Sonntag, 7. Juni 2026

Das Vermächtnis von Emilie und Oskar Schindler, Kulturzentrum am Münster Astoriasaal, Konstanz

Kulturzentrum am Münster - Astoriasaal
Wessenbergstraße 43, 
78462 Konstanz

Emilie und Oskar Schindler haben ihr Leben riskiert um 1200 jüdische Menschen vor dem sicheren Tod zu retten. Zivilcouragiert kämpften sie mutig für Menschenrechte.
Nach dem Vortrag stellt die Crescere Stiftung das für Schindlers geplante Mahnmal vor.
Emilie und Oskar Schindler haben ihr Leben riskiert und ihr gesamtes Vermögen geopfert, um 1 200 jüdische Menschen vor dem sicheren Tod in den Gaskammern der Nationalsozialisten zu retten. Zivilcouragiert handelten sie und kämpften mutig für Menschenrechte – in einer Zeit, in der es keine gab. Sie stellten in ihren Fabriken jüdische Kräfte an, um sie vor der Deportation und Vergasung zu retten. Im August 1944 räumten die Nationalsozialisten das Arbeitslager Plaszow in Krakau, und alle Häftlinge, auch die jüdischen aus den beiden Fabriken Schindlers (Emailwarenfabrik und Rüstungsfabrik), wären deportiert worden. Aber Oskar und Emilie Schindler ersannen einen Trick und verlegten die Fabrik mit ihrer gesamten Belegschaft und dem Maschinenpark nach Brünnlitz in der heutigen Republik Tschechien. Nach langen Tagen des bangen Wartens erteilte die Berliner Kommandantur die Genehmigung, aber dafür sollte Oskar Schindler eine Liste mit allen Namen, Berufs– und Geburtstagsangaben der Belegschaft erstellen. Er fälschte die meisten Angaben. So ist die berühmte „Schindlers Liste“ entstanden“. Wer ein Menschenleben rettet, der rettet die ganze Welt! Der Hollywood-Film „Schindlers Liste“ des amerikanischen Regisseurs Steven Spielberg basiert auf dem historischen Roman von Thomas Keneally aus dem Jahr 1982. Dieser Film von 1993 hat weltweit Wellen geschlagen, aber stellt er die historischen Fakten dar? 
Prof. Erika Rosenberg-Band lernte Emilie Schindler 1990 in Buenos Aires (Argentinien) zu einer Zeit kennen, in der Oskar Schindlers Witwe völlig unbekannt bzw. in Vergessenheit geraten war und in großer Armut lebte. Nach langen Gesprächen mit der Historikerin und Autorin Erika Rosenberg-Band entstand ein autobiografisches Porträt jener zivilcouragierten Frau, die Jahrzehnte in der Dunkelheit des Vergessens in Südamerika lebte. Zum ersten Mal in ihrem Leben trat Emilie aus dem Schatten Oskar Schindlers hervor und erzählte die Geschichte mit Fakten und Details. Eine Geschichte, die uns alle inspiriert und auf eine bessere Welt hoffen lässt. Im Anschluss an den Vortrag von Erika Rosenberg-Band stellt die Crescere Stiftung Bodensee das für Oskar und Emilie Schindler geplante Mahnmal vor. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Initiative Stolpersteine für Konstanz und der Crescere Stiftung Bodens

Donnerstag, 4. Juni 2026

Aktuelle Angaben über das Leben und Wirken von Prof. Erika Rosenberg-Band.

 Prof. Erika Rosenberg (auch bekannt als Erika Rosenberg-Band) ist eine renommierte argentinische Journalistin, Historikerin, Übersetzerin und Buchautorin, die vor allem als engste Vertraute und Biografin von Emilie und Oskar Schindler internationale Bekanntheit erlangte. [1, 2]

