Mittwoch, 18. April 2018
Montag, 16. April 2018
Ein Lichtpfad im Holocaust. Veranstaltung im Gymnasium in Burglengenfeld. Lecture in Burglengefeld. Conferencia en bachillerato en Burglegenfeld, Baviera.
Wie jedes Jahr zu dieser Zeit laden mich Frau Dr. Panzer, Leiterin des Gymnasiums in Burglengenfeld und die Geschichtslehrerin Frau Eva Walner zu einem Vortrag an Ihrer Schule ein.
Heute morgen war das Thema "Ein Lichtpfad im Holocaust: Emilie/ Oskar Schindler und Carl Lutz. Eine sehr gute Kombination von verschiedenen Persönlichkeiten, Mut, Einsatz, Zivilcourage.
Zwei Unterrichtseinheiten haben die Schüler/innen aufmerksam und sehr konzentriert auf meine Ausführungen gelauscht. Viele davon stellten auch Fragen.
Es war wieder ein gewonnener Vormittag, der bei Frau Dr. Panzer in der Schulleitung mit Kaffee und köstlichen Erdbeerkuchen des Ausklang fand. Herzlichen Dank, liebe Frau Dr. Panzer, liebe Eva Wallner! Bis zum nächsten Jahr!!!
Sonntag, 15. April 2018
Veranstaltungen in Hollobrunn und Leobendorf in Österreich. Last lectures in the week in Austria. Últimas conferencias de la larga semana en Austria.
Im Hintergrund Antenne Bayern. An diesem bewölkten Sonntag in München lasse ich viele Eindrücke der letzten Woche in Tschechien und Österreich Revue passieren. Es war eine lange Woche mit vielen Veranstaltungen, Begegnungen aller Art, in derich immer wieder meine bescheidenen aber sehr authentischen Kenntnisse über das Leben und Wirken von Emilie und Oskar vermitteln durfte. Hunderte interessierte Menschen, davon Schüler/innen, Lehrer, Schulleiter, Erwachsene bei den Abendveranstaltungen, Fernsehezuschauer, Museeendirektoren etwas mehr über das mutige und zivilcouragiere Ehepaar durften viel mehr nun erfahren als der Film Schindler Liste darstellt. Die Geschichte hinter der Filmgeschichte von Spielberg. Die letzten zwei Termine fanden gestern in Hollabrunn in der Hotelfachschule an und am Nachmittag in der Gemeinde Leobendorf. Alle wirklich sehr geleungene Veranstaltungen, die ich lange in meiner Erinnerung halten werde.
Herzlichen Dank nochmals für die guten Organisation an Rainer Bulgl und Kerry Smith, sowie, alle Kollegen in Wien, Retz, Korneuburg, Stockerau, Hollabrunn und Leobendorf. Auch an Museumsdirektoren in St. Pölten Dr. Christian Raap und Dr. Thomas Reichl vom Arsenal Museum. Hier einige Fotos. . . und heute schon auf dem Weg nach Regensburg, morgen nach Bulrglengenfeld, Maisach, Reichenbach, Cham, Reutlingen. . .
Freitag, 13. April 2018
Veranstaltung im Arsenal Museum Wien. Lecture in Museum in Vienna. Conferencia en el Arsenal Museo en Viena
. . . wie immer, wieder keine Zeit um meinen Blog zu aktualisieren, aber mindestensein paar Bildervon der erfolgreichen Veranstaltung gestern im prächtigen Arsenal Museum in Wien . Herzlichen Dank Dr. Reichl für die Einladung. es war ein unvergeslicher Abend!!!
ORF Emilie Schindler eine unbekannte Heldin. Radio y TV austriaca
So gelang es ihm, gemeinsam mit seiner Frau Emilie, jüdische Häftlinge, die er beschäftigte, vor den Nazis zu schützen. Er brachte sie in seiner Fabrik in Krakau (Polen) und später in einer zweiten Fabrik in Brünnlitz (Tschechien) nahe Brünn unter. Da dort für den Kriegs wichtiges Material erzeugt wurde, war die Fabrik unverzichtbar und wurde so zum Rettungsanker für 1.200 jüdische Häftlinge, die dort arbeiteten.
Erika Rosenberg
Oskar Schindler
Vom Lebemann zum Lebensretter
Über seine Beweggründe, als Fabrikbesitzer und Lebemann, der gerne das schöne Leben genoss, den jüdischen Arbeiterinnen und Arbeitern zu helfen, forschte die Biografin Erika Rosenberg viel nach. Bei der Veranstaltung „Erzählte Geschichte“ im Haus der Geschichte in St. Pölten las sie unter anderem einen Brief Oskar Schindlers vor, der mehr Klarheit über seine Motive brachte.
„Ich habe gemeinsam mit Freunden der Grenze zustrebende Juden in meinem Autokoffer verstaut, um diese dann an der Grenze freizulassen, so umgingen die armen Fliehenden, Schikanen der Sicherheitspolizei und Grenzpolizei. Ob die Ursache zu derartigen Handlungen meine schon damalige Abneigung gegen die SS war oder eine innere Verpflichtung eingedenk meiner jüdischen Mitschüler und Jugendfreunde, mit welchen ich meine herrlichen Jugendjahre verlebte - wahrscheinlich das Letztere“, zitierte Biografin Erika Rosenberg Oskar Schindler.
Emilie: Mutig, couragiert und mit großem Herzen
Oskar Schindler hätte das alles aber nicht ohne seine Frau Emilie geschafft. „Sie war eine mutige, couragierte Frau mit einem riesigen Herzen, einer gute Seele und selbstlos. Ihr Anteil an der Rettung der jüdischen Arbeiter war ebenso groß, wie jener Oskar Schindlers“, erklärte Rosenberg. Doch ihr Leben mit Oskar Schindler war alles andere als einfach. In ihrer Ehe gab es viele Probleme. „Sicher, er war ein Lebemann, er hat sie wochenlang allein gelassen, er hat sie belogen und betrogen. Aber sie hat alles erduldet und hat trotz allem Menschen geholfen, unterstützt und Schutzsuchende auch gerettet. Genau wie Oskar Schindler“, betonte Rosenberg.

