Erika Rosenberg-Band lebte als Kind deutsch-jüdischer Eltern in Argentinien ohne ihre Familiengeschichte zu kennen. Bei den Nachforschungen dazu traf sie auf Emilie Schindler. Eine Verbindung, die vieles offenbarte
Ein voller Tisch, ein volles Leben: Erika Rosenberg-Band schreibt und reist und klärt über den Holocaust auf
Von Lisette Habig (Text) und Quirin Leppert (Fotos)
Die Eltern von Erika Rosenberg-Band flohen vor den Nazis nach Argentinien. Ihrer Tochter erzählten sie nichts. Aber Kinder wissen mehr.
Draußen: Aubing-Lochhausen-Langwied ist ein Stadtbezirk am westlichen Rand Münchens. Eine dorfähnliche Ruhe liegt in der Luft. Weit weg vom Trubel der Innenstadt stehen große Einfamilienhäuser umringt von Feldern, einer Kleingartenanlage, Sportplätzen und Wäldern.
Drinnen: Die Wohnung im ersten Stock beschreibt Erika Rosenberg-Band als „diminut“. Es ist eine Verkürzung von diminuto, dem spanischen Wort für „winzig“. Hier wohnt sie mit ihrem Mann José und der Hündin Daphne. Alles spielt sich im Wohn- und Schlafraum ab. Dort steht ein großes Bett vor einem Einbauregal voll mit Büchern. Es ist nur ein Bruchteil von Rosenberg-Bands Bibliothek; in Argentinien habe sie noch um die 6.000 weitere Bücher, erzählt sie. In einem Holzschrank mit Glasfront stehen Porzellanstücke und Krüge, die sie auf Flohmärkten gekauft hat: „Ein Sammelsurium an Dingen, die ich liebe.“ Und dann ist da noch der Schreibtisch. Der Ort, an dem sie Geschichte und Geschichten niederschreibt.
Kein Silberland: 1951 wurde Erika Rosenberg-Band in Buenos Aires geboren, „illegal“, wie sie sagt, ohne Geburtsurkunde. Sie ist die Tochter deutscher Juden, die 1936 vor den Nazis über Paraguay nach Argentinien flohen. Rosenberg-Band wuchs mit ihrer Schwester in Buenos Aires auf und besuchte eine argentinische Schule. Das Deutsch, das sie spricht, lernte sie zu Hause. Das Bild, das viele von Argentinien als „Silberland“ hatten, habe nicht der Wirklichkeit entsprochen, sagt sie. Argentinien hatte ihre Eltern nicht mit offenen Armen empfangen. Die Mutter, eine Ärztin, durfte nicht im deutschen Krankenhaus arbeiten, da sie Jüdin war. Der Vater, Jurist, arbeitete eine Zeit lang bei der britischen Zeitung The Standard, wurde dann gekündigt, weil er Deutscher war. Das Ehepaar kämpfte ständig um Arbeit und musste sich immer wieder neu anpassen.
Ford Falcon: Rosenberg-Band wuchs in einem Land auf, das von Militärdiktaturen geprägt war: Überwachung, Verhaftungen und Folter waren allgegenwärtig. Besonders die letzte Militärdiktatur Argentiniens von 1976 bis 1983 erlebte sie hautnah mit. Als 25-Jährige wurde sie eines Morgens vor der Schule, in der sie unterrichtete, entführt, in einem während der Diktatur bekannten und gefürchteten grünen Ford Falcon. „Wie die Gestapo“, dachte sie damals. Nach intensiver Befragung wurde Rosenberg-Band freigelassen, als die Beamten von der Flucht der Eltern erfuhren. Das ergab wenig Sinn, sagt sie, schließlich hätte die argentinische Regierung bis dahin doch eher „ein Herz für NS-Täter“ gezeigt. Aber Willkür sei ein Teil der Terrorstrategie dieser Diktatur gewesen.
Schweigen: Schon früh interessierte sich Rosenberg-Band für ihre Geschichte, stellte als Kind viele Fragen. Die Eltern verschwiegen, was in Deutschland passiert war. Das Paar sehnte sich danach, eines Tages nach Deutschland zurückkehren zu dürfen, und erzählte den Töchtern, dass Deutschland das Land der Philosophen und Musiker sei – „eine Romantik, ein verzerrtes Bild“. Rosenberg-Band ist ihren Eltern dankbar dafür, dass sie in ihrer Kindheit nicht wusste, was ihnen passiert war. So konnte sie „frei von diesen Gefühlen“ aufwachsen.
