Mittwoch, 24. August 2022

2.Workshop über Zivilcourage, Leben und Wirken des Ehepaares Schindler in der Pestalozzi Schule.Segundo Workshop sobre el Coraje Civil.


. . . Und so ist die Zeit vergangen! Hinter uns die zwei Workshops mit den Elfer an der Pestalozzi Schule.
Diesmal war der Vortrag etwas Anders, detailliertere Inhalte, Ausführungen. Bemerkenswert waren die Kenntnisse der Schüler/innen, sogar wurde über die Rattenlinie gesprochen, über den Geheimdienst im Dritten Reich und Oskar Schindler als BM (Beschaffungsmann) über Oskar Schindler als Gefangener der Tschechen im Juli 1938 und das Todesurteil wegen Hochverrat , über die große Leistung von Emilie Schindler, über die Filmgeschichte, die Rettung...
Das Thema hat viele Ecken und Kanten, und das ist es ausgerechnet, was  anzieht.
Wieder ein gewonnener, erfolgreicher Vormittag und Geschichte in einer anderen Art und Weise als Unterricht.

Montag, 22. August 2022

1. Workshop mit 40 Schülern und Schülerinnen der Pestalozzi Schule.Buenos Aires über Zivilcourage, Mut, Tapferkeit unbesungener Helden anhand des Beispiels Emilie und Oskar Schindler. Workshop con alumnos y alumnas de la Escuela Pestalozzi sobre el tema Coraje Civil, Valor, Arrojo , Emilie y Oskar Schindler.


Montag früh am Morgen. Buenos Aires umhüllt von dichter Nebel aufgrund der Brände auf der Delta, die der Mensch selbst verursacht hat ist noch beleuchtet. Noch ist  finster, die Kälte würde manche noch eine Weile im Bett bleiben, aber viele stehen auf um zur Arbeit zu gehen, auch zur Schule.
Schultag wie jeden Montag, aber auch für mich und José.
Um 5 Uhr standen wir heute auf, erstens, ich habe immer viele Gespräche wegen Organisation der Vorträge in Deutschland zu führen. Alles steht wirklich sehr zeitnah, jedoch ein kleines Fenster habe ich mir  für 2 Workshops an der Pestalozzi Schule zu Buenos Aires mit den Elfer durchzuführen. 
80 Schüler geteilt an zwei Tagen, heute und morgen.
Die Autofahrt von Recoleta nach Belgrano R ist nur ein paar Kilometer aber der schrecklich Verkehr in der Stadt, hier und da Stau. Autos, Buse, die fahren hin und her, Motorräder, viele die zur Arbeit gehen, andere die einfach von durchfeiern zurückkommen. Die sind die Schlimmsten, denn niemand weiß, wie nüchtern sie eigentlich am Steuer sind. . .
Buenos Aires, die Stadt der guten Lüfte, eine pulsierende Stadt, im Moment sehr turbulent. Beim positiven Denken bezeichne wir sie als recht abenteuerlich. Jeden Tag präsentiert sich  sehr überraschend, sei es politisch, wirtschaftlich, sozial, eine wahre Pandorabüchse, oder besser gesagt völlig im Um- Ausbruch wie Lateinamerika. 
Lateinamerika, ein neues Land, Kontinent, Sitten, Gebräuche, Kultur. . .
Lieber gehen wir zur Sache: Punkt um 745 Uhr fand ich einen Parkplatz  vor der Schule. 
Wie sehr hat sich  die Schule verändert, das Gebäude, die Klassenzimmer, alle Einrichtungen, aber noch spürt man da eine Hauch der alten Spiritualität der Gründer im Jahre 1934. Viele Juden und Sozialisten, die  das Dritte Reich verlassen mussten noch vor dem Erlassen der arischen Gesetze 1935, emigrierten nach Argentinien und gründeten die Schule, darunter auch die Schweizer Familie Alemann, die auch im 19.Jahrhundert das Argentinische Tageblatt gründeten.
Ganz am Anfang war die Schule eine Villa, heute stolziert aus der Villa ein tolles Gebäude, aber noch findet man innendrin ein paar alte Holztreppen, die unter den Füßen nach Geschichte quietschen.
Die Pestalozzi Schule ist eine Begegnungsschule mit Deutsch und Spanisch außer Englisch und auch anderen Fremdsprachen. Sprachdiplom 1 und 2, Englisch, dt. Abitur. 
Frau Monika Herwanger, die deutsche Schulleiterin empfing mich und führte mich zum Raum auf dem riesigen Hof, wo schon alles für den Vortrag vorbereitet war. Leider musste sie nach ein paar Minuten zu den Schülern gehen, die das Sprachdiplom ablegen mussten. 
Punkt 8 Uhr trudelten Schuler/innen in den Raum ein, auch die Literaturlehrerin Silvana, sie würde auch dabei sein. 
Viele Schüler/innen wollten hinten sitzen, ich forderte sie ganz vorne zu wagen Platz zu nehmen. Ich  schaute mir die jungen, neugierigen  Gesichter der junge Leute an. Ich sollte  mein Bestes geben, ich sollte sie nicht enttäuschen!
Herr Carlos Kotoulek, der argentinische Schulleiter war auch dabei und blieb die 2 UE. Ich schätze  diese Geste hoch, denn  nicht alles Schulleiter, die  so vielen Verpflichtungen nachgehen müssen, nehmen sich die Zeit.
Die Anwesenden waren ausgezeichnet vorbereitet, stellten Fragen, waren sehr lebhaft, konzentriert, aufmerksam. Sie lauschten interessiert meine Ausführungen, schauten sich die PPSX an, lasen die Begleittexte.
Es war wieder ein gewonnener Vormittag, eine neue Erfahrung auf einem anderen Kontinenten, denn meisten führe ich meine Projekte in Deutschland, Österreich, in der Schweiz und anderen europäischen Ländern durch.
Morgen ist wieder ein Tag, worauf ich mich auch schon sehr freue. Davon werde ich auch ausführlich berichten. . .
Aus dem Tagebuch einer Autorin, die zwischen den Welten pendelt. Diesmal aus Argentinien!

