Donnerstag, 28. Januar 2021

Ein Potpourri an Aktivitäten, Projekte, Bilder, Ereignisse, Erlebnisse. Un Potpourri de actividades, vivencias, fotos y momentos que deseo atesorar.

 







. . .mit  vielen Aufgaben bin ich an diesen Donnerstag, den 28.01.21 nun mal endlich gelandet. Erst vier Wochen wieder im Lande und jeden Tag so viel zu tun, so viel, dass man  sogar das Zeitgefühl verlieren könnte. Und so geht es mir  im Moment.
Seit letzter Woche Freitag sind wir hier an der südatlantischen Küste. Ein kleiner Badeort mit ca. 90.000 Einwohner, 500 km südlich von Buenos Aires, wohin ich mich  zum Schreiben und Organisieren die Gestaltung  meines Arbeitsjahres zurückgezogen habe. Von der Stadt aus, vom Moloch Buenos Aires hätte ich es bestimmt nicht so gut erledigen können. Hier , auch wenn Corona Maßnahmen herrschen, hat man die nötige und vor allem ruhigere Zeit. Mir fehlt momentan sehr schwer in der Großstadt zu konzentrieren. Schreckliche Nachrichten im Radio, im Fernsehen, Krankenwagensirenen, die  nachts und tagsüber heulen durch die Stadt, Menschenschlangen vor Krankenhäusern bringen mir sehr aus der Ruhe.
Von hier aus kann ich meine Webinare Reihe halten, an neuen Projekten arbeiten, Wanderungen am Meer , im Wald machen, kurze Ruhepausen einlegen.
Von Webinaren, dann Abendessen mit unserem Sohn Eric samt Familie, Fernsehinterviews, bis zu an meinem neuen Buch arbeiten.
Die Vorbereitung auf neue Webinare-Reihen über starke Frauen im 20.Jahrhundert oder Schindler-Eva Perón, Juan Perón, oder andere Themen stehen auch auf der langen Liste des Pensums, das ich in kurzer Zeit bewältigen soll. Aber wo ein Wille ist , ist auch ein Weg.
An alle Leser meines Blogs herzliche Grüße und ein schönes und gesundes, erholsames Wochenende!
Aus dem Tagebuch einer Autorin, die zwischen der Welten pendelt, heute aus Necochea

Donnerstag, 21. Januar 2021

Wichtige Ankündigung einer Videokonferenz zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, Jugendring Dortmund und Friedrich Ebert Stiftung, Regionalbüro Regensburg. Importante Videoconfrtemcia el 27.01.21 con motivo de la liberación de Auschwitz

 Der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, ist seit 2005 der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. In diesem Jahr werden wir auf eine andere Art und Weise Gedenken müssen. Wir werden neue Formate finden, um die Erinnerung an die Menschen, welche die Schrecken des Holocaust erlebt haben, wachzuhalten. Viele Gedenkveranstaltungen werden digital stattfinden und auch wir möchten eine digitale Alternative schaffen.


Der Jugendring Dortmund und die Botschafter*innen der Erinnerung werden am 27. Januar um 18:00 Uhr eine digitale Gedenkveranstaltung live bei YouTube streamen. Die Vorbereitungen und Dreharbeiten dafür haben bereits im Dezember letzten Jahres begonnen. Wir konnten Prof. Erika Rosenberg-Band für die Idee eines digitalen Ausstellungsrundgangs durch die Ausstellung über Emilie und Oskar Schindler begeistern. Die Ausstellung hat sie gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Regensburg entwickelt. Anlässlich des Holocaustgedenktages möchten wir erste Ergebnisse und Eindrücke mit euch teilen. Erika Rosenberg-Band wird aus Argentinien per Videochat an der Veranstaltung teilnehmen und uns mehr über ihre besondere Beziehung zu Emilie Schindler erzählen.


Weitere Informationen, und vor allem auch den Link zum Livestream, findet ihr in der nächsten Woche hier auf unserer Website und auf unseren Social Media Kanälen.


Wir freuen uns auf eure Teilnahme!


#antisemitismusnichtmitmir #bdedortmund #jugendringdortmund #virtuellesgedenken #digital #humanrights #niewieder

Freitag, 15. Januar 2021

Ausstellungseröffnung mit Dortmunder Schüler/innen. Offizielle Präsentation am 27.01.21 um 18 Uhr GMT, 14 Uhr arg. Zeit


 Seitdem wir in Buenos Aires gelandet sind, ist viel Wasser unter den Brücken geflossen. Jeden Tag bringt mit sich ein  überraschendes Menü mit unberechenbaren Tätigkeiten, die man je nach Priorität, nach Wichtigkeit lösen soll, oder mindestens versucht zu lösen.