Herkunft und Ausbildung
Erika Rosenberg wurde am 24. Juni 1951 in Buenos Aires geboren. Ihre Eltern waren deutsche Juden (ein Jurist und eine Ärztin), die 1936 vor dem NS-Regime über Paraguay nach Argentinien geflohen waren. Sie wuchs in Argentinien auf, lernte zu Hause Deutsch und studierte später Literatur, Sprachen und Geschichte in Argentinien, Deutschland und England. [1, 2, 3]
Verbindung zu den Schindlers und literarisches Werk
Im Jahr 1990 lernte sie Emilie Schindler, die Ehefrau des Retters Oskar Schindler, im Rahmen von Recherchen kennen. Daraus entwickelte sich eine tiefe Freundschaft. Rosenberg unterstützte Emilie Schindler bis zu deren Tod im Jahr 2001 intensiv und wurde zu ihrer Nachlassverwalterin und Biografin. [1, 2, 3, 4, 5]
Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen gehören:
  • „In Schindlers Schatten. Emilie Schindler erzählt ihre Geschichte“ (1994) – Die weltweit beachtete Biografie über das Leben von Oskar Schindlers Ehefrau. [1]
  • „Ich, Oskar Schindler: Die persönlichen Aufzeichnungen, Briefe und Dokumente“ (2001) – Eine Aufarbeitung des Nachlasses von Oskar Schindler. [1]
  • „Schindlers Helfer“ (2012) – Ein Werk über die Netzwerke und Unterstützer der Schindlers.
  • „Mythos Hitler in Argentinien“ (Aktuelles Werk 2026) – Ihr im Michael Imhof Verlag erschienenes Buch, das die hartnäckigen Legenden rund um ein angebliches Überleben Adolf Hitlers in Südamerika historisch kritisch beleuchtet. [1]
Darüber hinaus verfasste sie 2015 eine viel beachtete Biografie über ihren Landsmann Papst Franziskus. [1]
Dozentur und Auszeichnungen
Neben ihrer Autorentätigkeit arbeitete Rosenberg über viele Jahre im Bildungsbereich und in der Diplomatie. Sie lehrte bis 2010 am Goethe-Institut Buenos Aires, an der Päpstlichen Katholischen Universität sowie im argentinischen Auswärtigen Amt, wo sie zukünftige Diplomaten ausbildete. [1, 2]
Für ihr unermüdliches Engagement in der Erinnerungskultur und der Holocaust-Aufarbeitung wurde sie mehrfach ausgezeichnet: [1]
  • 2014: Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland
  • 2016: Austrian Holocaust Memorial Award des Österreichischen Auslandsdienstes [1]
Möchten Sie Details zu einem bestimmten Buch von Erika Rosenberg wissen, oder interessiert Sie ihr Engagement für das Schindler-Museum in Brněnec? [1]
Prof. Erika Rosenberg-Band nimmt eine zentrale und gestaltende Rolle im neu eröffneten Museum der Überlebenden (Museum of Survivors / Schindlers Arks) in Brněnec ein. Sie bringt dort vor allem ihre Expertise als Historikerin sowie ihren persönlichen Nachlass als engste Vertraute von Emilie Schindler ein. [1, 2, 3, 4]
1. Kuratorin der neuen Ausstellungen
Erika Rosenberg hat die historischen Ausstellungen für das Museum konzipiert und zusammengestellt. [1]
  • Ihr Fokus liegt dabei ganz besonders auf der Rolle von Emilie Schindler, die in der offiziellen Geschichtsschreibung (und auch im Hollywood-Film Schindlers Liste) lange Zeit im Schatten ihres Mannes Oskar stand. [1, 2]
  • Sie hat dafür gesorgt, dass ein eigener Ausstellungsbereich und ein Gebäude gezielt dem Schicksal und den eigenständigen Rettungstaten von Emilie Schindler gewidmet sind. 
  • 2. Enge Kooperation mit der Löw-Beer-Stiftung
    Sie arbeitet eng mit Daniel Löw-Beer, dem Gründer der verantwortlichen Arks Foundation, zusammen. Während Löw-Beer das Areal zurückkaufte und die strukturelle Basis schuf, liefert Rosenberg die inhaltliche, biografische und wissenschaftliche Substanz für die museale Aufarbeitung vor Ort. [1, 2]
    3. Rednerin und zeitgeschichtliche Expertin bei Events
    Als offizielle Schindler-Biografin trat sie bei der feierlichen Eröffnungsphase des Museums auf hochkarätig besetzten Podien auf. Sie stand dort im Austausch mit anderen historischen Schlüsselfiguren wie Thomas Keneally (Autor der Buchvorlage Schindlers Arche). [1, 2]
    4. Aufbau von Bildungsprogrammen und Workshops
    Rosenberg nutzt das Museum als Basis für ihre internationale Bildungsarbeit. Sie konzipiert direkt für das Museum Workshops und pädagogische Programme für Schulklassen und Jugendliche, um die Gedenkstätte zu einem lebendigen Ort der Demokratiebildung und Toleranz zu machen. [1, 2]
     

    • Auf den Spuren von Emilie und Oskar Schindler – Treffen im Museum der Überlebenden in Brněnec
      20.05.2026 — Erika Rosenberg kam aus Argentinien nach Brněnec. Die Schriftstellerin, Historikerin und Übersetzerin lernte 1990 in Buenos Aires ...
      Radio Prague International
    • Erika Rosenberg zu Gast am KuBa: Emilie Schindlers vergessene ...
      26.06.2024 — Während Oskar Schindler durch den Film „Schindlers Liste“ weltbekannt wurde, blieb Emilie Schindler weitgehend unbekannt. Erst dur...
      Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld
    • Zeitzeuginnengespräch mit Erika Rosenberg – Freundin der Familie ...
      Freundin der Familie Schindler. Am 25.02. laden wir ab 19:00 Uhr herzlich zu unserer digitalen Veranstaltung mit Erika Rosenberg, ...
      Aktion-Zivilcourage