Dienstag, 2. August 2022

Empfang der Schweizer Botschaft anlässlich des Nationalfeiertages am 1. August in dem noblen Palast San Miguel, wunderbare Architektur Art Niveau in Buenos Aires. Recepción de la Embajada Suiza con motivo de su día conmemorativo, 1 de Agosto., evento realizado en el Palacio San Miguel, maravilloso y nostálgico edificio con marcado Art Nouveou. .


Wie jedes Jahr am 1.August feiert die Schweiz ihren Nationalfeiertag und wir haben die große Ehre eingeladen zu sein. Es wechseln die Botschafter, jedoch die Einladung kommt per Post  loyal, treugemäß  zu uns, leider  waren die letzten 2 Jahre durch die Pandemie unterbrochen. Umso mehr  glänzte gestern voller Prunk, das Fest, die Reden vom Botschafter, das tolle Büffet samt auserwählten Getränken. Alles ein Leckerli, wie die Schweizer immer sagen.
Wichtige Politiker, Journalisten, Schriftsteller, Famousitäten waren im großen Potpourri vertreten und gemeinsam teilten wir wunderschöne Stunden des Austausches. Hier und da diplomatische Vertreter  verschiedener Länder. Alles im Rahmen wunderschöne Musik und  im Prunk des Palastes San Miguel. Eine Palast , die 1857 als Kaufhaus anfing und viele Generationen reicher Aristokraten sich dort  die tollsten und aus Europa und USA importierte Waren gönnten, wurde schon vor Jahren in einem Veranstaltungsraum verwandelt.
Den Palast zu betreten bedeutet zurück in die Zeit zu gehen. Ein Déja Vu in den riesigen Räumlichkeiten verzehrt mit Art Déco und Nouveau. Eine  sehr gelungene architektonische Mischung von einer Zeit, die nie wieder zurückkommen wird.
Gestern war ein bisschen wie in eine erlebnisvolle Zeit Tunnel einzuschleichen.
Lieber Herr Botschafter, herzlichen Dank für die Einladung!  Und bis zum nächsten Jahr!