An manchen Tagen bietet sich sehr viel und die Fähigkeit eines Menschen fast alles unter einen Hut zu bringen scheint unmöglich. Jedoch manche Tage erhellen den Geist, wie zum Beispiel als ich vor kurzem erfuhr, bald wird der Film fertig, der in Dortmund an der Annette Droste Schule mit sechs Schülern im letzten Dezember gedreht wurde. Hauptakteure waren nämlich die Schüler/innen, die an dem Projekt: "Führung durch die Ausstellung Emilie und Oskar Schindler" teilgenommen haben. Mit großem Elan und Eifer arbeiteten sie  eine Woche lang unermüdlich an Texten, Geschichte, Tafeln, Fotos. 

Am ersten Tag machte ich eine Führung durch die Ausstellung, die ich in Zusammenarbeit mit der FES Regionalbüro Regensburg konzipierte. Es hatte sich sehr lange gedauert von dem Tag meiner Idee im Jahre 2011 bis ich nach langen Gesprächen vor Ort und über den Ozean mit der Stiftung führte und bis nun mal endlich mein Projekt fertig war. Jetzt können alle von einer aussagekräftigen Ausstellung profitieren Dank der Stiftung und ihren Mitarbeitern. 

Ich erklärte den wissbegierigen Schülern den Wert der Dokumentation, der Bilder, die Chronologie der Tafeln, die Geschichte an sich, denn dieses Ausstellung wieder spielt 100 Jahre Geschichte. Sie fängt  mit der Geburt von Emilie und Oskar Schindler 1907/8 an und streckt sich bis Emilies Tod 2001.

Herr Andreas Roshol Leiter des Jugendring Dortmund in Kooperation mit der Schule machte die Virtual Präsentation der Ausstellung geführt von den Schülern und mir möglich.

Die offizielle Präsentation findet online am Mittwoch, den 27.01.21 um 18 Uhr statt. Ich werde auch dabei sein trotz der geographischen Entfernung. Das sind nämlich die Vorteile des Internets!

Aus dem Tagebuch einer Autorin, die zwischen den Welten pendelt. In diesem Moment in dem verregneten Buenos Aires um genau 17.47 Uhr. Alle freuen sich auf  Feierabend. . . ich muss ja weiter schreiben. . .

 Das ganze Projekt hat mir viel Spaß gemacht, vor allem mit den Schülern zusammenzuarbeiten.

Sonntag, 10. Januar 2021

Erika Rosenberg berichtet aus Buenos Aires. Pandemische Lage. Erika Rosenberg informa desde Buenos Aires. Situación pandémica.





Zweiter Sonntag des neuen Jahres 2021. Die pandemische Lage ist weltweit besorgniserregend. Aus welchem Grund mag es sein, weiß man nicht mit  Genauigkeit. In der Nordhalbkugel könnte der kalte Winter sein, aber hier ist es vollkommen unverständlich. Der Sommer, die Sonne, der blaue Himmel, lange helle Tage, alles wirkt einladend, verführerisch um sich "zu befreien", sich zu entspannen, alles locker. . . und das ist eben die riesige Falle!

 Hier im Lande steigt die Zahl der Erkrankte katastrophal an. Jetzt müssen wir mit der Strafe zahlen, was das Maradona Staatsbegräbnis, die unendlichen Demos für oder Gegen Abtreibung , die Lockerungen der Festlichkeiten  verursacht haben.  Niemand , trotzt der Hyperinflation, der ewigen Ausgangssperre in Punkt "Arbeit", 40.000 Geschäfte mussten  nur in Buenos Aires schließen seit März voriges Jahres, will auf einen, auch wenn , kurzen Urlaub an der südatlantischen Küste verzichten. Ein Platz an der Sonne, knapp, kurz, gefährlich! Eine wahre Falle für Urlauber. Die Regierung hat die  sanitäre Kontrolle total verloren, nichts ist im Griff, weder gesundheitlich, noch wirtschaftlich. Ein kurzer Urlaub  am Meer hilft ein bisschen um aus der Einöde der Routine, der schrecklichen Nachrichten, der hohen Zahl  der Erkrankte und Tote, von denen man überhaupt nicht weiß, woran sie tatsächlich gestorben sind. Die "Eskapade" könnte schon  ein Risiko werden. Aber niemand rechnet damit im voraus und wagt es. Es kommt mir vor, viele Menschen gehen einfach mit verbundenen Augen und rot angezogen auf eine heiße Arena, wo mehrere wilde Stiere einfach warten. Das schöne Wetter lockt an!

