Was können wir heute daraus lernen, dass der Emaillewarenfabrikant Oskar Schindler im Zweiten Weltkrieg über 1200 Menschen vor dem Tod bewahrte? Die Historikerin Prof. Erika Rosenberg beleuchtete in ihrem Gespräch mit Zehntklässlern der Helene-Lange-Realschule nicht nur die geschichtlichen Ereignisse, auf denen Steven Spielbergs Hollywoodfilm beruht und die er teilweise sehr frei interpretiert, sondern vor allem, wie wichtig Werte wie Zivilcourage und Menschlichkeit sind. Erika Rosenberg gab einen Einblick in ihre neuen Forschungsergebnisse wie die Tatsache, dass die Schindlers nicht nur die Arbeiter der Fabrik, sondern auch Arbeitsunfähige retteten, indem sie ihr gesamtes Vermögen, auf heute umgerechnet 26 Mio Euro, für die Rettung aufbrachten. Besonders spannend ist die Rolle Emilie Schindlers, die im Film auf eine Nebenrolle reduziert wird, wogegen sie historisch eine tragende Rolle bei der Rettung der Menschen spielte. Es bleibt der Satz aus dem Talmud: „Wer ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt".