Dienstag, 7. Mai 2024

Workshop, Vortrag, Diskussionsrunde, Ausstellungsbesuch organisiert von der FES, Baden- Württemberg

 Akademie Frankenwarte / Gesellschaft für Politische Bildung e.V., Semmelstraße 46 R, 97070 Würzburg

Tel. 0931 / 80464-0, Mail info@frankenwarte.de, Web www.frankenwarte.de

Vortrag, Workshop, Diskussion und Ausstellungsbesuch: „…ich werde meine Juden auf jeden Fall verteidigen“ mit Professorin Erika Rosenberg-Band zum Wirken von Oskar und Emilie Schindler

am Freitag, 17. Mai 2024, von 08.20 bis 12.40 Uhr

im Schulzentrum am Wört, Pestalozziallee 6, 97941 Tauberbischofsheim

(C 2008) Der amerikanische Regisseur Steven Spielberg hat Oskar Schindler mit seinem Film „Schindlers Liste“ weltweit ein Denkmal gesetzt. In der Ausstellung „…ich werde meine Juden auf jeden Fall verteidigen.“ zeigt die Friedrich-Ebert-Stiftung erstmals die vollständige Lebensgeschichte von Oskar und Emilie Schindler in Texten und vielen, zum Teil noch nie veröffentlichten Dokumenten und Bildern. Während der Nazi-Diktatur bewahrte das Ehepaar 1200 Juden vor der Ermordung in Konzentrationslagern. Ihr Mut verdient größte Bewunderung und ihre Zivilcourage kann noch heute als leuchtendes Vorbild dienen. Unsere Gesprächspartnerin: Erika Rosenberg-Band wurde 1951 als Tochter deutscher Juden in Buenos Aires, Argentinien geboren. Ihre Eltern, ein Jurist und eine Ärztin, flohen 1936, noch vor dem Holocaust, über Paraguay nach Argentinien. 1990 lernte sie Emilie Schindler kennen. Ihre intensiven Gespräche führten nicht nur zu einer Freundschaft, sondern auch zu über 70 Stunden Tonbandaufnahmen, aus denen Rosenberg 1997 die Biografie „In Schindlers Schatten“ fertigte. Zuvor veröffentlichte sie die überarbeitete Biografie der Schindler-Witwe unter dem Titel „Ich, Emilie Schindler“ und die ihres Mannes als „Ich, Oskar Schindler“.

Ankündigung: Starke Frauen, die die Welt bewegen, Mittwoch, 15.Mai 2024, 19 Uhr in der Phantasie Eisenach. Conferencia sobre Mujeres Fuertes que mueven el mundo.

 


New heroes are emerging to bring hope to a world in ruins. Whether you are a warrior or a politician, a merchant or a craftsman, in WAKFU, everything depends.

Neue Helden entstehen um neue Hoffnung in diese Welt zu bringen und es sind STARKE FRAUEN!

Sonntag, 5. Mai 2024

Nachgeschmack von dem Workshop in Mitterteich. Miscellanea del Workshop en Mitterteich

 Projekt „Zivilcourage in der heutigen Zeit“ mit Teilen der 7., 8. und der Klasse M9

Ein Projekt zum Thema „Zivilcourage“ fand Ende April an unserer Schule statt.

Hierzu gelang es unserem Jugendsozialarbeiter, Christian Guttau, die Biographin von Emilie Schindler – der Ehefrau von Oskar Schindler – an unsere Schule zu holen.

Zu Beginn ihres Vortrages erarbeitete sie mit den Jugendlichen, was das Wort Zivilcourage eigentlich bedeutet – unter Einsatz des eigenen Lebens / der eigenen Sicherheit sich für andere Menschen einsetzen.

Frau Professor Dr. Erika Rosenberg erläuterte ihrem interessierten Publikum, wie es damals im Holocaust Oskar Schindler gelang, 1200 jüdische Mitmenschen in seiner Emaillewarenfabrik in Krakau zu beschäftigen und sie dadurch vor dem sicheren Tod im Konzentrationslager zu bewahren. In einem Vortrag ging die Referentin zunächst kurz auf das Leben von Oskar Schindler ein und 

brachte dann als Highlight einen 

Filmausschnitt mit, der die 

Originaldreharbeiten zu dem Film 

„Schindler´s Liste“ zeigt, der 1993 in 

den deutschen Kinos erschien. 

Professor Rosenberg übersetzte die 

ersten beiden Szenen des Films 

sogar für uns aus dem Englischen ins 

Deutsche. Sie zeigte uns auch auf, 

dass der Regisseur des 

Hollywoodfilms, Steven Spielberg, bei seinen Arbeiten nicht immer realitätsnah gearbeitet hat. Frau Professor Rosenberg belegte dies mit Aussagen aus dem Originaldrehbuch und verglich diese mit den filmischen Szenen. Durch die mitgebrachten Kopien der Originalunterlagen aus dem Nachlass von Oskar Schindler, die als Erinnerung an unserer Schule verbleiben durften, wirkten ihre Worte nochmals lebendiger.

Anhand dieser konnten die Jugendlichen dann im Anschluss in 5 Arbeitsgruppen selbst nachlesen und recherchieren. 

Die Themen waren:

•    Oskar Schindler – eine biographische Arbeit

•    Emilie Schindler – eine biographische Arbeit

•    Aussagen der Überlebenden des Holocausts zu Oskar Schindler

• Die Filmgeschichte zu „Schindler´s Liste“

•    Amon Göth – Biographie eines Mörders

Im Anschluss daran trugen Jugendliche aus den verschiedenen Gruppen den anderen die Kernaussagen aus den gelesenen Texten vor. So wurde zum Beispiel deutlich, dass sich die Schindler´s durch die Arbeit der jüdischen Menschen in ihren Fabriken keinesfalls bereichert haben. Vielmehr investierten sie während des sechsjährigen Krieges ihr gesamtes Vermögen von umgerechnet ca. 26 

Mio. Euro in die Rettung von Menschenleben. 

Professor Erika Rosenberg schloss ihren interessanten und lehrreichen Vortrag mit den Worten „…. dass die Kinder und Kindeskinder der NS-Verbrecher von damals für deren Taten nichts dafürkönnen – sie sind jedoch dafür verantwortlich, dass so etwas in Zukunft nie mehr geschieht“.

Am Ende ihres fulminanten Vortrags bedankten sich die Jugendlichen bei Frau Professor E. Rosenberg und überreichten ihr ein kleines Gastgeschenk.

Der Vortrag, die mahnenden Worte und auch der Workshop wird den Beteiligten sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben und für den ein oder anderen Gesprächsstoff sorgen ….










Christian Guttau, JaS