Ein Impfstoff? Von wegen. . .Die Regierung von Präsident Fernandez - Fernández hat eine geringere Zahl des Impfstoffes an Russland gekauft, womit  nicht ein zehntel der Bevölkerung geimpft werden könnte. Die Regierung will in den nächsten Tagen, sie wissen selber nicht wann genau, eine Maschine der Aerolineas Argentinas nach Moskau fliegen lassen um die zweite Impfung zu holen, denn   die Geimpften brauchen 2 Dosen davon. . . alles ein  großes und unheimliches Fragezeichen. Während dessen Menschen stehen lang Schlange an Krankenhäusern, um sich auf Corona testen zu lassen. Aber der Sommer lockt und wir normale Sterbende lassen uns einfach verführen.

Aus dem Tagebuch einer sehr besorgte Autorin, die zwischen der Welt pendelt. Einfach, wie ich es sehe!

Freitag, 1. Januar 2021

Ein Prosit auf das Neue Jahr 2021. Elevamos nuestras copas por el nuevo año que se inicia.



 Die Leser meines Blogs werden sich wundern, weil  auf den Fotos nur ein gedeckter Tisch zu sehen ist.  Keinesfalls habe ich das Syndrom des leeren Tisches, der Einsamkeit. Ganz im Gegenteil, absichtlich habe ich gestern keine Fotos beim Essen, während oder nach von uns machen wollen. Unser Sohn Eric samt Familie war eingeladen. Wir wollten auf das Zusammensein der ganz kleinen Familie Rosenberg - Band - Cavalieri nicht verzichten. Ich weiß, das ging gegen die Corona Maßnahmen, obwohl die meisten Menschen überhaupt nicht darauf  geachtet haben. Wir wollten und wollen uns und andere schützen und  gehen damit sehr vorsichtig und respektvoll um. Die Bestimmungen im Land erlauben bis zu 10 Personen unter einem Dach und wir waren sechs mit Madame Daphne sieben. Die kleine Puddeldame zählt natürlich auch zur Familie. Also kein Verstoß gegen das Gesetz!..

Der Besuch war bestellt für 21 Uhr. Wir  freuten uns riesig auf das Kommen, vor allem an diesem so symbolischen Tag. Der 31.Dezember Ende eines Zyklus, eines langen, turbulenten Jahres. Vielleicht war ausgerechnet die Pandemie, das chronologische Vergehen, die Metamorphose, die wir Menschen erleben. Manche nennen es "Reife", andere alt werden. 

Kurz nach 21 Uhr schellte es an der Tür. Ich spürte wie mein Herz fing an  vor Freude schneller zu schlagen. Das Wiedersehen der Kinder nach langer Zeit würde eine große Lücke in unseren Herzen füllen. Wir freuten uns sehr auf den Abend , auf die gemeinsamen Stunden, auf das Essen, was ich für sie besonders zubereitet hatte, ein getrenntes Menü, Eric und Myriam sind vegan, Facundo und Matthias nicht. Ich hatte mich den ganzen Tag gründlich beschäftigt, damit alles "perfekt" würde. Und es ist mir wirklich gelungen. Wir saßen am Tisch und tauschten uns aus. Es wurde viel über "Veränderungen", "Verwandlungen", buddhistische Lebensweise gesprochen, über Usus und Rituale  der Eingeborene in Amazonien, Verwendung vieler medizinischen Pflanzen, Wahrnehmungen aller Art, Begegnungen mit dem Unbewussten durch die Verwendung dieser Pflanzen. . . Es war wirklich ein sehr interessanter Abend, den ich immer in meiner Erinnerung und im Herzen halten werde. Daher wollte ich  absichtlich keine Bilder machen. Wofür? Für wen? Für was? Bilder sind wichtig, schön, verewigen uns, verewigen uns in der Tat? Oder was uns  verewigt ist  unsere Seele, unser Geist. Und so mit Seele, Herz und Geist haben wir den Übergang zwischen des alten zum Neuen Jahr erlebt.

Hinter uns ein hartes Jahr, die uns alle vieles beigebracht hat, nämlich, dass man mit sehr wenig auch gut leben kann, aber auch, dass aller höchste Gut die Gesundheit, die Liebe, die Zuversicht ist.

Ich lasse Euch mit meiner Überlegung und erhebe mein Glas auf ein gesundes, friedvolles, glückliches 2021!

Aus dem Tagebuch einer Autorin, die zwischen den Welten pendelt. Heute aus einem Buenos Aires mit 30 Grad Celsius, mit seidenblauen Himmel aber mit gewisser Melancholie nach Old Germany.