Sonntag 7 Uhr morgens. Bedeckter Himmel, angenehme Temperaturen, intellektuelles Wetter. Gewitter, Stürme sind für heute Nachmittag angesagt aber trotzdem gehe ich heute schwimmen. Die körperliche Bewegung, der Sport ist in meinem Leben sehr wichtig. Ich bin mit dem Spruch aufgewachsen "Wer rastet, der rostet".
Für mein intellektuelles Schaffen brauche ich auch gleichzeitig, immer wenn es mir die Zeit erlaubt, Bewegung. Während ich schwimmen oder turne habe ich Potpourri an Ideen und Gedanken, die ich danach einordnen kann. So war ich immer und so bin ich auch jetzt!
Mit Rückblick auf die letzten Tage kann ich ein mehr als positive Bilanz ziehen.
Am letzten Donnerstag sind wir von München aus nach Fulda gefahren. Dort wurden wir von Michael Henkel abgeholt und fuhren nach Kranluken zu dem Anwesen von Frau Henkel, Bürgermeisterin von Geisa, Organisatorin der Veranstaltung in Point Alpha, wo die Ausstellung "Fearless Women" von dem Künstler Oliver Schaeffer präsentiert wurde.
Ich hatte die große Ehre, die Würde Schirmherrin zu sein. Eine Ehre, die mir erweist, wahrscheinlich, weil ich die einzige bin, die Frau Emilie Schindler die letzten 11 Jahre ihres Lebens begleitet habe. Am Anfang als Autorin und Historikerin, danach als gute Freundin oder besser gesagt als Ersatzenkelin, die ihren letzten Wunsch erfüllen sollte, nämlich ihren Lebensabend in Deutschland zu verbringen. Und danach sogar auch als einziger Mensch, der sich mit ihrer Beisetzung beschäftigen musste, denn alle "haben den Kopf gedreht" und in die Luft geschaut, sowohl Deutsche als auch Israeli und Überlebende, auch Spielberg, der sich mit der Geschichte "Schindlers Liste" bereichert hatte und Ruhm gewann.
Aber das ist bloß Vergangenheit.
Am Donnerstag fand die Vernissage der Ausstellung in Point Alpha, ein historischer Ort, denn es war die Deutsch-Deutsche Grenze, heute eine Gedenkstätte mit einem riesigen Raum super für solche Events geeignet.
Ca. 180 Gäste kamen neugierig, um von vielen Geschichten furchtloser Frauen zu erfahren.
Ich hatte die große Ehre die Veranstaltung zu eröffnen. Bei solchen Angelegenheiten bereite ich gar keine besondere Rede vor, denn man spricht mit dem Herzen, mit Gefühlen, denn, das, was man vermitteln versucht, ist die eigenen Gefühle zu übermitteln und dass sie auch so viele Herze wie möglich berühren kann.
Der Event war ein großer Erfolg. Viele Persönlichkeiten aus der Welt der Politik waren anwesend. Viele geladene Gäste haben mich begrüßt, viele kannte ich von vorher, wie z.B. Frau Sabine Lange, eine alte Freundin aus Bad-Salzungen, andere erinnere ich mich nicht genau wie sie heißen.
Der Empfang war ein großes Fest für das Herz und die Seele. So viel Wärme, die beste Ernährung an einem solchen unvergesslichen Abend!
Diese Begegnungen verleihen mir neue Kräfte, um weiter im Leben zu machen: Schreiben, Vorträge halten, Projekte durchführen, reisen unternehmen.
Zwei Tage verbrachten wir bei Frau Henkel privat. Tolle Gespräche haben wir geführt. Tiefe Themen, hochinteressante Konklusionen. Und wenn man mich fragt, ob wir uns ausgesprochen haben, erwidere ich rundweg "NEIN".
Es bleibt noch soviel zu untersuchen, analysieren, austauschen...
Auf diesem Wege sage liebe Manuela Henkel, vielen Dank für diese marvellous days, die sowohl Jose als ich auch immer in Erinnerung halten werden.