3 Ich bin ein taz-Blindtext. Von Geburt an. Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe, was es
Reden: Ihre Neugier indes konnten die Eltern nicht stoppen: „Wenn man nicht weiß, woher man kommt, weiß man auch nicht, wohin man geht“, sagt sie. Sie fing an, zur Einwanderung nach Argentinien zu recherchieren. Rosenberg-Band wollte darüber ein Buch schreiben. Allerdings war es schwer, an historisches Material zu kommen, da während der Diktatur viele Menschen verschwanden und viele Dokumente vernichtet wurden. Aber nicht alle.
Die Begegnung: Bei ihren Forschungen stieß sie auf den Namen Emilie Schindler und lernte die Witwe des verstorbenen Oskar Schindler 1990 in Buenos Aires kennen. Sie verstand bald, dass viel mehr hinter der Geschichte der Schindlers steckte: Emilie Schindler, die in Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ kaum vorkommt, hatte genauso wie ihr Mann bei der Rettung von über 1.300 Jüdinnen und Juden mitgewirkt. Der Film sei ein „Fiasko“, sagt Rosenberg-Band. Kein schlechter Film, aber ein Spielfilm, „à la Hollywood“.
Verbundenheit: Rosenberg-Band wurde die Biografin des Ehepaars Schindler und die Nachlassverwalterin von Emilie Schindler. Die Frau, die sie kennenlernte, war bitterarm. Sie lebte in einer „Bruchbude“ in San Vicente etwa 60 Kilometer südlich von Buenos Aires. Als Rosenberg-Band die Witwe zum ersten Mal besuchte, fand sie in der Wohnung überall Milchschüsseln. „Jemand, der nichts hatte, teilte mit den Katzen der Nachbarschaft.“ Das beeindruckte sie. Die beiden Frauen verstanden sich auf Anhieb. Was anfangs als ein einziges Interview gedacht war, entwickelte sich zu einer engen Freundschaft. Die damals 83-jährige Schindler war wie eine Großmutter, die Erika Rosenberg-Band nie hatte.
Drinnen: „Ein Sammelsurium an Dingen, die ich liebe“ – vom Flohmarkt, angesammelt über die Jahre
Der Kreis schließt sich: Als Rosenberg-Band später die Beerdigung von Emilie Schindler in Deutschland organisierte, stieß sie auf die Namen ihrer eigenen Vorfahren. Sie fand das Grab ihrer Großmutter und des Onkels in Berlin, besuchte die Gedenkstätte Sachsenhausen und fand Urkunden der Familie. Sie sagt, das Schicksal hätte sie dorthin geführt.
Verkörperung: Erika Rosenberg-Band ist vieles. Sie studierte Geschichte, Pädagogik und Literatur, arbeitete als Dolmetscherin, Übersetzerin, Journalistin, Autorin, Lehrerin und bildete Diplomaten aus. Heute hält sie Vorträge in Schulen und reist dafür viel herum. Als „Trägerin einer Geschichte“ bezeichnet sie sich, sie verkörpert sie. „Jemand muss das machen von der zweiten Generation, sonst bleibt niemand übrig. Was kann man aus Büchern lernen? Ein Buch hat keine Gefühle.“
Draußen: Am Rand von München, fernab vom Trubel der Großstadt, ist eines der drei Zuhause von Erika Rosenberg-Band
Den Blick erweitern: Jemand müsse kommen und die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen, sagt sie. Die Welt sei nicht nur in „Gut und Böse“ aufgeteilt. So zu verallgemeinern sei schädlich und gefährlich. „Oder es kommen Menschen, die sagen die Deutschen wären alles Nazis gewesen. Falsch!“. Rosenberg-Band will darüber berichten, wie Menschen, die selbst nicht mehr darüber berichten können, in einer schwierigen Zeit in der Vergangenheit für andere einstanden. Neben Oskar und Emilie Schindlers Biografie schrieb sie unter anderem ein Buch über Carl Lutz, den Schweizer Diplomaten, der über 60.000 Menschen vor dem Vernichtungslager bewahrte.
Rastlosigkeit: In ihrer Freizeit treibt Rosenberg-Band viel Sport. Sie schwimmt gerne, spielt Tennis, macht Gymnastik, joggt oder spielt mit den Enkelkindern. Trotzdem beschäftigt sie sich ständig mit neuen Projekten. Sie könne beides machen: Beim Putzen und Aufräumen sei sie in Gedanken mit etwas beschäftigt. Sie halte sich daran fest, dass sie Projekte hat, die ihr Leben füllen. Sie bezieht ihren Mann mit ein und plant immer schon das kommende Jahr: „Ich weiß nicht wie lange noch, aber jetzt bin ich hier und morgen weiß ich nicht.“
Heimat: So etwas hat sie nicht. Sie fühlt sich „sowohl hier als auch da und vor allem überall wohl“. Rosenberg-Band kam durch ihren ersten Verleger vor 24 Jahren nach München. Neben der Wohnung hier hat sie noch eine weitere in Buenos Aires und ein Haus am Meer namens „Unter den Linden“. Sie könne nicht das ganze Jahr über an einem Ort leben, sagt sie. Das habe mit ihrer Geschichte zu tun, sagt sie. Ihre Eltern dachten ihr ganzes Leben, sie könnten irgendwann einmal zurück nach Deutschland. Sie erinnert die Schüler*innen bei ihren Vorträgen, dass sie froh und glücklich darüber sein sollten, dass sie ein Zuhause haben, dass sie Familie haben, eine gute Schule besuchen, Geborgenheit und Zugehörigkeit haben. „Das habe ich mein ganzes Leben vermisst. Wahrscheinlich vermisse ich das innerlich immer noch.“
Online-Lesung
und Gespräch mit Erika Rosenberg und Joachim Lang
Ich,
Emilie Schindler
in der Reihe
„Begegnung & Dialog in Buch- und Medienwelten“
Freitag, 30. Januar
2026
anmeldung@akademie-kjl.de
Bibliografie
- Auswahl
Erika Rosenberg (Herausgeberin)
Ich, Emilie Schindler
Erinnerungen einer Unbeugsamen
München: Herbig 2001
198 Seiten. 5,95,00 Euro.
ISBN 978-3-776622300
Erika
Rosenberg-Band wird am 24. Juni 1951 in Buenos Aires, Argentinien
geboren. Ihre Eltern, deutsche Juden, sind vor dem NS-Regime dorthin geflohen.
In Argentinien, Deutschland und England studiert sie Literatur, Sprachen,
Geschichte und Pädagogik. 1990 lernt sie Emilie Schindler, Oskar Schindlers
Ehefrau, durch ein Interview für die Deutsche Welle kennen. Erika
Rosenberg-Band verfasst daraufhin mehrere Bücher über sie und Oskar Schindler.
Sie arbeitet bis 2010 als Dozentin am Goethe-Institut in Buenos Aires, bis 2011
an der Päpstlichen Katholischen Universität Buenos Aires von Argentinien und
bildete zukünftige Diplomaten des Auswärtigen Amtes in Argentinien fort. Des
Weiteren arbeitet sie als Schriftstellerin, Übersetzerin und Journalistin.
Joachim
A. Lang
Weitere
Informationen finden Sie unter:
Erika Rosenberg (YouTube-Kanal) Erika Rosenberg
blog, Facebook, X
Bundesverdienstkreuz am Bande, Austrian Memorial
Award des Österreichischen Auslandsdienstes., Silber und Goldmedaille der
Goethe Schule Buenos Aires für ihre Tätigkeit.
Videos:
Emilie Schindler - Ein Leben lang zu kurz gekommen - Erika Rosenberg |
Online Seminar | FES und KEB (YouTube)
Als ich mit dem Papst Ü-Bahn fuhr, Padre Jorge Mario Bergoglio aus Buenos
Aires, Das Glashaus.Carl Lutz und die
Rettung ungarischer Juden vor dem Holocaust. Ich, Emilie Schindler, Ich, Oskar
Schindler, Oskar Schindler. Seine unbekannten Helfer und Gegner, Javier Milei.
Aus der Perspektive einer Argentinierin., Nächste Erscheinung: Mythos Hitler.
Projekte:
Mitarbeit mit dem Museum Schindlers Ark in
Tschechien. Autorin einer Ausstellung über Emilie und Oskar Schindler für das
Museum in Tschechien. Lehrerfortbildung in Neuperlach. Workshops an Schulen
bundesweit. Enge Mitarbeit mit der Konrad Adenauer Stiftung.
Übersetzungeiner Biografie über Emilie Schindler für China (Originaltitel in
Englisch „Where Light and Shadow meet). Vortragsreihe in USA, China, Hongkong.
