Donnerstag, 25. Juni 2026

Veranstaltung in Bocholt:„ Heimatverlust – Trauma oder Chance für einen Neuanfang?“

„Heimatverlust – Trauma oder Chance für einen Neuanfang?“ 

 Vortrag von Prof. Erika RosenbergBand mit anschl. Diskussion am 8.10.2026 (Beginn: 19:00 Uhr im Appendix des LernWerks, 1. OG, Herdingstr. 5)

 Erika Rosenberg-Band blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Sie wurde am 24. Juni 1951 in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Ihre Eltern, deutsche Juden, waren vor dem NS-Regime dorthin geflohen. In Argentinien, Deutschland und England studierte sie Literatur, Sprachen, Geschichte und Pädagogik. 1990 lernte sie Emilie Schindler, Oskar Schindlers Ehefrau, durch ein Interview für die Deutsche Welle kennen. Erika Rosenberg-Band verfasste daraufhin mehrere Bücher über die Schindlers, deren heldenhafte Rettung von über 1200 Jüdinnen und Juden durch Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ weltweit bekannt wurde.

 Sie arbeitete bis 2010 als Dozentin am Goethe-Institut in Buenos Aires und bis 2011 an der Katholischen Universität Buenos Aires von Argentinien. Des Weiteren war sie als Schriftstellerin, Übersetzerin und Journalistin tätig. 

In ihrem Vortrag wird Prof. Rosenberg-Band über den Heimatverlust ihrer Eltern und über dessen Auswirkungen auf ihr eigenes Leben sprechen. Thema der anschließenden Diskussion wird auch der Neuanfang der Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg in Bocholt sein sowie die Frage, inwiefern nach Erkenntnissen der Wissenschaft Traumata der Heimatvertriebenen an die nachgeborenen Generationen weitergegeben wurden bzw. werden. 

Auch der Heimatverlust der in den letzten Jahren nach Bocholt gekommenen Flüchtlinge und Migranten soll Gesprächsgegenstand sein. Melden Sie sich bitte bis spätestens 30.9.2026 per E-Mail (vfh.bocholt@gmail.com) verbindlich an.