Im Stadtmuseum Meppen wird das Leben von Oskar Schindler und dessen Einsatz im Nationalsozialismus beleuchtet. Prof. Erika Rosenberg-Band gibt Einblicke in bisher weniger bekannte Aspekte der Schindler-Biografie.
Das Politische Bildungsforum Niedersachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung lädt in Kooperation mit dem Meppener Initiativkreis „Stolpersteine“ und dem Stadtmuseum Meppen am Mittwoch, 11. November, zu einem Vortrag von Prof. Erika Rosenberg-Band mit dem Titel „Zivilcourage in der NS-Zeit: Am Beispiel des Ehepaares Schindler“ ein. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch. Beginn ist um 19 Uhr im Stadtmuseum Meppen (An der Koppelschleuse 19a).
Während des Zweiten Weltkriegs rettete Oskar Schindler über 1300 Juden vor dem sicheren Tod. Steven Spielberg setzte dem Helden mit „Schindlers Liste“ ein Denkmal. Doch wer war Oskar Schindler wirklich? Anhand von Dokumenten und Briefen zeichnet Prof. Erika Rosenberg ein lebendiges Porträt dieses Mannes. Sie beleuchtet nicht nur Schindlers dramatische Hilfsaktionen im Nazi-Deutschland, sondern auch sein Leben in der Nachkriegszeit, als er vergeblich versuchte, wieder in der „Normalität“ Fuß zu fassen.
Erika Rosenberg-Band wird am 24. Juni 1951 in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Ihre Eltern, deutsche Juden, sind vor dem NS-Regime dorthin geflohen. In Argentinien, Deutschland und England studiert sie Literatur, Sprachen, Geschichte und Pädagogik. 1990 lernt sie Emilie Schindler, Oskar Schindlers Ehefrau, durch ein Interview für die Deutsche Welle kennen und freundet sich mit ihr an. Erika Rosenberg-Band verfasst daraufhin mehrere Bücher über sie und Oskar Schindler. Sie arbeitet bis 2010 als Dozentin am Goethe-Institut in Buenos Aires, bis 2011 an der Päpstlichen Katholischen Universität von Argentinien in Buenos Aires und bildet aktuell zukünftige Diplomaten des Auswärtigen Amtes in Argentinien fort. Des Weiteren arbeitet sie als Schriftstellerin, Übersetzerin und Journalistin.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung wird erbeten unter der E-Mail-Adresse info@stadtmuseum.de oder unter der Telefonnummer 05931 153278 oder über die Internetseite: https://www.kas.de/de/veranstaltungen.
Dieser Text wurde erstellt von:
Holger Berentzen
Initiativkreis Stolpersteine Meppen