Buch über den Heiligen Papst Leon XIV..
Vortragsreihe in Österreich und in der Schweiz, Frankreich, Spanien.
Ihre Bücher finden Sie u. a. bei der Buchhandlung vor Ort, bei den
jeweils angegebenen Verlagen und über www.michaelsbund.de.
Acht Tage wieder im Lande und es sieht so aus wie eine Ewigkeit. Die große Vorfreude und Erwartung der letzten Wochen in Deutschland verblasste innerhalb von kurzer Zeit.
Wie die Politik eines Landes auf das Gemüt und Stimmung der Menschen Einfluss nimmt, ist es unwahrscheinlich. Ich versuche, dass mich diese bad wibes nicht erreichen. Ich will keine Gefangene sein schlechtes Gemütes. Ich will Hoffnung haben, dass alles wieder besser wird. Aber, wenn man die vielen Obdachlosen auf den Straßen der einst schönste Stadt am La Plata Fluss und noch im Kopf die Worte hat: Buenos Aires, la Reina del Plata - Buenos Aires, die Königin des La Plata Flusses, und vergleicht, auch unwillkürlich, mit dem. was heute geworden ist, will man tatsächlich weinen.
Man spürt die politische, wirtschaftliche Lage schon beim Einkaufen im Supermarkt. Die Weihnachten Vorfreude verschwindet im Einkaufzentrum nur, wenn man sich die Preise anschaut.
Nur die Reichen, oder wohlsituierten haben Zugang für solche Waren, aber, wo ist die Solidarität mit dem Volk, denn ein Teil des Volkes und ich würde sagen, wahrscheinlich mehr als die Hälfte sind arm und ihre Gehälter decken nicht das Minimum.
Kurze Anekdote: Eine Mitarbeiterin einer Bank berät Rentner. Die Filiale liegt in einem halbwegs vornehmenden Stadtteil. Ihr Publikum sind meisten ältere Menschen, der eine hört nicht, die andere sieht nicht und die meisten haben keine Idee, wie man Geld vom Automaten abhebt, aber alle haben Bedürfnisse.
Wir standen bei ihr Schlange, ich beobachtete sie, ihre Hände zitterten, ihre Stimme wurde immer lauter, ihre Augen traten aus den Augenhöhlen. Die arme Frau war am Ende ihrer Nerven. Plötzlich schrie sie einem alten Mann an: "Was wollen Sie, was wollen Sie??? Mir reicht das Geld auch nicht aus.!
Das sind Szenen, die sich wiederholen. Ein Spaziergang durch die Stadt beweist, wie viele Läden geschlossen wurden, wie viele neue versuchen ihr Glück mit den Weihnachts- und Silvester Verkäufen. Denn danach im Januar geschieht es nichts. Buenos Aires scheint eine Einöde zu sein.
Die unmittelbare Zukunft sieht düster aus, denn aufgrund der hohen Preise beschließen viele den Urlaub in Brasilien, viel billiger, zu verbringen. Also wunderschöne Badeorte am Atlantischen Ozean werden einfach "zu einsamen Paradise".
In allen Munden stellt sich die Frage: Was nun mit dieser Politik? Ja, klar manche sind mit der Regierung einverstanden, weil die letzten uns Argentiniern zu diesem Chaos führten.
100 Jahre Korruption, Vetternwirtschaft, Lügen, nur Business für Auserwählte, die sich positionieren, ohne an die Wähler zu denken. Sie haben einfach vergessen, warum die an der Macht sind, wer hat sie gewählt. Sie haben sich und erinnern sich nicht mehr an die vielen Versprächen.
Inzwischen ist wieder ein Jahr vergangen, inzwischen sind viele älter geworden, aber dermaßen älter, wie es ihr Alter nicht betrifft. Traurigkeit, Müdigkeit, Hoffnungslosigkeit ist in vielen Gesichtern gekennzeichnet. Denn das Scheitern der Regierung, ist das Scheitern eines Volkes.
Für wen regiert Milei? Gute Frage. Wer steht hinter ihm? Wer bewegt ihn? Auf was ihn bewegt, wissen wir alle... I cry for you Argentina!
Abschiede fallen immer sehr schwer! Vor allem nach so langer Zeit voller Erlebnisse, Ereignisse, Bereicherungen aller Art.
