaft sein kann insbesondere für jemanden wie mich, der den Wechselfällen des Fußballs nie allzu große Aufmerksamkeit geschenkt hat. Doch als ich gestern den 3:2-Sieg Argentiniens gegen Ägypten verfolgte, sah ich weit mehr als nur ein Fußballspiel. Ich sah den unerschütterlichen Glauben, die Beharrlichkeit und den unbedingten Willen von Lionel Messi und vielen seiner Mitspieler. Ich sah, wie sich eine Situation wenden lässt, die bereits verloren scheint – eine Situation, die das Ende aller Hoffnungen auf das Erreichen des Viertelfinales bedeutet hätte. Als ich die Zeitlupenaufnahmen von Messi und den anderen Spielern aufmerksam betrachtete, erkannte ich etwas, das weit über den Sport hinausgeht. Mir wurde bewusst, wie entscheidend es ist, Glauben zu haben – und aus diesem Glauben heraus das Vertrauen in die eigene Kraft zu schöpfen. Genau darum geht es. Ist Beharrlichkeit vielleicht der wahre Weg zu einem erfolgreichen Ziel? Ich bin zutiefst davon überzeugt. Denn nicht das Spiel selbst ist das Wesentliche, sondern der Wille, es zu gewinnen. Entscheidend ist die innere Haltung, sich von einer ersten Niederlage nicht entmutigen zu lassen, sondern weiterzugehen. Es ist dieses entschlossene Vorwärts, das uns antreibt, weiterzuleben und jene Ziele nicht aufzugeben, die wir unsgesetzt haben – auch dann nicht, wenn sie plötzlich unerreichbar erscheinen und der Gedanke an das Aufgeben verführerisch nahe liegt. Der argentinische Dichter Almafuerte – mit bürgerlichem Namen Pedro Bonifacio Palacios – schrieb einst: „Nicht tot ist, wer kämpft.“ Genau dieses Gefühl, lebendig zu sein, war es, das die Spieler angeführt von Messi – bis zur letzten Minute trug. Sie gewannen das Spiel in einem Augenblick, als bereits alles auf eine unausweichliche Niederlage hindeutete. Während ich ihnen zusah, erkannte ich vieles von mir selbst wieder– in diesem Spiel, in den Gesichtern der Spieler, besonders in den Zeitlupenbildern von Lionel Messi. Ich hatte die Gelegenheit, ihn vor vielen Jahren in Rom kennenzulernen, bei einer interreligiösen Begegnung, die vom inzwischen verstorbenen Papst Franziskus ins Leben gerufen worden war. Es war das „Spiel für den Frieden“. Dort begegnete ich auch Diego Maradona – bereits gezeichnet von den Lasten seines Lebens, müde und erschöpft, und doch unvergleichlich. Obwohl er körperlich längst nicht mehr in Bestform war und deutlich an Gewicht zugelegt hatte, spielte Maradona die gesamten neunzig Minuten eines Spiels, bei dem die Teilnehmer unterschiedlichster Kulturen und Religionen eigentlich jeweils nur fünfzehn Minuten auf dem Platz stehen sollten. Doch für ihn gab es kein Halten. Er spielte bis zum Schluss – mit derselben Leidenschaft, die ihn sein ganzes Leben begleitet hatte. Doch eigentlich möchte ich nicht über Fußball sprechen. Ich möchte von dem erzählen, was das Verhalten der Spieler – der Argentinier ebenso wie der Ägypter – in mir ausgelöst hat. Jeder von ihnen gab das Beste, was er geben konnte: seinen Mut, seinen Kampfgeist, seinen Willen und seine Hoffnung, ein Ziel zu erreichen. Und vielleicht haben am Ende beide gewonnen.Denn natürlich gibt es im Sport einen Sieger und einen Verlierer. Aber verliert der Unterlegene wirklich? Oder gewinnt er nicht vielmehr etwas ebenso Wertvolles – Erfahrung, die ihn auf die nächste Herausforderung vorbereitet? Vielleicht besteht gerade darin die eigentliche Bedeutung jeder Niederlage: aus ihr zu lernen, an ihr zu wachsen und den Mut zu finden, erneut aufzubrechen. Denn letztlich geht es im Leben nicht darum, niemals zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen. Ob wir das Schicksal nennen, Vorsehung oder einfach Glück – entscheidend bleibt, dass wir den Glauben an uns selbst nicht verlieren und den Mut finden, unseren Weg weiterzugehen.

Sonntag, 5. Juli 2026

Eindrücke der letzten drei Tage.


Sonntag 7 Uhr morgens. Bedeckter Himmel, angenehme Temperaturen, intellektuelles Wetter. Gewitter, Stürme sind für heute Nachmittag angesagt aber trotzdem gehe ich heute schwimmen. Die körperliche Bewegung, der Sport ist in meinem Leben sehr wichtig. Ich bin mit dem Spruch aufgewachsen "Wer rastet, der rostet". 
Für mein intellektuelles Schaffen brauche ich auch gleichzeitig, immer wenn es mir die Zeit erlaubt, Bewegung. Während ich schwimmen oder turne habe ich  Potpourri an Ideen und Gedanken, die ich danach  einordnen kann. So war ich immer und so bin ich auch jetzt!
Mit Rückblick auf die letzten Tage kann ich ein  mehr als positive Bilanz ziehen.
Am letzten Donnerstag sind wir von München aus nach Fulda gefahren. Dort wurden wir von Michael Henkel abgeholt und fuhren nach Kranluken zu dem Anwesen von Frau Henkel, Bürgermeisterin von Geisa, Organisatorin  der Veranstaltung in Point Alpha, wo die Ausstellung "Fearless Women" von dem Künstler Oliver Schaeffer präsentiert wurde.
Ich hatte die große Ehre, die Würde Schirmherrin zu sein. Eine Ehre, die mir erweist, wahrscheinlich, weil ich die einzige bin, die Frau Emilie Schindler die letzten 11 Jahre ihres Lebens begleitet habe. Am Anfang als Autorin und Historikerin, danach als gute Freundin oder besser gesagt als Ersatzenkelin, die ihren letzten Wunsch erfüllen sollte, nämlich ihren Lebensabend in Deutschland zu verbringen. Und danach sogar auch als einziger Mensch, der sich mit ihrer Beisetzung beschäftigen musste, denn alle "haben den Kopf gedreht" und in die Luft geschaut, sowohl Deutsche als auch Israeli und Überlebende, auch Spielberg, der sich mit der Geschichte "Schindlers Liste" bereichert hatte und Ruhm gewann.
Aber das ist bloß Vergangenheit.
Am Donnerstag fand die Vernissage der Ausstellung in Point Alpha, ein historischer Ort, denn es war die Deutsch-Deutsche Grenze, heute eine Gedenkstätte mit einem riesigen Raum super für solche Events geeignet.
Ca. 180 Gäste kamen neugierig, um von vielen Geschichten furchtloser Frauen zu erfahren.
Ich hatte die große Ehre die Veranstaltung zu eröffnen. Bei solchen Angelegenheiten bereite ich gar keine besondere Rede vor, denn man spricht mit dem Herzen, mit Gefühlen, denn, das, was man vermitteln versucht, ist die eigenen Gefühle zu übermitteln und dass sie auch so viele Herze wie möglich berühren kann.
Der Event war ein großer Erfolg. Viele Persönlichkeiten aus der Welt der Politik waren anwesend. Viele geladene Gäste haben mich begrüßt, viele kannte ich von vorher, wie z.B. Frau Sabine Lange, eine alte Freundin aus Bad-Salzungen, andere erinnere ich mich nicht genau wie sie heißen.
Der Empfang war ein großes Fest für das Herz und die Seele. So viel Wärme, die beste Ernährung an einem solchen unvergesslichen Abend! 
Diese Begegnungen  verleihen mir neue Kräfte, um weiter im Leben zu machen: Schreiben, Vorträge halten, Projekte durchführen, reisen unternehmen.
Zwei Tage verbrachten wir bei Frau Henkel privat. Tolle Gespräche haben wir geführt. Tiefe Themen, hochinteressante Konklusionen. Und wenn man mich fragt, ob wir uns ausgesprochen haben, erwidere ich  rundweg "NEIN".
Es bleibt noch soviel zu untersuchen, analysieren, austauschen...
Auf diesem Wege sage liebe Manuela Henkel, vielen Dank für diese marvellous  days, die sowohl Jose als ich auch immer in Erinnerung halten werden.

Mittwoch, 1. Juli 2026

Heute in der Fuldaer Zeitung: 15 furchtlose Frauen der Weltgeschichte – Ausstellungseröffnung auf Point Alpha Stand:01.07.2026, 05:31 Uhr

 Schirmherrin der Ausstellung ist die renommierte Journalistin und Biografin Professorin Erika Rosenberg-Band, die durch ihre Arbeiten über Oskar und Emilie Schindler internationale Bekanntheit erlangt hat. Sie ist auch gleichzeitig Bildpatin des von Schäfer geschaffenen Porträts von Emilie Schindler.