Erika Rosenberg
Erika Rosenberg, die Biografin von Emilie und Oskar Schindler, im Gespräch mit Reinhard Linke
Die Historikerin Erika Rosenberg wurde in Argentinien geboren. Ihre jüdischen Eltern waren 1936 vor den Nationalsozialisten geflüchtet. 1990 traf Erika Rosenberg im Zuge einer Recherche über die Auswanderung von Juden nach Argentinien Emilie Schindler. Für sie war diese Frau etwas ganz besonderes und entstand eine sehr tiefe, persönliche Beziehung. „Sie war nämlich die Frau, mit der ich den Weg der Versöhnung gehen konnte. Denn mit ihr haben wir der Welt gezeigt: Versöhnung ist möglich. Sie war die Frau, die Juden gerettet hatte und ich war die Tochter von verfolgten Juden.“

Erika Rosenberg
Emilie Schindler
Erika Rosenberg erklärte bei der Veranstaltung auch ihr Engagement und ihre Ziele, die ihr in ihrer Arbeit als Biographin wichtig sind. „Ich plädiere für Frieden, für Toleranz und gegen Rassismus jeder Art. Für mich existiert der Mensch unabhängig von Staatsangehörigkeit, von Religion, von Farbe. Das sollten wir nun auch endlich einmal verstehen. So wie es Emilie Schindler nicht nur verstanden, sondern auch gelebt hat“, ergänzte sie.
Emilie Schindler hat sich gemeinsam mit ihrem Mann Oskar nach dem Kriegsende sehr schwer getan. Beide flüchteten nach Argentinien, dort erlitten sie aber mit diversen Projekten Schiffbruch. Ihr Mann verließ sie, ging nach Deutschland und kehrte nie wieder zurück. Emilie Schindler starb schließlich am 5. Oktober 2001 nach einem Schlaganfall in einer Klinik bei Berlin. Das Leben dieser beiden außergewöhnlichen Menschen wurde von Steven Spielberg im Film „Schindlers Liste“ (1993) verfilmt. Im Mittelpunkt stand bei diesem Film allerdings nur Oskar Schindler. Über Emilie erfuhr das Publikum nichts.

ORF
Erika Rosenberg
Die Biografin Erika Rosenberg
Erika Rosenberg hat Bücher über Che Guevara, Schwester Restituta, Franz Kafka, Sigmund Freud und Papst Franziskus geschrieben. Und sie ist die Nachlassverwalterin von Emilie und Oskar Schindler. Im Rahmen einer Europa-Reise war die argentinische Journalistin, Autorin, Dolmetscherin und Übersetzerin Dienstagabend im Zeitzeugen-Forum „Erzählte Geschichte“ im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich zu Gast.
Links:
Publiziert am12.04.2018
Donnerstag, 12. April 2018
Weitere Vorträge in Österreich: Stockerau, St.Pölten, Retz, Korneuburg. . . Otras conferencias en Austria. Other lectures in Austria
Der Mensch denkt und Gott lenkt. . . und so war es auch mit mir. Seit Montag habe ich keine ruhige Minute um meinen Blog zu aktualisieren. Entweder waren Abendveranstaltungen zu spät, oder war ich wirklich sehr müde, zwei,drei Vorträge am Tag ermüden den Körper aber niemals die Seele. Vor ein paar Minuten kamen wir nach Stockerau zurück, wo wir bis Samstag übernachten werden, aber in einer Stunde brechen wir wieder aus, in Richtung Wien, die Stadt meiner Träume. Die Abendveranstaltung findet heute im Arsenal Museum statt...In der kurzen Zeit versuche ich die ganze Woche bis heute zu definieren: hochinteressant, bereichernd,. Die Stationen waren Stockerau, zwei Vorträge am Vormittag an der Schule, eine Abendveranstaltung organisiert von der Gemeinde, amDienstag St. Pölten, Museum in Niederösterreich, dann Retz mit zwei Veranstaltungen, heute an der reihe Korneuburg mit zwei Vorträgen in der Mittelschule und an der Handelsakademie . . . und so geht es weiter bis Morgenabend. Tolle Begegnungen, Fotos, Büchersignierungen. Überall wunderbar und mit viel Liebe empfangen. Herzlichen Dank Rainer Bugl für die tolle Organisation, auch einen besonderen Dank an Kerry Smith und die vielen Beteiligten an diesem Projekt.
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