Menschen kommen und gehen im Leben, aber manche sind und werden wahre Freunde. Hier und da, verschiedene Städte, Orte, Länder, Schulen, Schüler/innen, Leitungen, Stiftungen, Museen, Nachbarn.
Man sagt, Abschied ist ein bisschen wie sterben, und das stimmt.
Aber geographisch hat man auch vertraute Ecken, die einem Zugehörigkeit verliehen.
Nun werden wir, damit meine ich: Mein Team und ich, d.h. Josecito, Madame Daphne auch die Rennerei durch Flughäfen, Bahnhöfe, Ortschaften, Hotels, Treppe rauf, Treppe runter an Schulen, Frühstücksräume, Begrüßungen, Abholungen an Bahnhöfen, Taxizentrale anrufen an ganz stillen und menschenleeren zu späteren Zeiten, Stationen. Die Gutwilligkeit von Fremden, die uns einfach in ihren Autos zum Hotel mitgenommen haben, aber auch rabiate Fahrgäste, Busfahrer, Schaffner, die ihre kleine Portion Macht egal wie ausüben wollen. Ärzte, Tierätzte, Die Frauen von der Bahnhof Apotheke in Pasing, die Kassiererin von Müller Arkade in Pasing, die Kassiererin von Rewe, die Mitarbeiter/innen von McDonalds in Pasing, wo Josecito mit Daphne auf mich warten, während ich die Einkäufe bei Rossmann und im Supermarkt erledige, zu allen sage ich auch DANKE . UND DAS IST DAS LEBEN!
Für all das bedanken wir uns, weil wir es mit Elan schaffen können.
Ich danke innigst meinem Team, das tapfer und loyal ohne Ha und Ja von Morgen bis spätabendstunde mitgemacht haben.
Die Ankunft in Buenos Aires gelang wie üblich. Nur ein kleiner Zwischenfall mit einer Kontrolle, die unsere drei Koffer gründlich durchsuchte und ein paar Essbares Mitbringsel für unsere Enkelkinder samt Trockenfutter von Daphne, Medikamente gegen Würme und Haribo beschlagnahm. Auf meine Fragen warum, erwiderte sie barsch und triumphierend aber nicht kognitiverweise mit unverständlichen und umstrittenen Argumenten.
Ich wollte gar nichts anfangen, um ihre Argumente juristisch zu widerlegen, sonst wären wir noch heute da. Ein bitterer Schlug, den man mit der Zeit auch vergisst, bleibt im Notizbuch der Reiseanekdoten.
Das Wiedersehen mit Buenos Aires war etwas enttäuschend: Die Inflation ist weiterhin auf hohen Touren, die Menschen sind noch unzufriedener als wir im April das Land verlassen haben, denn das Geld reicht jetzt immer weniger. Die Stimmung im Supermarkt, Barometer der Lage eines Landes ist so dicht, dass man mit einer große Schere NICHT beim ersten Mal durchschneiden kann.
Trotz alledem sind wir glücklich hier zu sein.
Allen wünschen wir ein wunderschönes Wochenende aus dem sehr heißen Buenos Aires. Angesagt sind heute 30 Grad Celsius , es ist teilweise bedeckt, UV wird heute extrem sein... aber wir sind in Buenos Aires, die Stadt der guten Winde in dem Silberland Argentinien!!!
Noch erinnere ich mich als wir hier im April angekommen sind. Es waren hochinteressante aber auch sehr harte Monate.
Jede Begegnung sehr bereichernd: Schulen, Schüler/innen, Schulleitungen, Lehrer/innen, Veranstalter aller Art, sogar das Gefängnis . Mein Vortrag hat mich dort sehr bereichert. Es war eine ganz andere Ansicht.
Ich ziehe Bilanz von diesem 2025 und sehe ich mit großer Genugtuung, alles, was ich persönlich dazu gelernt habe. Auch die Fahrten in Zug, im Bus, "lange Spaziergänge, Wanderungen" an Hauptbahnhöfen, Flughäfen, unbekannten Städte.
Frühling, Sommer, Winter haben wir hinter uns. Bahnverspätungen, Hitze, Kälte... aber LEBEN!
Er ist nicht tot, der lebt... Almafuerte.
Wir danken uns bei allen, die wir in diesem Jahr getroffen, kennengelernt haben vom Herzen und sagen: Frohe und besinnliche Weihnachtstage und guten Rutsch ins Neue Jahr 2026:
Herzliche Grüße noch aus unserer zweiten Heimat MÜNCHEN