Freitag, 28. September 2012
Und immer noch in dem wunderschönen Sachsen. Y aún todavía en la bella Sajonia
Donnerstag, 27. September 2012
Eine mutige Frau: Gespräch über Emilie und Oskar Schindler in Gera
Vom Engagement von Emilie und Oskar Schindler für die Juden während der Nazi-Zeit wird die Familienbiografin Erika Rosenberg-Band am 2. Oktober im Geraer Rathaussaal sprechen
Porträt
Gera. Seit dem Kinofilm "Schindlers Liste" sind Oskar und Emilie Schindler den meisten Menschen hier ein Begriff: Das Ehepaar rettete während der Zeit des Nationalsozialismus mehr als 1200 Juden das Leben. Erika Rosenberg-Band, die Biografin der Schindlers, wird am 2. Oktober, ab 17.30 Uhr, im Geraer Rathaussaal über das Engagement der Schindlers und insbesondere über das Leben der mutigen Ehefrau Emilie berichten.
"Die Buchlesung ist vor allem für die Schüler aus den höheren Klassen von Gymnasien und Regelschulen gedacht. Natürlich sind uns auch alle anderen Interessierten willkommen," sagt der Geraer Verleger Erhard Lemm. Der Lions Club Gera, zu dessen Vorstand Lemm gehört, habe die Schindler-Biografin nach Gera eingeladen. Auch Oberbürgermeisterin Viola Hahn (parteilos) habe ihr Kommen zugesagt.
Erika Rosenberg-Band hat es sich zur Aufgabe gemacht, über das mutige Leben vor allem der Emilie Schindler zu informieren und über das Schicksal jüdischer Menschen unter der Nazi-Herrschaft aufzuklären. Immer wieder führen die Biografin, die als Nachfahrin einer jüdischen Flüchtlingsfamilie in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires lebt, Vortragsreisen durch Mitteleuropa.
"Durch die internationale Verbindung der Lions ist es gelungen, dass sie auf ihrer Reise in diesem Jahr nun auch für einige Tage nach Gera kommt", sagt der Geraer Club-Präsident Dr. med. Michael Pannach. Sie erzählt als eine enge Vertraute von Emilie Schindler und Zeitzeugin der zweiten Generation über Oskar Schindler und seine Frau.
Im Jahr 1990 hatte sie Emilie Schindler kennengelernt. Ihre intensiven Gespräche führten nicht nur zu einer vertrauten Freundschaft, sondern auch zu mehr als 70 Stunden Tonbandaufnahmen. Aus denen entstand im Jahr 1997 die Biografie "In Schindlers Schatten". Als Emilie Schindler am 5. Oktober 2001 starb, wurde Erika Rosenberg-Band eine ihrer Erben. Zuvor hatte sie noch die überarbeitete Biografie der Schindler-Witwe unter dem Titel "Ich, Emilie Schindler" und die ihres Mannes als "Ich, Oskar Schindler" veröffentlicht.
Erika Rosenberg ist tätig im argentinischen Auswärtigen Amt, wo sie zukünftige Diplomaten ausbildet. Und sie arbeitet als Übersetzerin und Dolmetscherin. Von Beruf fühlt sie sich noch immer als Lehrerin und mag die Vermittlung von Geschichte als etwas Lebendiges. Historische Fakten will sie vermitteln und auch wichtige Werte wie Zivilcourage Moral, Solidarität, Freiheit.
Und Erika Rosenberg-Band ist auch eine Nachfahrin des Erfinders des Bandoneons, eines von Heinrich Band konstruierten Handzuginstruments, das aus der Mitte des 19. Jahrhundert in Sachsen erfundenen Konzertina entwickelt wurde und ohne das der argentinische Tango undenkbar ist.
Die Eltern von Erika Rosenberg-Band waren aufgrund ihrer jüdischen Abstammung gezwungen, 1936 nach Südamerika auszuwandern. "Ich wurde 1951 geboren und habe diese Zeit daher nicht mehr miterlebt, aber erzählt haben sie mir von ihrer Geschichte auch nichts", sagte sie im vergangenen Jahr in einem Interview auf einer Vortragsreise durch Deutschland. "Das Thema Holocaust war ein Tabu." Emilie Schindler hatte sie versprochen, "ihre Geschichte so zu vermitteln wie sie mir erzählt hatte. Und diesem Versprechen fühle ich mich verpflichtet."
"Ihre Vorträge sind somit für Schüler erlebte Geschichte, mit der Tatsachen rüberkommen", sagt der Lions-Präsident Pannach. Vorbereitend zu dem Vortrag in Gera werde es in Kürze auch Bücher von Erika Rosenberg-Band geben, kündigt Verleger Lemm an. Als Partner sei dafür die Kanitzsche Buchhandlung gewonnen worden. Und natürlich werde es die Bücher an dem Vortragsabend, am 2. Oktober, im Rathaussaal geben. "Die Autorin wird sie dann auch gern signieren", sagt. Lemm. Der Eintritt zu dem Vortrag ist für die Besucher frei.
Angelika Munteanu / 13.09.12 / OTZ
Mittwoch, 26. September 2012
. . . Und heute Niesky, Rothenburg und die Korrektur der Satzfahne meines neuen Buches. Ein sehr langer Tag!
Guten Morgen, Sachsen! Am frühen morgen bietet sich mir ein wunderschönes lebendiges Bild vor meinen Augen, wenn ich aus dem Türschloss Wohla herausgehe. Vor dem Schloss steht eine alte riesige Eiche, hinter der Eiche ein kleiner Hügel und ganz hinten im Horizont Gebirge. Diese wunderschöne Landschaft grüßt mich jeden Morgen zusammen mit Vogelgezwitscher. Sonst ist hier ganz still. So still, dass mich an ein Gedicht von Theodor Storm erinnert: “Kein Klang der aufgeregten zeit drang in dieser Einsamkeit. Die gesunde Stille umhüllt das kleine Dorf.
Umgebend von dieser Stille habe ich heute die 3. und letzte Korrektur meines neuen Buches “Oskar Schindler. Seine unbekannten Helfer und Gegner” erledigt. Es war ein sehr langer Tag, wirklich sehr anstrengend, aber erfüllt!!!
Am Morgen hielt ich einen Vortrag in der Mittelschule Niesky, am Mittag in Rothenburg, danach habe ich die Korrektur gemacht und gleich sage ich dann “Gute Nacht”
Aus dem Tagebuch einer Autorin, die bald ein neues Werk herausgibt.
In Niesky mit lieben Schülern und Lehrern
In Rothenburg
Dienstag, 25. September 2012
Und die Vortragsreihe in Sachsen geht es weiter. Salza-Spremberg und Weißwasser. Y las conferencias continuan.
Montag, 24. September 2012
Löbau und Görlitz in Sachsen an der Reihe. Y hoy le toca a Löbau a Görlitz en Sajonia
Im Annengymnasium in Görlitz
Sonntag, 23. September 2012
Zum Tode von Herbert Rosendorfer, Autor von “Briefe in die chinesische Vergangenheit. Fallecimiento de un gran autor alemán
Das Ableben von Herbert Rosendorfer hat die Literaturwelt tief verarmt. Ein Schriftsteller mit einer immensen und vielzeitigen Produktion wird immer wieder erinnert, seine Bücher gelesen und an Schulen vieler seinen Lektüren durchgenommen.
Herbert Rosendorfer habe ich genau vor drei Jahren im Haus meines früheren Verlegers Dr. Herbert Fleissner kennengelernt. Es war an einem Samstagnachmittag und der Verleger hatte uns zum Kaffee eingeladen. Ich fühlte mich sehr geehrt ein paar Stunden mit einem Meister der Literatur interessante Gespräche zu führen. Wir haben über sein Werk “Briefe in die chinesische Vergangenheit” gesprochen. Ich hatte dieses Buch in den 70 er gelesen und hatte mich sofort fasziniert. In der Satire über Münchens Eigenarten versetzt sich ein Mandarin aus dem China des 10.Jahrhunderts mit Hilfe eines “Zeit-reise-Kompasses” in die heutige Zeit.
Als ich Rosendorfer sagte, ich fand dieses Werk eines der besten, erwiderte er sofort: “ Frau Rosenberg, das ist eben das Buch, das mir am wenigsten gefällt.” Aus unserem Gespräch wurde einfach ein Monolog, in dem der Autor erzählte und erzählte. Ich hörte mir alles wießbegierig an. Als er davon erfuhr, dass ich zu jener Zeit noch im Goethe Institut in Buenos Aires tätig war, sagte er vorwurfsvoll: “Das Goethe Institut hat mich nie auf eine Lesung meiner Bücher eingeladen.” Daraufhin versprach ich ihm, mich darum zu kümmern und mit meinem damaligen Chef Dr. Becher darüber zu sprechen. Schon in Buenos Aires wandte ich mich an Dr. Becher mit dem Vorschlag Rosendorfer einzuladen. Becher lächelte, drehte den Kopf und schaute aus dem Fenster, sagte aber nichts. Ich wiederholte meine Frage und erst dann sagte mein damaliger Chef: “Rosendorfer ist nicht mehr aktuell. . .” Am Tag der offenen Tür brachte das Goethe Institut ein ganz “aktueller Film” für die Schüler und das Publikum: Fickende Fische. Meines Erachtens völlig geschmacklos solche Auswahl und der Film hatte viele Zuschauer wirklich enttäuscht. Bestimmt wäre viel interessanter gewesen, Rosendorfer zu einer Lesung einzuladen.
Ich bin auch Autorin und manchmal denke, was ich für ein Kreuzweg durch Verleger, Verlage, Veranstalter, Lektoren, und andere “Gewürze” durchgemacht habe, gehört nur mir, sehe aber, dass auch Berühmtheiten wie Rosendorfer oder Adolfo Bioy Casares schon vor mir auch diesen schmerzenden Kreuzweg gegangen sind. Schriftsteller zu sein ist keinesfalls ein leichter Job.
Aus dem Tagebuch einer Autorin auf der Fahrt von München nach Löbau
Mittwoch, 19. September 2012
Nächste Station MAGDEBURG und die Ausstellungseröffnung. Próxima estación Magdeburg y la inauguración de la exposición.
Beim Signieren eines Buches
Mit dem Power-Team Ute Gramm, Betina, Kordula und Karin