Samstag, 4. April 2020

Das Leben in Zeiten des Corona Virus Teil4, Argentinien, ein Extra Kapitel, einfach empörend! La vida en tiempos del Corona Virus, parte 4. Argentina, un capítulo extra. Simplemente indigno!




Buenos Aires, an einem Samstag, der genauso gleich ist wie der Montag, Donnerstag, Dienstag in den letzten Wochen, seitdem die Regierung die Quarantäne am 20.März, ein Tag vor Herbstanfang eingesetzt hat.

Ich sitze am Laptop und normalerweise um 14 Uhr arbeite an meinem neuen Buch, aber die Wut wuchs in mir dermaßen, dass ich irgendein Ventil brauche. Meine Wut, meine Empörung haben nichts mit der Quarantäne zu tun, auch nicht mit den manchmal sogar dummen Maßnahmen, die hier vor Ort von der Regierung  halbblind getroffen hat, sondern mit dem, was diese Regierung von den Peronisten, knapp vier Monate an der Macht , handelt, macht, misshandelt.

Mich irritiert mit welcher Leichtsinnigkeit und fast Verachtung  man uns "Volk" behandeln. Sie unterschätzen  unsere  menschliche Vernunft! Es ist doch klar, die Vernunft, die  nur ein Teil der Gesellschaft hat. Die anderen sind entweder blind oder leben von den Almosen des Staates, ohne  ein einziges Mal gearbeitet zu haben. 3 oder sogar 4 Generationen ohne Arbeitskultur.

Alles begann vor 2 Tagen, als mein Mann Fieber hatte. Da wir nicht heraus dürfen, rief ich eine Telefonnummer  107, Notdienst der Stadt Buenos Aires. In den Nachrichten, Zeitungen, allen Medien wird erwähnt, falls Fieber auftritt, diese Nummer anzurufen, vor allem, wenn es sich um Altersgruppen mit Risiko und mein Mann gehört dazu. Stundenlang versuchte ich die kollabierte Nummer anzurufen, aber nichts. Unmöglich.   Währenddessen stieg auch noch mehr  das Fieber. . . Am Abend hatte ich Glück. . . dachte ich, denn als eine Frauenstimme auf der anderen Seite antwortete. Nachdem ich ihr die Situation geschildert hatte, sagte sie  mir  wie ein Roboter: Der Patient soll drei Tage lang 38.5 haben und erst dann rufen Sie  wieder an. Ich erklärte ihr, mein Mann wurde vor kurzer Zeit operiert und drei Tag mit so hohem Fieber könnte  nicht nur sehr gefährlich , sondern tödlich sein. Daraufhin erwiderte sie: Rufen Sie den Notdienst Ihrer Privat Krankenkasse  an, die sollen kommen. . . Ende des Telefongesprächs und danach  kam die Fragerei, 1 bis 5 , ob ich mit dem Dienst zufrieden war. . .

Ein Glück, dass wir krank versichert im deutschen Hospital sind, was auch nicht direkt einen Notdienst hat, sondern  einen externen, den ich auch anrufen sollte. Wieder die Verbindung kollabiert. . . bis jemand sich meldete, wieder Erklärung der Lage. . . die Stimme versprach einen Notarzt nach Hause zu schicken. Innerhalb einer Stunde klingelte der Arzt gemurmelt an der Tür. Ein Gefühl der Erleichterung überfiel mir. Der Arzt untersuchte José, gab ein paar Anweisungen und ging ja wieder weg. Nun ist das Fieber verschwunden, Gott sei Dank!!!

Aber, was geschah im Regierungshaus während wir jene Stunden verzweifelt waren?   Der Präsident Fernandez und ein paar Minister hatten sich getroffen und sprachen vom Erlassen eines Notstandsdekrets - das Parlament, der Kongreß tagt derzeit wegen der Quarantäne nicht, also keine Opposition. . .-über die Verstaatlichung der Privat Krankenkassen, was vollkommen verfassungswidrig ist.

Wir haben unser ganzes Leben hart gearbeitet, um uns  das Deutsche Hospital zu "gönnen", was überhaupt nicht billig ist, damit es plötzlich vom  korrupten Staat verwaltet wird. Nein, das wäre  einer der schlechtesten Alpträume in unserem Alter. 

Das Gesundheitssystem kollabierte ( besser gesagt "platzte") in Argentinien seitdem ich mich noch erinnern kann.  Mein Vater erlitt 1960 auf der Straße einen Herzschlag und der Krankenwagen kam 90 Minuten später an. Mein Vater war schon tot. Das heißt vor 60 Jahren nützte das staatliche Gesundheitssystem für nichts und wieder nichts. Und nun will die Regierung durch Notstandsdekret sich eignen, und was wird danach? Unsere Wohnungen sollten wir auch mit Obdachlosen teilen, anstatt dass der Staat Heime zur Verfügung stellt??? Und was wird danach? Das ganze hat nur die morbide Farbe á la Chavez/Maduro, Kuba.

Und noch dazu ein mörderischer Versuch! Siehe Bilder oben. Die Banken  hatten auch seit 20.März zu. Gestern mussten die armen Rentner, ja, ja, hier ein Rentner ist  wirklich sehr ARM , mit dem was er an Rente  bekommt, kommt bestimmt nicht über die Runde aus, sollten ihre spärliche Rente auf der Bank einkassieren. Und die Warnung war: Zu Hause bleiben, Quarantäne respektieren, damit man geschützt wird. . . bla, bla, bla und alle sind  tatsächlich zu Hause geblieben, während die korrupten Politiker, die Regierung, die Cristina Kirchner, die ägyptische Architektin des Bösen über unser Leben, Vermögen, Häuser, Gesundheitssystem entscheiden. Die wollen uns einfach alles wegnehmen, aber unsere Würde, unseren Frieden, Freiheit NEIN, NIEMALS. Die Rentner sind schon vorgestern auf die Banken gegangen und standen lange Schlangen, sogar über die Nacht, um ihr miserables Geld, die paar Almosen nach so vielen Arbeitsjahren zu ergattern. Sie standen, wie auf den Bildern  sieht man, ohne Abstand, dicht einander. Viele brachen um. Ist das nicht ein GENOZID? Mit welcher Absicht? Um diese Rentenempfänger einfach "los zu werden". Man redet von 2 Millionen Rentner im ganzen Land haben sich gestern vor Banken anstellen müssen. 2 Millionen weniger während der Pandemie? Hoffentlich nicht!

Warum ich darüber schreibe? Damit alle in der Welt wissen, was hier vorgeht. Niemand wird mich stillschweigen können. Es ist meine höchste Aufgabe, es ist mein Muss die Wahrheit zu verbreitern.